Die 5 verstoßenen beziehungsweise geflohenen Prinzessinnen ziehen weiter als Söldnertruppe durch die Lande. Normalerweise sind überwiegend nicht-menschliche Kreaturen ihre Gegner, doch haben sie auch keine Probleme damit, sich mit Menschen anzulegen. Als sie erfahren, dass seit kurzem immer wieder Königstöchter entführt und wahrscheinlich getötet werden, bieten sie ihre Dienste an. Allerdings scheint der Entführer ihnen überlegen zu sein – bis es zu einer entscheidenden Wendung kommt.
Dass Christian Endres’ Prinzessinnen keine Helden brauchen, die sie retten, hat sich sowohl in der Handlungswelt dieser humorvollen Fantasy-Trilogie als auch in der Welt der Leser längst herumgesprochen. Während die aus den (Ex-)Prinzessinnen Narvila, Aiby, Cinn, Decanra und Mef bestehende Söldnertruppe in Band 2 (Helden und andere Dämonen) jedoch eher zufällig von einem Abenteuer ins nächste stolperte und es dabei mit sehr unterschiedlichen Gegnern zu tun bekam, fehlt dieses Element diesmal weitgehend. Eigentlich der Band eher eine beinahe monothematische Geschichte, in der es sich bei den Gegnern fast ausschließlich um Menschen handelt. Speziell im Mittelteil gibt es ein paar Längen. Was die Prinzessinnen natürlich nicht am Metzeln hindert. Trotzdem konnte mich dieser Handlungsaufbau nicht ganz so in den Bann ziehen wie beim Vorgänger – Band 1 kenne ich (immer noch) nicht –, wobei auch dieser Band durchaus gut unterhalten kann.
Der Autor erzählt auch diesmal wieder aus Narvilas Sicht, was immer wieder von aus unterschiedlicher Perspektive erzählten Rückblenden unterbrochen wird. Auch wenn die Trilogie mit diesem Band endet, bietet das Ende doch die Möglichkeit, die Abenteuer der Prinzessinnen jederzeit fortzusetzen.