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Höllenflüstern von Jana Oliver

Reihe: Die Dämonenfängerin, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Seit die Horden Luzifers die Erde stürmten, ist nichts mehr so wie zuvor. Im Jahr 2018 ist die öffentliche Ordnung zusammengebrochen und ein friedliches Leben mehr oder weniger nur noch Illusion, denn es kann jederzeit geschehen, dass ein Dämon in die Idylle einbricht und alles zerstört.

Es gibt nur einen Berufsstand, der dagegen ankämpfen kann und Zulauf von denen bekommt, die ihre anderen Jobs verloren haben und nicht mehr wissen wohin. Allerdings ist nicht jeder zum Dämonenfänger geboren – in den Augen des Ordens nicht einmal Frauen.

 

Der ehemalige Lehrer Paul Blackthorne hat die Regeln gebrochen, indem er auch seine Tochter unterwiesen hat und sie mit auf die Einsätze nahm. Am Ende musste er teuer dafür bezahlen – verlor er doch sein Leben. Auch das Bemühen, seine Leiche davor zu bewahren, reanimiert zu werden scheiterte. Der ehemalige Dämonenfänger wurde wiederbelebt und zu einem Zombiesklaven gemacht.

Riley, die mehr schlecht als recht als Dämonenfängerin anerkannt wurde, bekommt noch mehr Schwierigkeiten, als ihr ehemaliger Freund Simon herumerzählt, dass sie sich der Hölle verpflichtet habe. Das ist nicht einmal so abwegig, hat sich das Mädchen doch mit dem gefallenen Engel Ori eingelassen, um herauszufinden, wo sich der Körper ihres Vaters befindet. Dabei ist sie seinem betörenden Zauber verfallen und hat ihm sogar ihre Jungfräulichkeit geschenkt.

Dadurch steht sie allerdings nun ganz oben auf der Fahndungsliste des Vatikans. Sie weiß, dass auch sie ihr Leben verlieren kann, wenn die Abordnung sie stellt und verhört. Doch kann sie sich dem Unausweichlichen wirklich entziehen? Trotz der Hilfe eines befreundeten Nekromanten und ihrer ältesten Freunde, muss sie sich schließlich dem Unvermeidlichen stellen und erlebt zusammen mit den anderen eine Überraschung – die die Waagschale in dem nun kommenden Kampf beeinflussen könnte. Denn eine neue Art von Dämonen taucht auf, die nicht mehr so leicht zu besiegen ist und damit den Weltuntergang einläuten könnte

 

Auch „Höllenflüstern“ macht dort weiter, wo der Vorgänger aufhörte und bedingt so, dass man die beiden ersten Bände der Reihe kennen sollte, um wirklich verstehen zu können, in welchen Verhältnis die Figuren zueinander stehen und was sie antreibt.

Die Autorin bleibt sich treu. Noch immer stehen der Überlebenskampf von Riley und Co. im Vordergrund, das Mädchen muss für ihre Taten einstehen und sich geistig wie seelisch weiterentwickeln, um den Herausforderungen gewachsen zu sein, die nun auf sie zukommen. Immerhin muss sie damit fertig werden, dass ihr Vater ein grausames Schicksal erleidet, und es keine Möglichkeit gibt, sie daraus zu befreien, auf der anderen Seite gerät sie selbst in Schwierigkeiten. Letztendlich ist es an ihr, den Knoten an Intrigen zu entwirren, die seitens der Hölle, des Himmels und der Menschen um sie gewoben wurde.

Für romantische Liebe bleibt weiterhin wenig Platz, so dass diese Art von Gefühlen nur gelegentlich angesprochen werden, nicht aber ständig. Die Figuren entwickeln sich angenehm weiter, vor allem Riley lernt viel dazu, ebenso Beck, der Schüler ihres Vaters, der sich zudem über seine Gefühle klar werden muss.

Der Mix aus dystopischer Zukunft und Urban Fantasy bleibt erhalten, auch wenn diesmal die Horrorelemente zunehmen und sich die Autorin nicht scheut, auch einmal ein wenig brutaler zu werden.

Die Autorin bedient sich zwar einiger gängiger Handlungsmuster, bleibt aber weitestgehend klischeefrei. Auch kann man immer noch nicht vorhersagen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, da sie immer wieder mit neuen Überraschungen und Entwicklungen aufwartet. Das Ende ist diesmal halbwegs in sich geschlossen, es bleiben aber immer noch genug Fragen offen, um eine Fortsetzung zu ermöglichen.

 

„Höllenflüstern“ schließt den ersten Handlungsbogen der „Riley Blackthorne“ gelungen ab und bietet ein spannendes Abenteuer vor dystopisch-mystischer Kulisse, in der vor allem die Entwicklung der Heldin und die Lösung von Rätseln im Mittelpunkt steht, die Liebe und Romantik zwar vorhanden aber glücklicherweise nur würzendes Beiwerk bleiben. So könnte sich vielleicht auch der ein oder andere Genrefan angesprochen fühlen.

 

Eure Meinung:


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Buch:

Höllenflüstern

Autorin: Jana Oliver

Reihe: Die Dämonenfängerin, Bd. 3

Original: Forgiven, USA 2012

gebunden, 504 Seiten

Fischer, erschienen April 2013

Aus dem Englischen von Maria Poets

Titelbild: bürosüd

ISBN-10: 3841421121

ISBN-13: 978-3841421128

Erhältlich bei Amazon

Kindle Edition

ASIN: B00AEK7SP6

Erhältlich bei Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 25.08.2013, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59