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Immortalis von Raymond Khoury

Rezension von Martin Hammerschmidt

 

Mit seinem Debütroman „Scriptum“ schrieb der libanesische Raymond Khoury gleich einen Bestseller. Noch von der Erfolgswelle des Megaweltsellers „Sakrileg“ getragen, verkaufte sich das Buch mehrere Millionen Mal und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

In seinem neuen Thriller „Immortalis“ geht es nicht primär um Geheimgesellschaften, sondern vielmehr um eines der vielen großen Geheimnisse, auf die die Menschheit bis heute noch keine Antwort gefunden hat.

Die Verlängerung der Lebensdauer um mehrere Jahrzehnte.

 

Als ein ehemaliger Kollege Evelyn Bishop auf einer ihrer Ausgrabungsstätten im Südlibanon aufsucht, ist die amerikanische Archäologin überrascht. Der sich illegal im Land aufhaltende Faruk bietet ihr ein Fundstück an, hinter dem Evelyn schon seit längere Zeit hinterher ist. Das Interesse an dem Geschäft mit Faruk wird ihr jedoch zum Verhängnis. Bei einem geheimen Treffen der beiden wird sie verfolgt und schließlich entführt. Mia, Evelyns Tochter, mit der sie wenige Minuten vor ihrer Entführung noch in einem unweiten Café saß, wird Zeugin dieser Entführung und wird von den libanesischen Behörden vorerst in Gewahrsam genommen. Erst am nächsten Tag holt sie ein als Wirtschaftsberater getarnter CIA-Agent aus dem Gefängnis. Mit Corben macht sie sich nun auf die Suche nach ihrer Mutter.

In der Wohnung Evelyns wartet jedoch die nächste Überraschung. Denn die beiden werden bei der Durchsuchung der Wohnung nach eventuellen hilfreichen Dokumenten oder Informationen gestört. Ein gut bewaffneter Trupp dringt gewaltsam in die Wohnung ein und Mia und Corben müssen Hals über Kopf fliehen. Doch die Erkenntnis, die sie aus dem Besuch mitgenommen haben, lässt darauf schließen, wer hinter ihnen her ist und Mias Mutter entführt hat.

Der Mann der hinter alldem steckt hat sich den Namen „Hakim“, übersetzt „der Arzt“, gegeben und forscht fieberhaft nach einer Möglichkeit, welche das Leben um viele Jahre hinaus verlängert. Um dieses Ziel zu erreichen, sind ihm alle Mittel recht. Angefangen bei Entführung und Mord über Folter bis hin zu Versuchen an Menschen und sogar kleinen Kindern. Doch um seine Arbeit erfolgreich zu Ende zu führen, braucht er das Buch, welches die geheimnisvolle Formel enthalten soll.

Mia hat das Ziel, dass Buch gegen ihre Mutter einzutauschen, während Corben nach einiger Zeit seine ganz eigenen Pläne schmiedet.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn die Zielperson ist in allererster Linie Faruk, der jedoch wie vom Erdboden verschluckt scheint.

Über ihn wollen beide Parteien an das Buch kommen und dazu ist ihnen jedes Mittel recht!

 

Mit „Immortalis“ nimmt sich Raymond Khoury einem sehr interessanten Thema an, welches die Menschheit schon seit je her fasziniert hat. Wird es irgendwann möglich sein, den Tod zu besiegen?

Alleine solch eine komplizierte Thematik in einem Thriller zu verpacken ist schon nicht leicht. Doch dafür benutzt Khoury genau die richtig Art von Personen. Denn solch eine Entdeckung würde die Welt von Grund auf verändern.

Zum einen ist da der Hakim, welcher mit allen Mitteln versucht hinter das Geheimnis zu kommen. Ihm gegenüber steht am Anfang Corben, der mit Mia das Leben eines Menschen zu retten und dies über den Fund des ewigen Lebens stellt. Doch mit der Zeit nagt auch die Gier nach Reichtum an ihm und er verfällt zunehmend in die gleiche Position wie der Hakim.

Nur Mia ist dies alles relativ egal, denn sie will nur ihre Mutter zurück und ist dafür bereit auch das ewige Leben aufzugeben.

Also hervorragende Charaktere für eine spannende Handlung.

Khoury hält sich auch am Anfang nicht viel mit der Einführung der Personen auf, sondern kommt schnell zum Punkt.

Nach wenigen Seiten ist Evelyn schon entführt und es ist klar, worauf das ganze Buch hinausläuft. Dies hemmt zwar in gewissen Maßen die Spannung, doch Khoury schiebt immer wieder die eine oder andere Actionszene ein, sodass der Thriller an keiner Stelle langweilig wird. Übertriebene Landschaftsbeschreibungen, unwichtige Gedanken oder dergleichen werden auf das Nötigste reduziert, um die Fahrt nicht aus der Handlung herauszunehmen.

Auch das Ende ist nicht abrupt, sondern findet einen guten und gelungenen Abschluss.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass „Immortalis“ ein guter zweiter Roman ist und darauf schließen lässt, dass „Scriptum“ keine Eintagsfliege von Khoury war. Wer auf rasante Action mit etwas Wissenschaft steht, kommt hier allemal auf seine Kosten.

 

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Immortalis

Autor: Raymond Khoury

Gebundene Ausgabe: 576 Seiten

Verlag: Wunderlich (Mai 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3805208359

ISBN-13: 978-3805208352

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.08.2008, zuletzt aktualisiert: 18.07.2017 18:11