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Interview mit Bernhard Kempen

Bernhard Kempen

Redakteur: Ralf Steinberg

 

Übersetzer stehen nicht in der ersten Reihe. Meist bemerkt ein Leser ihre Arbeit gar nicht, obwohl er wahrscheinlich das Buch im Original überhaupt nicht lesen könnte.

Bernhard Kempen ist seit Jahren freiberuflicher Übersetzer, Autor meist erotischen Kurzgeschichten, Lektor und Gründungsmitglied des Shayol Vereins.

Im Alien Contact setzte er sich in mehreren Artikeln mit seiner Tätigkeit als Übersetzer auseinander, Grund genug, ihn mit Fragen zu löchern:

 

The man behind the originals

 

 

FantasyGuide: Hallo Bernhard, bitte stelle Dich doch einmal kurz unseren Lesern vor.

Bernhard Kempen: Wo soll ich da anfangen, ich habe so viel gemacht...

Ich bin jetzt seit ungefähr zwölf Jahren professioneller Übersetzer. Habe vorher Literaturwissenschaft studiert, nebenbei meinen Doktor gemacht und arbeite jetzt zunehmend auch als Autor.

 

FantasyGuide: Du hast Dich in Artikeln für das Magazin Alien Contact näher mit der Arbeit als Übersetzer auseinandergesetzt.

Wie wirkt sich diese eher wissenschaftliche Beschäftigung damit auf Deine eigenen Übersetzungen aus?

Bernhard Kempen: Durch den literaturwissenschaftlichen Hintergrund könnte es sein, dass ich meine Arbeit etwas bewusster mache, dass ich etwas genauer auf Probleme achte, oder von möglichen Problemfällen zumindest gehört habe. Wenn es zum Beispiel darum geht, ob man einen Text möglichst nah am Original übersetzt, oder etwas freier damit umgehen sollte.

 

FantasyGuide: Der Übersetzer wird kaum gewürdigt, selten in Rezensionen erwähnt und meist nur über seine Fehler bekannt. Und doch hältst Du den unscheinbaren Übersetzer für den Besten. Ist das nicht demotivierend?

Bernhard Kempen: Schon. Aber es kommt ja nicht darauf an, sich als Übersetzer in den Vordergrund zu spielen oder mit eigener Stilistik zu brillieren. Wer das macht, der verfehlt eigentlich seine Aufgabe, denn es soll ja darum gehen, das Buch so zu präsentieren, und das ist jetzt mein Motto, wie der Autor es geschrieben hätte, wenn er Deutscher gewesen wäre oder er es in deutscher Sprache geschrieben hätte.

 

FantasyGuide: Usch Kiausch arbeitete bei Singularität von Charles Stross sehr viel mit Fußnoten...

Bernhard Kempen: Das ist natürlich ein Grenzfall. Ich versuche das zu vermeiden. ein Autor arbeitet in der Regel auch nicht mit Fußnoten, sondern versucht den Text so zu schreiben, dass er sich von selber erklärt und das versuche ich als Übersetzer auch. Ob das der Weißheit letzter Schluss ist, kann ich nicht beurteilen, das ist meine persönliche Meinung.

 

FantasyGuide: Du hast ja bereits den Kurd Laßwitz Preis 1999 für die beste Übersetzung erhalten. Wie war das damals für Dich und was hältst Du von solchen Preisen für Übersetzer?

Bernhard Kempen: Zunächst einmal war ich damals erstaunt, weil ich den Preis für eine Übersetzung aus dem australischen Englisch erhalten habe. ich wusste gar nicht, dass ich so gut im australischen Englisch bin. Ich finde es natürlich richtig, dass mit solchen Preisen auf die Arbeit der Übersetzer hingewiesen und das auch mal gewürdigt wird. Ich denke, das hat auch in der Öffentlichkeit den Effekt, dass sich die Leute bewusst machen, so ein Text ist ja übersetzt, das hat ja ein Michael Crichton oder Steven King nicht in Deutsch geschrieben, da muss ja noch jemand anders seine Finger im Spiel gehabt haben.

 

FantasyGuide: Gibt es eigentlich Vorbilder für Dich, berühmte Übersetzer, deren Arbeit Du bewunderst?

