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7 Fragen - 7 Antworten: Susanne Jaja - zwischen Biologie und Zeichenstift

Redakteur: Michael Schmidt

 

Fantasyguide: Hallo Susanne. Stell dich doch unseren Lesern mal vor! Wer ist die Zeichnerin Susanne Jaja und wer der Mensch dahinter!

 

Susanne Jaja: : Die komplizierteste Frage gleich zu Anfang ... bisher sah ich Zeichnerin und Mensch ja immer in Personalunion – interessanter Gedanke, das zu trennen. Bis ich fertig darüber nachgedacht habe kann es aber dauern, also erst mal ein konventioneller Überblick in Stichworten: geboren (1964) und aufgewachsen in Bremen. Später Biologiestudium (fachliche Schwerpunkte Molekularbiologie/Proteinbiochemie), jobbte nebenbei in Werbung und Verkauf, kam ein bisschen in der Welt herum und befasste mich intensiv mit den Pigment-Protein-Komplexen des Photosystems I der Gerste, insbesondere dessen Lichtsammelapparat. Nach Jahren tiefstschürfender Grundlagenforschung reifte die Erkenntnis, dass die Welt nicht übermäßig nach Informationen über strukturelle Details der Lichtsammelkomplexe von Gerste dürstet. In dieser Sinnkrise folgten Familiengründung und Kinder. (Seither weiß ich zumindest, wonach Neugeborene dürsten.) Während die Kinder wuchsen, wuchs auch die Gewissheit, dass das Dasein als Mutter und Hausfrau allein ebenfalls nicht das Wahre für mich ist.

Seit Kindertagen lese ich mit Leidenschaft, besonders gern phantastische Geschichten - als mir eine grandiose Romanidee kam, begann ich naheliegenderweise zu schreiben. Dass sich die grandiose Romanidee im Laufe der Arbeit als nicht ganz so umwerfend erwies, tat dem Spaß keinen Abbruch und der Anfang war gemacht. Im Netz traf ich andere Schreiblustige und das seit nunmehr gut fünf Jahren irgendwo auf der Festplatte herumliegende Romanfragment bekam Gesellschaft von einer ganzen Reihe fertig geschriebenen SF-Kurzgeschichten.

Was das Zeichnen angeht: damit habe ich noch früher als mit dem Lesen (oder gar schreiben) begonnen. Seit ich einen Stift halten kann, male ich mit allem, was Striche macht (von Kohle, Bleistift, Tusche und allen möglichen Farbstiftarten bis zu Acryl und Aquarell), seit 2002 zunehmend digital am Computer. Dazu kam meine Neuentdeckung der Fotographie (noch so ein Hobby von mir aus Schultagen ...), mit den Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung, die zu Fotomontagen/-collagen und ebenfalls jeder Menge Spaß führten. Und zu meinen ersten Jobs als Grafikerin.

 

 

Phase X2 : Vergessene Perlen der Phantastik

Fantasyguide: Aus Deiner „Feder“ stammt das Titelbild zu Phase X 2 „Vergessene Perlen der Phantastik“, welches für den KLP in der Kategorie „Beste Graphik zur Science Fiction“ nominiert wurde. Was bedeutet Dir diese Nominierung und wie siehst du deine Chancen?

 

Susanne Jaja: : Oh, diese Nominierung hat mich sehr gefreut. Tolle Sache! (Noch toller wär’s, wenn die Nominierungen langsam auch auf der offiziellen Kurd-Laßwitz-Preis-Webseite auftauchen würden. Im Moment hat das alles noch so was Inoffizielles ...) Es freut mich auch sehr, dass durch die Nominierung das junge Magazin Phase X ein bisschen in den Fokus der SF-Interessierten gerückt wird – ein prima Start für dieses Projekt, das ich jedem Phantastik-Freund nur zur Lektüre ans Herz legen kann: nicht nur wegen der ganz netten grafischen Gestaltung, sondern auch und vor allem wegen der Inhalte.

