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Im Namen der Engel von Mary Stanton

Reihe: Die überirdischen Fälle der Bree Winston, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Die in Florida oder im Staat New York lebende Autorin Mary Stanton schreibt ebenso gerne Mystery wie romantische Fantasy. In Deutschland ist von ihr gerade erst einmal „Im Namen der Engel“ erschienen, der Auftakt der Reihe „Die überirdischen Fälle der Bree Winston“.

 

Bree ist eine junge, hübsche und erfolgreiche Anwältin. Um sich aus dem Schatten ihres Vaters frei zu strampeln, übernimmt sie die Kanzlei ihres gerade erst verstorbenen Großonkels in Savannah.

Allerdings fragt sie sich schon bald, ob sie nicht bereits einen Fehler gemacht hat, denn sie kann nicht in die Räume, die ihr Vorgänger besaß, einziehen, sondern muss sich erst einmal neue suchen, da das Haus gerade renoviert wird.

In einem alten Viertel von Savannah findet sie in einer herunter gekommen Villa, die nicht nur aus dem 19. Jahrhundert zu stammen scheint, sondern auch noch auf einem Friedhof steht, schon bald günstige Räumlichkeiten bei einer netten und unkomplizierten Vermieterin.

Auch wenn ihr die ältere Dame etwas kauzig vorkommt, so nimmt sich deren Angebot doch an und richtet sich ein.

Die Kette der Merkwürdigkeiten geht weiter, denn nicht nur, dass einer ihrer zukünftigen Klienten sie zu einem Zeitpunkt anruft, an dem er eigentlich bereits tot sein müsste, erweisen sich auch die Männer und Frauen, die sie unterstützen als merkwürdige Käuze. Und es verirrt sich auch kein neuer Klient in ihre Kanzlei, da niemand sie zu finden scheint.

Schließlich geht Bree der ganzen Sache nach, in der Hoffnung zu erfahren, welches Spiel mit ihr hier eigentlich getrieben wird.

Die Erkenntnis ist schließlich mehr als himmlisch, denn sie arbeitet nicht mehr für irdische Klienten sondern für verlorene Seelen, die um Verschonung vor dem Fegefeuer bitten. Zur Seite stehen ihr dabei waschechte Engel, die aus den Himmlischen Gefilden gekommen sind, und diese Aufgabe kümmern ...

 

„Im Namen der Engel“ ist überraschenderweise keine Romanze, wie man im ersten Moment vermuten könnte, denn Bree ist viel zu sehr mit sich und ihrem neuen Leben beschäftigt, um überhaupt mit einem der wenigen attraktiven Männer in ihrer Umgebung anzubändeln. Tatsächlich entpuppt sich das ganze als muntere „Urban Fantasy“, die mit Elementen aus der Engelsmythologie spielt und zusätzlich einen Kriminalfall verarbeitet.

Natürlich kommt auch die persönliche Entwicklung der Heldin nicht zu kurz, die sich angenehm von den vordergründig selbstbewussten, aber doch nur nach einer starken Schulter suchenden Frauen abhebt, da sie wirklich mit beiden Beinen fest im Leben steht und sehr genau weiß, was sie will.

Allerdings bleiben die mystischen und magischen Momente eher verhalten. In erster Linie muss sich Bree mit den überirdischen Entwicklungen in ihrem Leben zurecht finden und einen Mord aufklären – vor dem himmlischen Gericht erlebt der Leser sie erst einmal leider nicht und auch die übernatürlichen Begegnungen sind eher selten und oft so gehalten, dass man sie unter Umständen auch wissenschaftlich erklären könnte.

Der Autorin gelingt es dabei zwar, die Figuren sehr lebendig darzustellen und die Umgebung vorstellbar zu machen, die Handlung selbst ist leider nur mäßig spannend und für erfahrene Leser schnell zu durchschauen, da es so gut wie keine überraschenden Wendungen gibt – weder in dem was sie über sich und die Leute in ihrer Umgebung heraus findet, noch in dem Mordfall, den sie eher nebenher aufklärt.

 

Alles in allen erweist sich „Im Namen der Engel“ als stimmungsvoller Auftakt der Serie um „Die überirdischen Fälle der Bree Winston“, bei dem es allerdings noch ein wenig mit der Spannung hapert. Es bleibt zu hoffen, dass die Autorin in den folgenden Bänden dabei noch ein wenig nachlegt und auch den fantastischen Anteil der Geschichte erhöht.

 

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Buch:

Im Namen der Engel

Reihe: Die überirdischen Fälle der Bree Winston, Bd. 1

Autorin: Mary Stanton

Piper, erschienen Juli 2010

Broschiert, 379 Seiten

Übersetzung aus dem Englischen von Michael Koseler

Titelbild: Anke Koopmann

ISBN-10: 3492267238

ISBN-13: 978-3492267236

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.09.2010, zuletzt aktualisiert: 18.01.2020 17:02