Bernhard Kempen: Eigentlich nicht, Ich habe mir das alles selber erarbeitet. Ich höre natürlich auf Kritik und das, was Kollegen mir so erzählen oder raten. Aber ich kann nicht sagen, das ich da jemand habe, der für mich maßgebliches Vorbild ist.

 

FantasyGuide: Bist Du denn in der Lage, andere Übersetzer ihre Arbeit einschätzen zu können?

Bernhard Kempen: Doch, das find ich schon. Ich könnte sagen, ob jemand ein guter Übersetzer ist oder nicht. Ich arbeite ja hin und wieder auch mal als Lektor. Ich finde es dann ganz interessant, auch mal die Gegenperspektive zu haben. Um sich selbst kritisch beurteilen zu können.

 

FantasyGuide: Du betonst in Deinen Artikeln, dass Deine eigentliche berufliche Qualifikation, also Dein Studium, Dir in weit geringerem Maße nützlich war, als man im Allgemeinen erwarten könnte. Was würdest Du heute jungen Leuten empfehlen zu studieren, wenn sie Literatur-Übersetzer werden möchten?

Bernhard Kempen: Das ist schwer zu sagen, Zunächst einmal, dass ich es so gemacht habe, liegt an meinen speziellen Interessen. Ich war immer mehr daran interessiert, Autor zu werden und habe vor diesem Hintergrund Literaturwissenschaften und im Nebenfach Philosophie studiert. Ich hätte mir während des Studiums nicht vorstellen können, dass ich einmal Übersetzer werden könnte. Das hat sich später so irgendwie ergeben. Viele meiner Übersetzerkollegen haben nicht studiert, was ihnen überhaupt nicht schadet. Ein Kollege hat mir sogar mal erzählt, dass ich in bestimmten Bereichen nicht erwähnen sollte, einen Doktor und einen akademischen Hintergrund zu haben. Da gibt es dieses Vorurteil, dass sich Akademiker nicht so flüssig ausdrücken können, wie Menschen, die eine schöne Einstiegszene schildern können ohne dabei von irgendwelchen akademischen Erwägungen abgelenkt zu werden.

Ein Übersetzer sollte englisch können. Er sollte deutsch können – un auch deutsch schreiben und sich auf Deutsch ausdrücken können. Und er sollte auch entweder eine große Allgemeinbildung haben, oder zumindest das Interesse, sich in die unmöglichsten Gebiete einzuarbeiten.

Ich empfehle auch immer selber etwas zu schreiben um ein Sprachgefühl zu entwickeln, was ich bei Leuten vermisse, die mal etwas übersetzen und so etwas vorher noch nicht gemacht haben. Da merke ich dann, dass denen das deutsche Sprachgefühl fehlt, dass die zusehr am Englisch des Originals kleben.

 

FantasyGuide: Du hast als Lektor gearbeitet und hast dort auch die Versuchung empfunden, Texte den eigenen Ansprüchen anzupassen. Gerade bei eher simplen Texten, wie etwa Star Trek Romane, könnte doch auch ein Übersetzer dieses Kribbeln spüren. Wie sieht’s da bei Dir aus?

Bernhard Kempen: Bei manchen Büchern ist die Versuchung recht groß, den Autor wenn er Fehler gemacht hat, zu verbessern. Wenn das keinen großen Eingriff in die Integrität des Textes darstellt, mach ich das schon. Aber ich würde nicht auf die Idee kommen, das Buch ohne Erlaubnis des Autors völlig umzuschreiben. Das ist etwas anderes, wenn ich als Lektor direkt mit dem Autor zu tun habe, und ihm sage, hör mal zu diese Passage gefällt mir nicht so und dann können wir uns einigen, das er die noch mal neu schreibt, oder ich die so anpasse, wie ich das für besser halte.

 

FantasyGuide: Du bist ja auch Autor...

Bernhard Kempen: Ja könnte sein, dass das manchmal hilft.

 

FantasyGuide: Du schreibst, dass Du Dein Gehirn nicht mit Vokabeln belasten willst, die Du nur zwei- dreimal im Leben benötigst. Gibt es Wörter, die Dir dennoch in Gehirn gebrannt sind, einfach weil sie so erstaunlich sind?

