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Jakob Rubinstein von Andreas Gruber

Rezension von Deborah Kreß

 

Klappentext:

Fünf Phantastik-Fälle des jiddischen Privatdetektivs aus den düsteren Ecken Wiens

Scheinbar sind die düsteren Gassen Wiens der Mittelpunkt unheimlicher Lügen, Intrigen und Verschwörungen. Geheimnisse werden vom Innenministerium vertuscht, Menschen verschwinden spurlos, Konzerne führen inoffizielle Experimente durch, doch der jiddische Privatdetektiv Jakob Rubinstein deckt sie auf ... eher zufällig, denn mit brillanter Logik.

An seiner Seite recherchieren seine Schwester Rachel, die Sekretärin Rita Biedermann, der homosexuelle Kolumnist Nicolas Gazetti und der faule Kater Dr. Watson - ein Team, das erfolgloser nicht sein könnte, doch mit dem Wiener Bürgermeister Dr. Gödl haben sie ein starkes Ass im Ärmel.

Gemeinsam nehmen sie es mit Psychiatern, Wissenschaftlern, der Ärzte-Lobby, der Wiener Polizei und den Regierungsbeamten des Innenministeriums auf, in deren Dunstkreis sie mit ihren Ermittlungen schlittern ...

 

Inhalt:

Der Privatdetektiv Jakob Rubinstein lebt mehr schlecht als Recht von seinem Job, die Aufträge regnen nicht vom Himmel und mit dem Gehalt seiner Sekretärin Rita ist er bereits zwei Monate im Rückstand. Deshalb ist er dann auch froh, als eines Tages Carla von Hörig in sein Büro kommt und ihn beauftragt, ihre achtjährige Stieftochter zu finden, die spurlos verschwand auf der Bahnfahrt von Wien nach Düsseldorf.

Rubinstein ahnt noch nicht, das dies der Auftakt ist für fünf Fälle, an deren abschließendem Ende er sogar vor dem Innenminister Rohrschach steht, auf den er allergisch ist - im wortwörtlichsten Sinne.

 

Aufmachung und Stil:

Das Buch ist gebunden und mit Schutzumschlag, es hat eine gute Papierqualität und scheint stabil zu sein (eine Woche in meinem Rucksack überleben nur die besten!). Die Schriftart ist recht angenehm, allerdings hätte der Zeilenabstand gerne ein wenig größer sein dürfen.

Die Geschichten selber, die in sich abgeschlossen sind und erst im letzten Fall zusammenfliesen haben zum Teil sehr überraschende Wendungen und ungewöhnliche Lösungen. Es sind nicht die typischen Krimi-Enden, wie der Leser sie vielleicht schon zur Genüge kennt, zum Teil sind sie so ungewöhnlich, das der Leser selber bis zur Letzten Minute mit Rubinstein miträt. Der Roman enthält eine ganz gehörige Portion Phantastik, eben gerade bei den Lösungen der Fälle. Es ist aber nicht nur ein phantastischer Krimi zum Mitraten, zum großen Teil ist er auch mit Humor gespickt, den man vor allem bei den Hauptpersonen entdeckt.

Sehr gelungen sind gerade die Personenbeschreibungen. Der Autor Andreas Gruber versteht es vorzüglich, die Protagonisten vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden zu lassen: Rita, die öko-angehauchte Sekretärin mit ihrem faulen Kater Watson, den homosexuellen Journalist Nicolas, Rubinsteins Schwester Rachel, die so jüdisch ist, wie es nur eben geht und natürlich Jakob Rubinstein selber, der im Gegensatz dazu lediglich mit jiddischen Floskeln um sich wirft, aber nichts mehr schätzt als ein gutes Essen beim Chinesen, auch mit Schweinefleisch.

 

Bewertung:

Ein durchweg gutes Buch, wenn man den zum Teil sehr überraschenden und auch ungewöhnlichen Wendungen und Lösungen der Fälle etwas abgewinnen kann. Ich habe es sehr genossen, es zu lesen, stellte mir mit Genus die Landschaften und Gegenden Österreichs und auch die Strassen Wiens vor, und mittendrin Rubinstein, der es nicht immer gerade seiner brillanten Logik verdankt, das er die Fälle löst. Aber wie heißt es so schön? "Kommissar Zufall ist der beste Ermittler".

Ein Buch, das sein Geld wert ist.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302081812480cb21e76
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Titel: Jakob Rubinstein

Autor: Andreas Gruber

limitierte Hardcover Ausgabe

mit Innenillustrationen, 176 Seiten, Covermotiv von Adrian Maleska mit Illustrationen von Alex Mastny

Basilisk Verlag

ISBN: 3-935706-07-3

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 03.09.2005, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 10:11