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Inseln wie im Paradies

Filmkritik von Christel Scheja

 

Die BBC hat es vor Jahren vorgemacht, viele Dokumentarfilmer folgen gerade wenn es rein um die Natur geht, immer noch den vor über fünfzehn Jahren geschaffenen Standards. Das sieht man auch der neuen „Terra Mater“ - Dokumentation an, die wieder einmal in die Südsee entführt zu den „Inseln wie im Paradies“.


Drei Folgen beschäftigen sich mit den vielen verschiedenen Gesichtern dieser Inseln, die durch ihre abgeschiedene Lage und ungewöhnliche Entstehung oft ganz eigene Tier- und Pflanzenarten haben entstehen lassen, weil diese sich anpassen mussten.

So hat eine Vogelart sich darauf versteift, ihre Eier in die noch heiße Vulkanasche zu legen und diese dort ausbrüten zu lassen. Das voll flugfähige Küken lernt seine Eltern niemals kennen. So dass man ihnen zugestehen kann, dass sie „Aus Feuer geboren“ sind, wie so manche Insel, die gerade erst dadurch in den letzten Jahrhunderten entstanden sind.

Im Bann des Mondes“ stehen Tiere und Pflanzen, die im Meer oder an den Küsten leben und sich dort den entsprechenden Gegebenheiten von Ebbe und Flut anpassen müssen, in denen entweder ihr Lebensraum überflutet oder freigelegt wird. Auch hier sind Abarten entstanden, die man sonst nirgendwo findet.

Und nicht anders sieht es in den tropischen Regenwäldern aus, in denen das Leben gleich in mehreren Etagen gedeiht und Kängurus auf Bäumen leben, Fledermäuse in normalerweise fleischfressenden Pflanzen übernachten und Urwaldriesen alles überschatten, so dass auf dem Boden nur wenig Licht ankommt.


Die Dokumentation gehört zu denen, die eher auf die Bildgewalt setzen, als auf langwierige Erklärungen, durch irgendwelche Wissenschaftler, die ihre Ansichten vor Ort präsentieren. Deshalb kommen in allen drei Folgen auch keine Menschen ins Bild, der Sprecher ergänzt die Dinge, die man sieht nur durch kompakt gebündelte Informationen, passend dazu wurde Musik ausgesucht, die die Atmosphäre noch vertieft und stellenweise eine meditative Ruhe ausstrahlt.

Tatsächlich kann man die Folgen genießen, gibt sie doch nicht nur schon viele bekannte Fakten und Ansichten wieder, sondern bietet auch neue Aspekte, die bisher noch nicht so oft angesprochen wurden und relativ unbekannt sind.

Interessant ist die Zusammenstellung – Vulkane, Sonne und Mond sind die Oberthemen, die den Inhalt der jeweiligen Folge zusammenfassen. Dann ist es auch nicht wichtig, ob zwischendurch die Insel gewechselt wird – die Vielfalt unter ein bestimmtes Motto zu stellen, erweist sich als sehr spannend und kurzweilig.

Wie so oft wechseln weite Landschaftsansichten natürlich auch von detailreichen Szenen mit dem ein oder anderen winzigen Tier ab, so dass auch hier Abwechslung geboten wird, die sich von vorne bis hinten sehen lassen.

Alles in allem schaffen die Episoden sehr gut, einmal den Zuschauer mit wunderschönen Bildern zu beeindrucken, versorgt diesen aber auch mit interessanten Informationen, die am Ende tatsächlich hängen bleiben.


Wer bildgewaltige Naturdokumentationen mit spannend vermittelten Informationen liebt, der sollte ruhig einen Blick in „Inseln wie im Paradies“ wagen, denn die drei Folgen haben genau das, was auch die BBC-Dokus schon so beliebt gemacht haben.



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DVD:

Inseln wie im Paradies (DVD; Dokumentation; FSK 0)

Regisseure: Matt Hamilton und Paul Reddish

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 1 DVD

Polyband / WVG, 30. Juni 2017

Produktionsjahr: 2017

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B071NHRDK1

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 06.07.2017, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01