Die Chancen ... tja, „schau’n mer mal, dann seh’n mer scho“, wie ein berühmter Bayer einst sagte ... Es sind da eine ganze Reihe sehr schöne Bilder nominiert. Ich bin mit meinem ziemlich zufrieden - vor allem, nachdem der für jene Ausgabe zuständige Layouter Christian Endres den ursprünglich blitzblauen Himmel meines Bildes bemängelte und mich davon überzeugte, dass der apokalyptischer aussehen sollte. Lassen wir uns mal überraschen, ob die Jury das auch so sieht. ;-)

 

Fantasyguide: Das Titelbild zu Phase X 3 „Per Anhalter durch die Galaxis“ stammt ebenfalls aus deiner Feder. Öffne doch mal die Pforten deiner Zeichenwerkstatt und erzähle uns, wie du zu dem Bild gekommen bist bzw. wie du generell beim Zeichnen und Illustrieren vorgehst.

 

Susanne Jaja: : Das ist ein weites Feld – einen generellen Weg, wie ich vorgehe, gibt’s so gar nicht. Schon der Anfang ist je nach Projekt und benutzter Technik ganz unterschiedlich. Ob ich zu Bleistift und Skizzenbuch greife, oder mich hinter Grafiktablett und Notebook setze, bestimmt das weitere Vorgehen nicht unwesentlich. Bei einem Bild in „analogen“ z.B. Aquarellfarben muss man vor dem ersten Pinselstrich ziemlich genau wissen, wie es am Ende aussehen soll (um sich hinterher besser ärgern zu können, wenn’s mal wieder nicht hinhaut ...) – wohingegen die digitale Malerei den Komfort der Reversibilität bietet und Korrekturen absolut spurlos möglich sind (man kann sich also mehrmals darüber ärgern, dass es mal wieder nicht hinhaut ... Bis die Farbe schlussendlich aber doch da sitzt, wo sie soll.) Analoges Rumgescribble kostet einiges an Papier, digitale Experimente sind da deutlich umweltfreundlicher.

Neben der eingesetzten Technik hängt es auch noch vom Auftraggeber/Projekt ab, wie ich an eine Arbeit herangehe. Manche Auftraggeber wissen sehr genau, was - und wie sie es auf einem Bild haben möchten, was dann praktisch auf einen Reinzeichnungsauftrag hinausläuft. Da ist der Spielraum für eigene Ideen ziemlich eingeschränkt – die können sich dafür an Details austoben. Das Titelbild zur „Anhalter“-Phase X3 fällt für mich in die Kategorie, denn die grundlegende Idee, verschiedene Stätten der Phantastik als Icons auf einer Karte darzustellen, über der ein Zeppelin á la „Blade Runner“ kreist, stand schon fest (und war nicht auf meinem Mist gewachsen.) Damit will ich nicht sagen, dass die Arbeit daran öde gewesen wäre – keineswegs – die einzelnen Stätten in wiedererkennbaren Icons darzustellen war eine Herausforderung, und mit dem aus dem Rahmen ausbüxenden Zeppelin habe ich mir einen Extra-Spaß erlaubt.

Ganz ohne Vorgaben zu beginnen, macht einen Auftrag dennoch reizvoller (natürlich auch komplizierter.) Dann steht am Anfang eine Anlaufphase des Nachdenkens, denn der zickigen Inspiration muss ich meistens erst mal auf die Sprünge helfen. Jedenfalls entsteht in diesen ersten kreativ-chaotischen Gedankenspielen recht schnell eine oder mehrere Ideen, die mit den Auftraggebern ausdiskutiert werden (oder von diesen abgenickt ...) Dann skizziere ich das mit Hilfe von Grafiktablett und Photoshop (mit diesem Programm kann man nicht nur Fotos retouchieren, sondern auch prima zeichnen ...) und korrigiere diese Skizze so lange, bis „es passt“.