Bernhard Kempen: (überlegt lange) Mhm, da gibt es dieses Wort im Englischen, wo ich immer überlege, warum verwenden die das immer. (überlegt weiter)

Nein, das fällt mir nicht ein. Das ist wie eine Blockade. Übersetzen ist ein One-Way-Job. Es fällt mir auch oft schwer, mich auf englisch zu unterhalten oder etwas Englisches zu schreiben, da fallen mir viele Vokabeln einfach nicht ein. Wenn ich die Vokabel auf englisch sehe, weiß ich sofort, was sie bedeutet. Weil man einfach in diese Richtung funktioniert – vom englisch nach deutsch und andersrum ist es etwas mühsamer

 

FantasyGuide: Du übersetzt während des Lesens. Geht das Absatzweise oder wie genau funktioniert diese parallele Arbeit?

Bernhard Kempen: Ich arbeite eigentlich satzweise. Ich lese einen Satz und dann übersetze ich den. Mach im Deutschen auch einen Punkt, so arbeite ich mich dann voran. Es sei denn, es gibt natürlich Sätze, die man auf Anhieb nicht gleich versteht, und da kommt es dann schon mal vor, dass ich ein paar Sätze weiter lese. Aber höchstens bei einer schwierigen Passage, dass ich die ganze Seite lese um den Zusammenhang zu verstehen. Aber dann arbeite ich wieder satzweise.

 

FantasyGuide: Bekommst Du den Text als Datei oder musst Du das Buch tatsächlich lesen?

Bernhard Kempen: In der Regel bekomme ich das englische Buch, was ich auch praktischer finde, dann kann ich es mir unter den Monitor legen und auch vom Buch aus auf den Monitor gucken.

 

FantasyGuide: Passiert es auch, dass man Sätze vergisst?

Bernhard Kempen: Peinliche Frage... Ich redigiere die Übersetzung anschließend noch mal und da ist mir schon ein- zweimal aufgefallen, dass da offenbar etwas fehlt und letztendlich fehlte da auch ein Satz oder auch ein „nicht“. Da merkt man beim Korrekturlesen dann, dass da etwas nicht passt, es nicht stimmen kann, was man da so geschrieben hat. Aber dafür ist das Redigieren dann da.

 

FantasyGuide: Wie verbreitet sind Übersetzungsgimmicks wie etwa das Einbringen eines realen Namens bei Ian Watson?

Bernhard Kempen: Ich denke mal, das kommt relativ selten vor. Ich habe das nur dieses eine mal gemacht. Ich kann mich jetzt nicht an was anderes erinnern, außer in einer Übersetzung habe ich mal einen lockeren Spruch, ich weiß nicht mal mehr, wie er im Original hieß, übersetzt mit, es ging da um irgendeine kleine Stadt, und da möchte ich nicht ton übern Zaun hängen. Das ist eine sehr sehr freie Übersetzung, ich find aber den Spruch einfach so lustig, den hab ich dann an der Stelle mit rein gebracht, damit habe ich auch nicht den Sinn entstellt, sondern das ganze etwas mehr zugespitzt, als es im Original war.

Solche Sachen mache ich schon mal. Von meinen Kollegen hab ich das auch nur sehr selten gehört, das sie so, ich sag mal privaten Gags mit reinbringen. Man sollte es auch sehr behutsam tun, man sollte es nicht damit übertreiben.

 

FantasyGuide: Andreas Brandhorst ist unseren Lesern kein Unbekannter. Gemeinsam habt ihr am Heyne Star Trek Pool gearbeitet. Wie sieht’s dort aus? Was macht Eure Zusammenarbeit?

Bernhard Kempen: Es erscheint sehr wenig Star Trek bei Heyne, das schafft Andreas offenbar problemlos alleine, von daher werd ich auch nicht mehr gefragt, ob ich Star Trek übersetze will, sollte, wollte.

 

FantasyGuide: Hast Du das Abflauen der Star Trek Welle denn mitbekommen?

Bernhard Kempen: Ja, es wurde über einen gewissen Zeitraum immer weniger. Auf der einen Seite hat Star Trek schon immer Spaß gemacht auf der anderen Seite ist es schon nicht schlecht, wenn man mal andere Sachen übersetzen kann. Weil, wenn man sehr lange an einer Serie sitzt, kann es dann schon etwas in Routine ausarten und bisschen öde werden.

