Ein Nachbar vermisst ein älteres Geschwisterpaar und findet in deren Garten Hügel, die wie Gräber aussehen. Tatsächlich findet die Polizei 2 Leichen, im ganzen Haus aber keinen einzigen Schuh. Chief Inspector Swanson entdeckt eine Spur, die zu einem Gasthaus führt. Hier findet sich eine ganze Reihe merkwürdiger Gestalten versammelt.
Was Robert C. Marley mit seinen Inspector-Swanson-Krimis präsentiert, gehört eindeutig in den Bereich des Cosy-Crime-Genres. Der Verlag bezeichnet es als viktorianischen Krimi. Wieso im amazon-Reihen-Titel von »Baker Street Bibliothek« die Rede ist und damit indirekt auf Sherlock Holmes Bezug genommen wird, erschließt sich aus dem vorliegenden 8. Band der derzeit 12 Bände umfassenden Reihe allerdings nicht.
Die Geschichte beziehungsweise der geschilderte Fall kann jedoch überzeugen. Der Fall ist gut durchdacht konstruiert und die Lösung an keiner Stelle vorherzuahnen. Letztere stellt eine echte Überraschung dar, auch wenn ein bestimmtes Detail auf Grundlage des Prologs schon zu vermuten war. Am Ende passt alles widerspruchslos zusammen. Das Ambiente passt zu den Erwartungen, die gewohnheitsmäßige Leser des Genres an derartige Bücher stellen. Wenn die restlichen Bände dieser Reihe auch dieses Niveau aufweisen, dürfte es sich lohnen, diesen auch einen Blick zu gönnen.
Der Autor erzählt aus auktorialer Sicht, wobei er den Erlebnissen wechselnder Charaktere folgt.