Wenn ich plane, für das Bild auch Fotoelemente zu verwenden, ist dann der Zeitpunkt:

a.) mein Fotoarchiv nach passenden Bestandteilen zu sichten, oder

b.) mit meiner Kamera loszuziehen und das Benötigte zu fotografieren (das Aliengesicht im Cover von „Entdeckungen und andere Unwägbarkeiten der Zukunft“ etwa besteht unter anderem aus Aufnahmen von Blattunterseiten meines Küchenavocadobäumchens, einer übriggebliebenen Physalis, einer Tulpenknospe und Teilen von ein paar fleischfressenden Gewächsen (der Gattungen Sarracenia, Nepenthes und Drosera, für die, die’s gern genau wissen möchten.) Oder

c.) ich halte in meinem bevorzugten lizenzfreie-Bilder-Archiv Pixelio nach passendem Bildmaterial Ausschau.

Der nächste Arbeitsschritt besteht darin, die Fototeile zu bearbeiten: farblich und in der Größe anzupassen, evtl. freizustellen, nach meiner Skizze zusammenzubauen und dann noch fehlenden Bildfragmente mit gezeichneten Bestandteilen zu füllen. In einer Art, dass möglichst niemand den Unterschied zwischen Foto und Zeichnung bemerkt – oder sich nicht dran stört. Dass am Ende die vielen Einzelteile zu einem Ganzen zusammengewachsen sind. Kurz: es muss passen. Zum Schluss gibt’s bei Bedarf noch eine oder mehrere Korrekturrunden, in denen ich Änderungswünsche der Auftraggeber einarbeite.

 

Plane ich ein reines digitales Painting geht’s nach ersten Farbskizzen daran, die Komposition in noch ziemlich groben Formen zu planen. Die arbeite ich immer feiner aus und erst wenn ich damit fast ganz fertig bin, setze ich die Lichter entsprechend der geplanten Beleuchtungssituation, bzw. vertiefe, wo nötig, Schatten. Die erste Skizze wird also Schritt für Schritt weiter bearbeitet, am Ende ist sie Bestandteil des fertigen Bildes. Ich benutze für digitale Malerei ein Grafiktablett und als Software Adobe Photoshop oder Corel Painter – wobei ich letzteres Programm besonders dann einsetze, wenn eine der traditionellen Maltechniken simuliert werden soll – Ölfarben digital, ohne Lösemittelmief, oder Aquarell, das niemals zur Unzeit trocknet ... sehr schöne Sache.

Steht am Anfang eine „analoge“ Skizze oder Bild, bearbeite ich einen Scan davon im jeweiligen Malprogramm weiter – die späteren digitalen Arbeitsschritte unterscheiden sich nicht mehr von einem rein digitalen Painting.

 

Leselupenbücherei: Man gönnt sich ja sonst nichts

Fantasyguide: Neben den Titelbildern für Phase X machst du ja seit neuestem auch das Layout. Erzähle doch mal was über diese doch eher unscheinbare, aber anstrengende Arbeit!

 

Susanne Jaja: : Für die Phase-X-Titelbilder bin ich nicht allein zuständig; das geht im Wechsel mit Chrissi Schlicht – für Ausgabe 4 wird Chrissi wieder das Cover machen.

Dass das Layout eine unscheinbare Arbeit ist, ist eine gewagte These. Es ist schließlich das erste, was jedem unter die Augen kommt, der das Magazin aufschlägt - noch ehe er zu lesen beginnt. Wenn’s da wie Kraut und Rüben aussieht, könnten die Artikel noch so brillant sein, so richtig käme wohl keine Freude beim Lesen auf. Nun ist das Layoutraster der Phase X schon vor meinem Einstieg ins Team sehr ansprechend fertig konzipiert gewesen (von Christian Endres) – die schwierige Arbeit, ein stimmiges und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bietendes Raster zu finden, war also zum Glück schon professionell erledigt. Aber auch innerhalb dieses Rasters nun die Texte mit verschiedenen Abbildungen und grafischen Elementen in ein lesefreundliches, ansprechendes Ganzes zu bekommen, ist eine komplexere Aufgabe, als es zunächst scheint. Nicht ohne Grund gibt es eine Ausbildung zum Mediengestalter – als Quereinsteigerin hatte und habe ich noch immer eine Menge zu lernen. Da grundlegende Gestaltungsprinzipien auch für das Bildermachen von Bedeutung sind, war der „Crashkurs Typo und Layout“ ganz sicher eine Horizonterweiterung, die mir auch in dieser Hinsicht hilft. Layouten ist eine stark formalisierte Form der Gestaltung – Kenntnis der Regeln des Layouts nützen beim Bildermachen ebenso, wie eine zeichnerisch-kreative Ader beim Layouten.