 

FantasyGuide: Bist Du dadurch ein Star Trek Experte geworden?

Bernhard Kempen: Auf jeden Fall hat sich mein Wissen über Star Trek dadurch erheblich erweitert.

 

FantasyGuide: Terry Pratchett sagte uns im Interview, dass Englisch gut für Witze und Deutsch gut zum Autobauen sei. Wie sieht Dein Vergleich aus?

Bernhard Kempen: Das ist ein guter englischer Witz. Grundsätzlich hat er Recht. Weil: Jetzt könnte ich bissig erwidern, da das Englisch so einfach strukturiert ist, ist es leichter Wortspiele zu machen, weil jedes dritte Wort ähnlich klingt. Das Deutsche ist da etwas komplizierter und sperriger. Was aber andererseits wieder eine große Herausforderung sein kann. Ich merke beim Übersetzen, dass viele englische Wortspiele sich nur schwer oder gar nicht ins Deutsche übertragen lassen. So freut es mich dann, wenn ich merke, dass ich’s doch mal geschafft habe einen Gag auf Deutsch zu bringen.

 

FantasyGuide: In den Manabüchern musstest Du auch eine moderne Übertragung des Kalevala Gedichts einarbeiten. Wie ist Dein Hang zu Lyrik-Übersetzungen?

Bernhard Kempen: Lyrik habe ich bislang selten übersetzt. Ian Watson war hier in gewisser Hinsicht ein kleiner Durchbruch für mich. Was die Kalevala-Texte betrifft, existiert da ja eine Übersetzung, die ich allerdings in einigen Stellen anpassen musste, weil sie sonst den Sinn nicht transportiert hätte. Und dann hatte er zwischendurch immer diese kleinen Tangolieder, die so ein bisschen nach dem Motto „Reim dich oder ich fress dich“ konstruiert sind, die zu übersetzen, hat Spaß gemacht. Inzwischen hab ich selbst so Gedichtchen verfasst, erotische Sachen, die auch ganz gut funktionieren. Früher hatte ich überhaupt keinen Bezug zu Lyrik und das hat sich so nebenbei hineingemogelt.

 

FantasyGuide: Es gibt wahrscheinlich auch keinen großen Markt für englische Lyrik in Deutschland, oder?

Bernhard Kempen: Ja, das dürfte sehr minimal sein. Es gibt ja kaum einen Markt für deutsche Lyrik in Deutschland. Ich hab das mal mitgekriegt, dass die Auflagen von Lyrikbänden sich durchaus in dem Bereich bewegen, was wir in der Science Fiction Szene als Fanzine-Auflage kennen. Das sind hunderte und wenn’s hoch kommt, mal 1000 Stück, die sich da verkaufen.

 

FantasyGuide: Eine Zusammenarbeit zwischen Autor und seinem Übersetzer stellt die Ausnahme dar. Selten kennen die Autoren auch nur die Namen der Leute, die ihre Bücher in fremden Landen lesbar machen. Wäre es nicht Aufgabe der Verlage, dort einen intensiveren Austausch anzustreben?

Bernhard Kempen: Da sehe ich kein Problem, im Regelfall muss ich keine Rücksprache mit dem Autor halten, wenn es sich um einen durchschnittlich schwierigen Unterhaltungsroman handelt. In schwierigen Fällen kann es schon mal sinnvoll sein mit dem Autor Kontakt aufzunehmen. Da helfen die Verlage wirklich weiter, die dann die Mail-Adresse geben oder den Kontakt auf andere Weise herstellen

 

FantasyGuide: Du hattest also nur mit Ian Watson und William Sarabande Kontakt?

Bernhard Kempen: Später hatte ich noch mit Peter David Kontakt, wobei das auch ein ganz lustiger Kerl ist. Mit dem bin dann zusammen mal auf einem Con in Deutschland aufgetreten und den hatte ich denn auch wegen einiger Dinge angeschrieben.

 

FantasyGuide: Ist es üblich, dass man Antwort erhält?

Bernhard Kempen: Ich hab bisher immer Antwort bekommen. Die Autoren sollten ja auch daran interessiert sein, dass die Übersetzung gut wird und den Übersetzern dabei auch helfen. Ich hab den Autor auch schon mal gemailt, wie toll ich das Buch fand, in dem Fall hab ich dann keine Antwort bekommen. Möglicherweise ist das als Fanmail irgendwie durchgerutscht.

