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Hourglass von Myra McEntire

Rezension von Christel Scheja

 

Myra McEntire wurde zwar in der Hochburg des Country, Nashville in Tennessie geboren, konnte aber mit Musik schon in der Kindheit nicht viel anfangen. Viel lieber hat sie sich auf das Schreiben konzentriert. „Hourglass“ ist ihre erste Veröffentlichung und sie arbeitet bereits an einer Fortsetzung.

 

Bisher hat niemand Emerson ernst genommen, nicht einmal ihre Therapeuten. So hat das Mädchen seit dem Tod der Eltern schon eine ganze Menge durchgemacht, war unter anderem auch in psychiatrischen Kliniken und hat starke Medikamente genommen.

Trotzdem ist ihr Bruder Thomas nicht bereit aufzugeben, um das Mädchen zu heilen und sucht nach immer neuen Therapien, auch wenn er selbst gerade im Begriff ist, eine Familie zu gründen. Denn Emerson kann Menschen aus früheren Epochen wahrnehmen und dabei nur schwer sagen, ob diese wirklich da sind oder nur in ihrer Phantasie existieren, denn außer ihr hat sie bisher kein anderer wahrgenommen.

Das ändert sich, als ihr Bruder Kontakt mit dem „Hourglass“-Institut aufnimmt. Der neue Therapeut Michael sieht nicht nur gut aus, er nimmt Emersons Wahrnehmungen auch ernst und bestätigt sie.

Als sich das Mädchen beruhigt hat, macht er ihr klar, dass sie nicht verrückt ist, sondern eine äußerst seltene und kostbare Gabe besitzt. Sie ist in der Lage mittels ihres Geistes nicht nur in frühere Zeiten zu sehen, sondern mit ein wenig Übung auch in diese zu reisen. Zudem ist sie nicht die einzige ihrer Art. Schon bald stellt er ihr andere vor, die das gleiche wie sie können, nur bereits ein wenig besser beherrschen.

Damit eröffnet sich eine ganz neue Welt für Emerson, die viele Abenteuer bereit hält, aber letztendlich auch tödliche Gefahren...

 

Für eine Debütantin schlägt sich Myra McEntire recht wacker. Nach einem etwas holprigen Start, kommt die Geschichte doch in Gang und zeigt, eine ganz neue Variante des Zeitreisens, die aber auch entsprechende Stolpersteine in sich birgt. Wie zu erwarten ist, wird die junge Frau schon bald vor eine schwere Entscheidung gestellt und folgt natürlich nicht dem Verstand, sondern ihrem Herzen.

Die phantastischen Elemente werden sehr interessant eingeführt, allerdings begeht die Autorin zum Ende hin den Fehler, sie immer mehr der Liebesgeschichte unterzuordnen, die die Triebfeder des ganzen zu sein scheint. Dennoch bleiben die Ereignisse spannend und sind nur selten vorhersehbar.

Enttäuschender sind da schon die Figuren. Die Autorin gestaltet sie einfach zu glatt, macht es sich stellenweise sehr einfach. Denn auch wenn vorher niemals davon die Rede war und immer nur Geisteskrankheiten in Betracht gezogen waren, glauben Emersons Bruder und dessen Frau den Ausführungen eines Fremden und zeigen keine Furcht vor dem Übernatürlichen. Jeder aus dem Umfeld des jungen Mädchens zeigt gleich Verständnis für ihre neuen Aufgaben und bleibt ihrem Geisteszustand gegenüber nicht misstrauisch. Auch die Liebesgeschichte verläuft sehr glatt und ohne besondere Überraschungen oder Wendungen.

 

Alles in allem erweist sich „Hourglass“ als solider paranormaler Thriller, der zwar durchaus neue Ideen in das Thema Zeitreise einbringt, letztendlich aber doch wieder die Romanze in den Mittelpunkt stellt und sich damit vor allem an ein junges weibliches Zielpublikum richtet, das vor allem von der Liebe zwischen einem gut aussehenden jungen Mann und der eher unscheinbaren Heldin lesen will.

 

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Buch:

Hourglass

Autorin: Myra McEntire

Taschenbuch, 380 Seiten

Goldmann, Mai 2012

Übersetzerin: Inge Wehrmann

Titelbild: Colin Anderson

 

ISBN-10: 3442475635

ISBN-13: 978-3442475636

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

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Erstellt: 08.06.2012, zuletzt aktualisiert: 17.09.2020 17:33