Im Studium habe ich jahrelang die Fachbereichszeitung der Biologen und Chemiker „Weird Science“ mitlayoutet (ein sagenhaftes Blatt, irgendwo zwischen „Simplicissimus“, „Mad“, „Arbeiterkampf“ und „Brehms Thierleben“ ... ) – damals mit Lichttisch, Schere, Fixogum und 100000 Tippfehlern in den an Schreibmaschinen nach Augenmaß block“gesetzten“ Artikeln. Nicht zu vergessen die wunderbaren Letraset-Rubbelbuchstaben für die Headlines ... das Layout für eine Ausgabe machten wir an einem gemütlichen Nachmittag fertig, der sich in einem Happening garniert mit Keksen, Jasmintee und ziemlich lauter Musik oft ein bisschen in die Nacht hineinzog. Das läuft bei Phase X nun deutlich anders. Im digitalen Zeitalter haben Fixogum und Lichttisch ausgedient – und statt Happening hocke ich allein vor dem Rechner und puzzle die Artikel mit einem Layoutprogramm zurecht. Und ich bin dabei leider nicht annähernd so rasant, wie zu güldener Studienzeit unter Jasminteeeinfluss. Es liegt aber nicht am Jasmintee, sondern natürlich an gestiegenen Ansprüchen; war damals irgendeine Pappnase mit der Spaltenbreite durcheinandergekommen, haben wir das nicht etwa neu abgetippt, sondern so zusammengebaut, eventuell habe ich dann einen kleinen bösen Cartoon zur Strafe dazugezeichnet. Das Raster war uns heilig, aber wir hatten es eilig. ;-) So sakrosankt war’s also nicht.

Heutzutage liefern die Redakteure elektronische Dokumente, die ich selbst setze. Wenn ich erkennen kann, was Fließtext, Randspalte oder Überschrift ist (was manchmal nicht so ohne weiteres möglich ist.) Und wenn das benötigte Bildmaterial mitgeliefert wurde. Manchmal ist das alles noch etwas mühsam und es kommt zu unnötigen Reibungsverlusten, die aus der noch nicht so ganz eingespielten Zusammenarbeit herrühren – und daher, dass die wenigsten Artikelschreiber es gewöhnt sind, sich über die Arbeit des Layouters generell und das Layout ihres Artikels im speziellen Gedanken zu machen. Was sich sicher ändern wird. Trotzdem hätte ich nichts dagegen, wenn die Layoutarbeit ein bisschen was vom „Weird-Science“-Happening-Charakter zurückgewinnen würde; ich hoffe sehr, es finden sich bald noch einzwei motivierte, mit allen Layoutwassern gewaschene Mitstreiter - für Jasmintee (oder irgendwelche Ersatzflüssigkeiten) und so weiter – ob virtuell oder real - würde ich liebend gern sorgen!

 

 

Leselupenbücher: Entdeckungen und andere Unwägbarkeiten der Zukunft

Fantasyguide: Mir persönlich hat deine Illustration in SONO 6 „Funny Phantastik“ besonders gut gefallen. Daher die Frage, welche deiner Werke würdest du hervorstellen?

 

Susanne Jaja: : Freut mich, dass es dir gefallen hat – aber welches denn? In der SONO 6 waren ja insgesamt vier Bilder von mir, inklusive Cover ...

