Nirvy hat ihre Ausbildung abgeschlossen und tritt ihren Dienst an. Sie trifft auf ehemalige Mitschüler, die Nordgard schon vor ihr verlassen hatten. Mit ihnen soll sie einen Gefangenentransport eskortieren und anschließend eine diplomatische Mission zum Volk, dem sie entstammt, den Inari, unternehmen. Dort erwartet sie allerdings eine ganze Reihe an Überraschungen.
Nach dem Ende des 1. Bandes (Nordgard) um seine Protagonistin Nirvy lässt Lucian Frey handlungsmäßig mehrere Jahre vergehen, bis wir ihr in diesem Band wiederbegegnen. Erst hier erfährt der Leser, wie einflussreich Nirvys Adoptivfamilie wirklich ist. Das wurde in Band 1 nicht wirklich deutlich.
Auch nach der Ankunft bei den Inari warten jedoch sowohl auf die Protagonistin als auch auf die Leser zahlreiche Überraschungen, die Nirvys zukünftige Rolle deutlich beeinflussen dürften. Das alles lässt die Handlungswelt erheblich komplexer als in Band 1 erscheinen. Damit deuten sich zahlreiche neue ›Baustellen‹ für die folgenden Bände an. Im Rahmen der Geschehnisse geht der Autor auch in größerem Umfang auf die verschiedenen psychischen Probleme der Protagonistin und ihrer alten Freunde ein, sodass auch die Charaktere deutlich an Tiefe gewinnen. Verglichen mit Band 1, der einen relativen Abschluss bot, endet dieser Band erstaunlich offen. Eine ganze Reihe an Fragen bleibt am Ende unbeantwortet. … um hoffentlich im kommenden Band beantwortet zu werden.
Der Autor folgt erzählerisch überwiegend seiner Protagonistin, doch gibt es auch eine größere Anzahl an Szenen, die in Nirvys Abwesenheit handeln.