 

FantasyGuide: Bei William Sarabande wurdest Du im Nachhinein damit konfrontiert, dass er eine Frau ist. Hat das Geschlecht des Autors Einfluss auf Deine Stilistik beim Übersetzen?

Bernhard Kempen: Nein. Da orientiere ich mich ganz am Stil des Textes. Ich hab inzwischen auch schon einige Werke von Frauen übersetzt und hatte damit überhaupt keine Schwierigkeiten als Mann. Zum Beispiel die Frauenkrimis von Jane Graves, die nichts mit Science Fiction zu tun haben, das ist ziemlich lockerer, flapsiger Stil, lustig erzählt. Da habe ich mich einfach hineingedacht in die Situation und versucht, das so kongenial wie es geht rüber zu bringen.

 

FantasyGuide: Änderst Du die Stilistik eigentlich auch? Jeder Autor hat ja seinen eigenen. Bei der Übersetzung des Gemeinschaftswerkes von Clarke/Baxter „Zeit-Odyssee“ bleibt in der deutschen Übersetzung nur ein Stil übrig.

Bernhard Kempen: Ja, wie gesagt, ich versuche mich da dem Autor anzupassen. Ich denke, ich habe da keinen speziellen Stil, woran man erkennt: Das ist eine Bernhard Kempen Übersetzung. Es mag sein, dass Außenstehende dann doch gewisse Macken von mir erkennen. Ein Fall mit zwei Autoren würde ich als zwiespältig empfinden, weil es offenbar eine Serie ist. Bei Star Trek habe ich auch versucht, die stilistischen Unterschiede nicht so stark werden zu lassen, sondern habe eine Art Star Trek Stil geschrieben. Wenn ich nun Greg Egan oder Ian Watson übersetze, müssen diese jeweils ganz anders klingen, weil sie im Original auch anders schreiben. Serien sind da vielleicht ein Sonderfall.

 

FantasyGuide: Als Übersetzer sagst Du: Literatur ist nicht heilig. Wie steht der Autor Bernhard Kempen dazu?

Bernhard Kempen: Inzwischen ähnlich. Wenn ich selber einen Text schreibe, dann betrachte ich den auch nicht als heilig, da ich erst einmal hören will, was Testleser oder Lektoren dazu sagen. Wenn die mich auf Fehler hinweisen oder Ratschläge geben, was ich anders machen sollte, und ich das einsehe, dann mach ich das auch.

 

FantasyGuide: Könntest Du Deine Werke ins Englische übertragen?

Bernhard Kempen: Ich könnte es versuchen, aber es ist mit Sicherheit keine akkurate Übersetzung. Also keine die ich veröffentlichen würde, ohne einen Gegenleser zu haben.

 

FantasyGuide: Übersetzt Du nur aus dem Englischen oder auch aus anderen Sprachen?

Bernhard Kempen: Seit vielen, vielen Jahren nur aus dem Englischen. Ich könnte theoretisch auch Französisch übersetzen, müsste aber sehr viel im Wörterbuch nachschlagen, da ich da nicht so einen aktiven Wortschatz habe. Ich kann auch so ein bisschen Spanisch und Italienisch, aber da müsste ich noch mehr nachschlagen. Ich hab vor zwei Jahren die deutsche Übersetzung einer Story von einem französischen Autor für Alien Contact redigiert, allerdings aus der englischen Fassung, die der Autor selber verfasste, hatte aber die französische Fassung daneben liegen, um im Zweifelsfall nachgucken zu können, wie das jetzt ursprünglich gemeint war.

 

FantasyGuide: Die Übersetzungen für den ersten Band der Sturgeon Werkausgabe wurden in einem Uniprojekt zur Förderung junger Übersetzer angefertigt, bzw. vorbereitet. Warst Du daran beteiligt?

Bernhard Kempen: Ich hatte damit nichts zu tun.

 

 

FantasyGuide: Danke Dir, dass Du trotz Sonnenschein mit mir im Kämmerchen verbliebst und Dich ausfragen ließt.

Bernhard Kempen: Kein Problem.

 

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Erstellt: 28.06.2005, zuletzt aktualisiert: 20.06.2022 18:24