Robert ist Schädlingsbekämpfer mit Spezialisierung auf Drachen. Den Job hat er von seinem Vater geerbt, obwohl er Drachen eigentlich mag. Prinzessin Cerise soll von ihren Eltern standesgemäß verheiratet werden, doch die ganzen Prinzen, die ihre Gunst gewinnen möchten, langweilen sie nur. Als sie aus dem Schloss flieht, trifft sie jedoch zufällig auf Reginald, den Prinzen des viel mächtigeren Nachbarreichs. Doch der soll eigentlich nur im Auftrag seines Vaters beweisen, dass er ein Held ist. Um Reginald zu beeindrucken, muss das Schloss schleunigst auf Vordermann gebracht und von seiner Drachenplage gesäubert werden. Dabei entsteht die Idee, dass Robert Reginald zu wirklich gefährlichen Drachen führt, um sein Heldentum unter Beweis zu stellen.
Dass es Peter S. Beagle in seinem neuen Fantasy-Roman nicht allzu ernst zugehen lässt, deutet schon der Titel an. Er lässt auch schon vermuten, dass die Drachen hier (zumindest teilweise) doch etwas anders als üblich dargestellt werden. Spätestens wenn man erfährt, dass der Drachenfänger im Schloss 7298 Drachen beseitigt, wird klar, dass die allermeisten Drachen dieser Welt ausgesprochen klein sind. Den wirklichen Schwerpunkt dieses Buches bildet allerdings die Protagonisten-Gruppe aus dem Drachenfänger Robert, Prinzessin Cerise und Prinz Reginald, wobei man von Robert erfährt, dass er 18 ist. Die beiden anderen dürften in ähnlichem Alter sein.
Der Autor spielt mit den clichéhaften Vorstellungen, die in Fantasy-Werken üblicherweise mit diesen Charakteren verbunden sind. Genauso wenig wie Reginald der heldenhafte Prinz ist, ist Robert der mutige Drachenbezwinger oder Cerise die brave Prinzessin, die auf einen Beschützer hofft. Das Verhältnis zwischen diesen Protagonisten verändert sich schnell. Obwohl es keinen Hinweis auf eine eventuell geplante Fortsetzung gibt, bleibt am Ende einiges offen. Lohnt es sich vielleicht doch, auf eine Fortsetzung dieses humorvollen Fantasy-Spaßes zu hoffen?