Die Frage, welche Werke ich hervorstellen würde ist sehr schwierig zu beantworten. Meist liegen mir die neuesten Bilder, oder das, womit ich mich gerade beschäftige, am meisten am Herzen – demgegenüber bin ich aber auch absolut betriebsblind. So ziemlich immer finde ich nach einiger Zeit etwas, was ich besser ganz anders, und überhaupt viel besser hätte machen sollen. Davon abgesehen habe ich aber natürlich schon ein paar Bilder, die mir besonders lieb und teuer sind – neben der KLP-nominierten roten Wüstenlandschaft sind das vor allem die Cover zur Anthologie „Die Wasser der Zukunft“ der Edition Ponte Novu (herausgegeben von Beate Schütz – den Verlag gibt’s leider nicht mehr und das Buch ist auch vergriffen.) und das Titelbild für den zweiten SF-Band der Leselupenbibliothek („Entdeckungen und andere Unwägbarkeiten der Zukunft“, herausgegeben von Ulrike Jonack.) Beiden gemeinsam ist die Verwendung der Erde als zentrales Bildelement (in beiden verwendete ich das im Rahmen der Apollo-17-Mission von Schmitt oder Evans am 7.12.1972 geschossene Foto der Erde.) Dieses wunderbare Motiv beschäftigt mich schon länger und hat mich zu zahlreichen Bildern inspiriert - die beiden Cover sind also nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Was sich mit Fertigstellung meiner Homepage ändern soll – dort will ich u.a. alle bisher entstandenen Bilder zum Thema Erde gern komplett vorstellen. (wenn die Homepage soweit ist, findet man sie unter www.susannejaja.de - es kann sich nur noch um Monate handeln. Wer sich dafür interessiert, sollte ab und zu mal nachgucken ...)

Ähnlich beflügelnde Wirkung hatte das Coverbild für „Man gönnt sich ja sonst nichts“ (den ersten SF-Band der Leselupenbücherei, ebenfalls herausgegeben von Ulrike Jonack) auf dem sich ein genüsslich im Liegstuhl ein Buch schmökerndes Alien am Pilzpalmenstrand eines auch sonst ziemlich fremdartigen Gestades räkelt. Nach diesem ersten merkwürdigen Lebewesen kam mir eine ganze Menagerie sympathischer Alienlebensformen in den Sinn – und in einem mittelschweren Anfall wissenschaftlicher Systematik habe ich daraus die Fragmente einer zoologischen und botanischen „Encyclopaedia Galactica“ gemacht (speziell der lentikulären und irregulären Galaxien, aber das ist völlig unerheblich.) An deren Komplettierung arbeite ich eifrig weiter, wenn ich Zeit dazu finde. Leider liegt nur wenig davon herum.

 

 

SONO : Funny Phantastik

Fantasyguide: Mittlerweile gibt es ja viele Illustrationen aus deiner Feder. Gib den Lesern doch mal einen Überblick über dein bisheriges Schaffen und vielleicht auch einen Ausblick auf die Zukunft.

 

Susanne Jaja: : Ich habe zwar einen Riesenstapel Bilder im Laufe der Jahre produziert, aber die Zahl der Illustrationen darunter ist noch relativ übersichtlich – mit dem Illustrieren habe ich schließlich erst 2004 ernstlich begonnen. Die Initialzündung war das Titelbild zu „Man gönnt sich ja sonst nichts“, dem schon erwähnten ersten SF-Band der Leselupenbücherei. Danach konnte ich noch ein paar anderen Bänden der Leselupenbücherei ein Cover verpassen – 2004 zunächst dem zweiten Krimi-/Horrorband „Schattenseiten“ (für den dritten Band, der leider bisher nicht zustande kam, ist auch schon ein Bild fertig ...), 2006 folgten die Titelillustrationen zur Märchensammlung für Erwachsene „Und weil sie nicht gestorben sind ...“ und vom ebenfalls oben schon erwähnten SF-Band 2 „Entdeckungen und andere Unwägbarkeiten der Zukunft“.

Seit 2005 habe ich dann auch bei der SONO ein bisschen mitillustriert – die ersten Bilder finden sich in der Ausgabe 5 „Kid Power“, und bei der bisher letzten Ausgabe „Funny Phantastik“ gehen das Titelbild und weitere drei Innenillustrationen auf mein Konto. (Und eine Kurzgeschichte, aber das nur am Rande.)

