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Jenseits des Horizonts von Zoe Archer

Reihe: Die Klingen der Rose Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Zoe Archer studierte englische Literatur und schrieb schon als Kind Geschichte. So ist es nicht verwunderlich, dass sie die Schriftstellerlaufbahn einschlug und für mehrere ihrer Romane Preise erhielt. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Los Angeles. „Die Klingen der Rose“ ist der erste Zyklus, der in Deutschland erscheint.

 

Im Jahr 1874 kehrt Hauptmann Gabriel Huntley nach England zurück. Er ist ehrenhaft aus dem Dienst für die Krone entlassen worden und könnte jetzt ein ehrbares Leben beginnen und Heiraten – aber jeder Plan in diese Richtung wird zunichte gemacht, als er einem Mann beisteht, der in den dunklen Gassen der Hafenstadt Southampton von einigen schmierigen Gestalten angegriffen wird. Leider kann er nicht verhindern, dass der Fremde so schwer verletzt wird, dass er in seinen Armen stirbt.

Mit seinen letzten Worten bittet er Gabriel aber um einen Gefallen – eine Botschaft an jemanden zu übermitteln. Der ehemalige Soldat nimmt an und begibt sich auf eine Reise, die ihn auf die andere Seite der Welt führen wird.

Dort in den weiten Steppen der Mongolei überbringt er die Nachricht und begegnet dabei einer Frau, die seine Sinne regelrecht verwirrt, denn Thalia Burgess ist so ganz anders als die englischen Damen, denen er bisher begegnet ist. Sie kann reiten und schießen wie ein Mann, strebt danach, eine „Klinge der Rose“ zu werden, wie ihr Vater.

Zusammen mit ihr begibt er sich auf eine gefährliche Schatzsuche, die ihn nicht nur an Stätten der fernen Vergangenheit, sondern auch Momente voller tödlicher Gefahren führen wird, denn diejenigen, die schon den Mann in Southampton umbringen ließen, sind ihm und der jungen Frau dicht auf den Fersen.

 

Der Roman beginnt wie ein klassisches historisches Abenteuer, in dem es hauptsächlich darum geht, einen Mann mit einer Frau vor möglichst exotischer Kulisse zu verkuppeln. Auch wenn Zoe Archer die sexuelle Anziehungskraft der Protagonisten immer wieder hervorhebt, so ist die Entwicklung ihrer Beziehung doch nur ein Teil der Geschichte. Ebenso viel Raum nimmt das Abenteuer ein, indem es darum geht, einen Schatz zu bergen und in Sicherheit zu bringen, ehe andere seiner habhaft werden können.

Denn die „Klingen der Rose“ sind ein Geheimbund, der schon seit Jahrhunderten besteht und sich geschworen hat, die Magie der Welt vor Missbrauch zu beschützen, auch wenn sie dabei gegen die Interessen ihrer Heimatländer verstoßen müssen. Ihnen gegenüber stehen die „Erben von Albion“, die in der Erringung der Machtquellen die Chance sehen, selbst über die Welt zu herrschen, wenn auch im Namen Englands.

Die Helden müssen sich in der Auseinandersetzung mit den Feinden also durchaus ihrer Haut wehren, spannende Kämpfe und Verfolgungsjagden gehören also auch dazu. Das Ende ist zwar vorhersehbar, man gönnt es den beiden letztendlich aber auch.

Alles in allem ist der Roman sehr flott und unterhaltsam geschrieben, hat keine Längen und wird nur gelegentlich kitschig, wenn die Autorin meint, es mit den körperlichen Vorzügen der Helden und ihrer Libido zu sehr übertreiben zu müssen. Charakterliche Entwicklungen oder Tiefe sollte man in der Geschichte aber nicht erwarten.

 

„Jenseits des Horizonts“ ist ein historisches Liebesabenteuer mit phantastischen Anklängen, in dem die Helden auch schon einmal etwas mehr tun dürfen, als sich einander anzuschmachten. Immerhin gibt die Autorin dem interessanten Hintergrund eine Chance, auch wenn sie natürlich in erster Linie die Romantiker unter ihren Lesern mit leidenschaftlichen Beschreibungen bedient.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Jenseits des Horizonts

Reihe: Die Klingen der Rose Band 1

Autorin : Zoe Archer

Taschenbuch, 394 Seiten

Egmont Lyx, Juni 2012

Übersetzerin: Babette Schröder

Titelbild: Hartmut Nörenberg

 

ISBN-10: 380258614X

ISBN-13: 978-3802586149

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0088475KS

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 11.07.2012, zuletzt aktualisiert: 26.06.2017 16:49