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Im Bann des Fluchträgers von Nina Blazon

Reihe: Woran-Saga Bd.1

Rezension von Valentino Dunkenberger

 

Nina Blazon, geboren 1969, schrieb bereits während ihres Studiums Theaterstücke und Kurzgeschichten, doch ihren Durchbruch erlangte sie 2003, als sie mit ihrem Jugendfantasyroman „Im Bann des Fluchträgers“, dem Auftakt der „Woran-Saga“, als Gewinnerin aus dem vom Ueberreuter veranstalteten Wolfgang-Hohlbein-Wettbewerb hervorging.

 

Auf der Suche nach Rettung für seinen schwer erkrankten Bruder Jolon kommt der Ranjögjäger Ravin zur Regenbogenburg Gislans, weil er sich dort Unterstützung seitens der Königin erhofft, der Jolon bereits einige Male geholfen hat. Als Ravin das Leiden seines Bruders den Hofmagiern schildert – Jolon befindet sich in einem komaähnlichen Zustand, nachdem er einen seltsamen Stein berührt hat –, analysieren diese sofort: Jolon ist einem Fluchträger zum Opfer gefallen und wird über kurz oder lang sterben! Einzige Hoffnung ist jetzt noch die Heilerin Skaardja und deren geheimnisvolle Heilquelle, doch Skaardja hält sich im düsteren Land Skaris auf. Doch Ravin ist fest entschlossen, die Heilerin aufzusuchen und seinen Bruden von dem Bann zu erlösen. So stellt ihm die Königin den etwas ungeschickten Zauberschüler Darian zur Seite, und gemeinsam machen sich die beiden auf nach Skaris. Doch unterwegs werden Ravin und Darian in eine Netz aus Intrigen verstrickt, das die unsichtbare Burg bedroht, und auf einmal wird den beiden Jungen klar: Hier geht es nicht mehr nur um Jolons Leben – hier geht es um das Schicksal eines ganze Landes ...

 

Schon allein aufgrund der Tatsache, dass Nina Blazon mit ihrem Debütroman „Im Bann des Fluchträgers“ den Wolfgang-Hohlbein-Preis gewonnen hat, steigen die Erwartungen an den Roman, da dadurch ein gewisses Spannungs- und Ideen-Niveau von Seiten des Leser vorausgesetzt wird. Eher enttäuschend zeigt sich dann der Einstieg in die Handlung, der sich träge und unspektakulär über die ersten paar Dutzend Seiten des Romans zieht. Erst dann gerät die Geschichte in Fahrt, macht das Lesen auch Spaß, doch bis dorthin muss zunächst eine Durststrecke überwunden werden. Die langen Kapitel – die gut 440 Romanseiten sind in gerade einmal vier von ihnen aufgeteilt – bieten da leider auch keine Abwechslung.

Die Autorin lässt zahlreiche, meist stimmig ausgearbeitete Charaktere auftreten, verwebt verschiedene Handlungsstränge miteinander und lässt sie wieder auseinanderschweifen; doch obwohl „Im Bann des Fluchträgers“ zwar durchaus interessante Ideen bereithält, die vor allem die vielfältigen Geschöpfe dieser Fantasy-Welt betreffen, kann es jedoch nichts wirklich Neues bieten. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine sehr solide Fantasy-Geschichte, wie sie bereits von vielen anderen Autoren auf ähnlich gutem Niveau erzählt worden ist.

 

Fazit:

Nina Blazons Debütroman kann sich leider nicht aus der breiten Masse derzeit veröffentlichter Fantasy-Romane abheben, lässt sich jedoch – abgesehen von langwierigeren Teilen zu Beginn und zwischendurch – locker und flüssig lesen. Ansonsten ist „Im Bann des Fluchträgers“ ein solider Roman, der durch seine abwechslungsreiche Artenvielfalt gefallen kann.

 

Hinweis:

Die Woran-Saga wird mit den Bänden „Im Labyrinth der alten Könige“ und „Im Reich des Glasvolks“ fortgesetzt. Beide Romane sind mittlerweile als Hardcover-Ausgaben im Ueberreuter-Verlag erschienen.

 

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Buch:

Im Bann des Fluchträgers

Reihe: Woran-Saga Bd.1

Autor: Nina Blazon

Gebundene Ausgabe: 441 Seiten

Verlag: Ueberreuter (Juli 2003)

ISBN: 3800050617

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 31.08.2006, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53