Bei Phase X bin ich mit Ausgabe 2 „Vergessene Perlen der Phantastik“ eingestiegen – mit dem Titelbild und einem Artikel über die Shadoks, (die komischsten Vögel des Universums, auch das nur am Rande.) Für Phase X3 „Per Anhalter durch die Phantastik“ war’s das Titelbild – und das Layout. (In Phase X4 wird Chrissi Schlicht das Cover machen, ich steuere zur Abwechslung mal wieder einen Artikel bei – und das Layout.)

Außerdem erwähnenswert finde ich noch das Coverbild zur EPN-Anthologie „Die Wasser der Zukunft“ (– welches wie bereits gesagt zu meinen persönlichen Favoriten zählt.) Ansonsten gibt es noch eine größere Anzahl Bilder, die ich für verschiedene Selbstverleger gemacht habe und mache (das ist - u.a. - mein Job), die Bücher sind aber meistenteils nicht für den Buchmarkt, sondern reine Privatzwecke hergestellt (Familienchroniken, Kinderbücher, Gedichtbände – so etwas.)

Die Zukunft ... na, ich bin jederzeit offen für Anfragen nach Illustrationen, Bilder oder für Coveraufträge. Ob von Verlagen oder Privatleuten – ich hätte auch nichts gegen Aufträge für größere Produktionen und von Publikumsverlagen (... ist wohl das Ziel jedes Illustrators ...)

Ansonsten arbeite ich bei jeder günstigen Gelegenheit weiter an meinen Projekten - der „Enzyklopädie“, dem „Erde-Zyklus“, male, was mir in den Sinn kommt, schicke Beiträge an Wettbewerbe und gucke gespannt, was dabei rauskommt.

 

Fantasyguide: Neben dem Zeichnen schreibst du auch. Hast du den Schreibstift zugunsten des Zeichenstift dauerhaft zur Seite gelegt oder können wir da in der Zukunft auch noch etwas erwarten?

 

Susanne Jaja: : In letzter Zeit habe ich die Schreiberei ziemlich vernachlässigt (mal abgesehen vom Indexschreiben und kleineren journalistischen Sachen.) Das soll aber nicht so bleiben. Da schlummert ja nicht nur das alte, versandete Romanfragment auf meiner Festplatte, sondern noch einiges andere. Ein Haufen Ideen für Kurzgeschichten, die nur darauf warten, dass ich Zeit und Muße zum Schreiben finde. Artikel, für Phase X und anderes. Und ein Drehbuchprojekt. Auch ein weiterer Roman, der Bestandteil eines mit mehreren anderen Autoren geplanten Romanzyklus werden soll (Genre „Funny Phantastik“ – so würde ich das jedenfalls nennen.) Diesmal ist die Geschichte besser vorausgeplant, der Plot fertig ausgearbeitet – ich muss die restlichen achtzehn Kapitel nur fertig schreiben. Da aber anderes weiter oben auf der Prioritätenliste steht, wird es damit wohl noch etwas dauern, fürchte ich. Derzeit beschäftigen mich eher die Texte anderer, denn ich engagiere mich nebenbei noch im jungen Skalding-Verlag der gerade sein erstes Programm vorbereitet – das Lektorat läuft auf Hochtouren und wenn alles glatt geht, erscheint das erste Buch – ein Fantasytitel - im Frühjahr oder Herbst 2008.

Ach, und meine künftige Homepage muss ich auch noch fertig basteln ... Zu dumm, dass der Tag nur 36 Stunden und die Woche nur neun Tage hat ... ;-)

 

Fantasyguide: Wir bedanken uns für das interessante Gespräch und wünschen dir für die Zukunft alles Gute.

 

Susanne Jaja: : Ich danke für Euer Interesse und die guten Wünsche!

 

Die Wasser der Zukunft

Eure Meinung:

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Susanne Jaja

weitere Infos:

Die Seite des Magazin Phase X

Phase X

Per Anhalter durch die Galaxis

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Erstellt: 28.04.2007, zuletzt aktualisiert: 14.03.2019 18:59