Hot Roomer, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

Während viele Eltern in der Realität froh darüber sind, dass ihre Töchter noch kein großes Interesse an Jungen zeigen und sich schon gar nicht an jeden Dahergelaufenen verschenken, sieht es in der Literatur meistens ganz anders aus. Da ist ein Mädchen, dass mit sechzehn Jahren noch keinen Freund oder sexuelle Erfahrungen hat, entweder krank, frigide oder einfach zu schüchtern – und damit auf jeden Fall ein Außenseiter.

Auch die zweibändige erotische Comedy „Hot Roomer“ spielt mit diesem Thema und verleiht ihm eine besondere Note.

 

Eigentlich ist Ruki ein liebes und von ihrer Umgebung wohl gelittenes Mädchen. Sie hat nur einen Fehler, sie schwärmt bedingungslos für den papiernen Mangahelden Shun, der das Idealbild eines Jungen in ihrem Alter verkörpert: Nett, bedingungslos verliebt und vor allem sehr feinfühlig.

Weil sie das nicht länger mit ansehen kann, holt Rukis Mutter einen Untermieter ins Haus, einen Schüler namens Senri Onodera. Es dauert nicht lange, bis er sich an die Sechzehnjährige heran macht und sie verführt.

Das Mädchen wehrt sich nicht dagegen, sieht Senri doch aus, wie ihr Held und nachdem sie mehrfach miteinander geschlafen haben, verliebt sie sich in ihn. Das Glück könnte vollkommen sein, währen da nicht zu Beginn des nächsten Schuljahres die drei neuen Jungs, die sich selbst für absolut unwiderstehlich halten und nichts besseres zu tun haben, als anderen Jungen ihre Freundinnen auszuspannen, um die Mädchen später fallen zu lassen.

Auch Ruki soll ihr Opfer werden, aber Senri zeigt sehr deutlich, dass er sie nicht wieder hergeben will. Auch gegenüber seiner Mutter macht er dies klar, die wenig später auftaucht, um heraus zu finden, an wen ihr Sohn eigentlich geraten ist. Nun kommt Rukis Bewährungsprobe. Wird sie diese bestehen können?

 

Wie auch schon im ersten Band so wird auch im zweiten von „Hot Roomer“ zu sehr auf Klischees herumgeritten. Die Heldin ist duldsam und sanft, reagiert auf die sie umschwirrenden jungen Männer, trifft aber selten nur eine wirklich wichtige Entscheidung. Dafür lässt sie sich viel lieber von Senri lenken.

Natürlich wird die junge Liebe noch einmal auf die Probe gestellt – nicht nur von den Gleichaltrigen, sondern auch von den Eltern, so dass der Band noch einmal ein wenig Spannung bietet, auch wenn das Ende schon früh abzusehen ist.

Der erotische Anteil ist diesmal viel geringer, da zumindest Senri ja schon das bekommen hat, was er wollte, und die anderen nicht zum Zug kommen dürfen. Aus dem Grunde kommt es zu auch nicht mehr als geraubten Küssen und Umarmungen.

 

Auch wenn die Geschichte mit dem zweiten Band in sich geschlossen ist, so bleibt „Hot Roomer“ doch eine eher durchschnittliche Romanze, deren Humor und Inhalt vielen anderen Mangas ähnelt, in denen die naive, unerfahrene Heldin zum Sex verführt wird, ehe sie wirklich zu lieben beginnt.

 

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Comic:

Hot Roomer, Band 2

Autorin & Künstlerin: Haruko Kurumatani

Aus dem Japanischen von Stefan Hofmeister

Gokujou danshi to kurashitemasu, Vol. 1, Japan 2007

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 02/2010

ISBN-10: 3770471369

ISBN-13: 978-3770471362

Erhältlich bei Amazon


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zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39 | Users Online
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