Jerry Lotter (Autor·innen: Tina und Jörg Layes)
 
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Jerry Lotter von Tina und Jörg Layes

Der Kelch, der an mir vorüberging

 

Rezension von Frank W. Werneburg

Klappentext

Eigentlich wollte Jerry Lotter Fußballprofi werden. Bei Schalke 04. Doch dann offenbart man ihm, dass er ein Magier ist. Und bald schon wird er zur Schule für angewandte Magie gebracht. Dort erfährt er, dass er derjenige ist, der die große Apokalypse verhindern soll. Es gibt da nur ein Problem: Sein eigentlicher Name ist nicht Lotter, sondern Schlotter, und das ist nicht nur sein Name, sondern auch seine übliche Reaktion auf Gefahren …

Rezension

Der 12-jährige Jerry Lotter lebt in Gelsenkirchen bei Onkel und Tante und träumt davon, später mal für Schalke zu spielen. Auf dem Heimweg wird er von einem Fremden angesprochen, der überraschend viel über ihn weiß. Er teilt ihm mit, dass er ein Magier ist und laut einer Prophezeiung später mal eine große Apokalypse verhindern muss. Er nimmt Jerry gleich mit an die Schule für angewandte Magie, wo am kommenden Tag das neue Schuljahr beginnt.

 

Schon bei dieser Kurzbeschreibung fallen wohl beinahe jedem Parallelen zu einem gewissen Harry Potter und vielen anderen, an magischen Schulen handelnden, Geschichten auf. Oberflächlich trifft das auf diese von Jörg Layes und seiner Frau Tina Layes verfasste Geschichte auch wirklich zu. Schnell stellt sich aber heraus, dass das durchaus Absicht ist.

Im Kern ist dieses Buch nämlich eher eine Persiflage des Genres. Beispielsweise weiß der Protagonist überhaupt nicht, wieso er eigentlich bei Tante und Onkel lebt und was mit seinen Eltern ist. Auch denkt er mehrmals darüber nach, ob dieser Autor seine Erlebnisse überhaupt richtig aufschreibt. Seine Freunde, mir denen er sich das 3-Etagen-Bett teilt, stellen sich als Gestaltwandler und Vampir heraus. … wobei Mensch und Gestaltwandler anfangs gewisse Vorurteile gegenüber dem Vampir hegen.

Dieser Stil mit zahllosen pop-kulturellen Bezügen zieht sich durch das ganze Buch. Von Buffy bis Casablanca, von Star Trek bis Stargate bleibt nichts unzitiert. Selbst das Thema, wie ein 12-jähriger Protagonist diese lange vor seiner Geburt aktuellen Serien und Filme überhaupt kennen kann, wird thematisiert. Trotzdem existiert auch eine eigenständige Handlung, die bewusst eine mögliche Fortsetzung offenlässt.

 

Die Autoren überlasen es ihrem Protagonisten Jerry, seine Erlebnisse selbst vorzutragen.

Fazit

Hier wird eine Persiflage gekonnt mit einer eigenständig funktionierenden Handlung verknüpft.

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Buch:

Jerry Lotter

Der Kelch, der an mir vorüberging

Autor·innen: Tina Layes und Jörg Layes

gebundene Ausgabe, 231 Seiten

Selbstverlag, 14. Mai 2025

 

ISBN-13: 9798283905761

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0DJH2YV67

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 03.02.2026, zuletzt aktualisiert: 03.02.2026 13:12, 25792