Jack Perdu und die Wächter der Unterwelt von Katherine Marsh

Reihe: Jack Perdu Bd.2

Rezension von Bine Endruteit

 

Jack ist mit Cora und Austin in einem Korridor tief unter den Hochhäusern der Stadt unterwegs. Eigentlich wollte er sich zu einem Date mit Cora verabreden, da er schon seit längerem ein Auge auf sie geworfen hat, doch sie hat Austin mitgebracht und nun sind sie zu dritt auf Abenteuer-Suche. Womit Jack jedoch nicht rechnet ist, dass er erneut einen Zugang zur Unterwelt finden soll. Er selbst war bereits einmal in der Welt der Geister und weiß, was ihn dort erwartet, für Austin und Cora ist das jedoch neu. Deswegen nutzt er die Gunst der Stunde und zeigt Cora, wie er fliegen kann. Austin ist das dann auch alles zu unheimlich und er flüchtet lieber, was Jack durchaus freut. Doch Jack hat nicht daran gedacht, wie gefährlich es ist, sich als Lebender in der Unterwelt aufzuhalten, und es dauert nicht lange, da werden sie auch schon von Zerberus, dem dreiköpfigen Hund, und einigen Wächtern verfolgt. Da kann auch Jacks Geisterfreundin Euri nicht helfen und sie müssen sich erstmal in Sicherheit bringen. Nun steht Jack gleich vor mehreren Problemen: Einerseits muss er Cora erstmal erklären wo sie ist und dass sie so schnell wie möglich wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren muss, dann muss er dringend mit Euri reden, die er so lange nicht gesehen hat und der gegenüber er ein Versprechen nicht halten konnte. Und zu guter Letzt ist es natürlich das gemeinsame Ziel der drei Gefährten, einen Weg aus der Unterwelt heraus zu finden.

 

Mit „Jack Perdu und die Wächter der Unterwelt“ entführt die Autorin Katherine Marsh ihre Leser bereits das zweite Mal in ihre ganz eigene Geisterstadt. Sie lässt Geschichten aus der griechischen Mythologie in ihren Romanen auf moderne Wiese neu aufleben. Euri entspricht niemand anderem als Eurydike. Doch von ihr wurde im vorangegangenen Roman erzählt, mit Cora widmet sich Marsh dem Persephone-Mythos. Sie lässt ihre Protagonisten selbst Spaß an Latein und den alten Sagen haben, so dass sie sie problemlos einweben kann.

 

Was leider auffällt, wenn man den zweiten Jack Perdu-Roman liest, ist, dass es zahlreiche Wiederholungen gibt. Die Handlung bietet nicht viel Neues, Jack kommt fast nur an Orte, die er bereits kennt und die somit auch für den Leser nichts unerwartetes mehr bieten. Allzu oft liest man Sätze wie „Genau wie bei seinem letzten Besuch...“ oder „Jack kannte bereits...“. Wer „Jack Perdu und das Reich der Schatten“ bereits kennt, wird also auf zu viel Bekanntes stoßen. Neulinge haben da fast mehr Vergnügen an der Story, da sie auch ohne Vorkenntnisse recht gut zu verstehen ist.

 

Neu ist, dass Jack sich nun verstärkt darum kümmert, wie es anderen geht, wir begleiten ihn auf seinem Weg zu einer wichtigen Erkenntnis. Sein vorrangiges Ziel ist es, Cora unbeschadet zurück in ihre Welt zu bringen. Insgesamt sind seine Gefühle deutlich erwachsener geworden.

 

Trotzdem liest sich das Buch durchaus spannend und man wird schnell von Katherine Marshs Worten gefesselt. Es gelingt ihr, so zu schreiben, dass man sich gut mit den Personen identifizieren und sie verstehen kann. Man fühlt sich durchaus von der Handlung gefesselt, wenn man nicht zu viel über diverse Wiederholungen nachdenkt und sich einfach in das Geschehen fallen lässt. Und gerade jugendliche Leser, auf die der Roman abgestimmt ist, werden bestimmt ihren Spaß an „Jack Perdu und die Wächter der Unterwelt“ haben.

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MEDIUM:

Jack Perdu und die Wächter der Unterwelt

Reihe: Jack Perdu Bd.2

Autor: Katherine Marsh

Boje Verlag (3. August 2009)

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

ISBN-10: 3414820854

ISBN-13: 978-3414820853

Erhältlich bei: Amazon

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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49 | Users Online
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