Der 15-jährige Armin schlägt sich im Hamburger Hafen als Tagelöhner durch. Seit seine Mutter gegangen ist, hat sich sein Vater völlig zurückgezogen, sodass Armin das Geld für Essen und Miete zusammenbringen muss. Eine mysteriöse Begegnung ändert alles. Armin erbt das Anwesen und allen Besitzt seines Opas, den er nicht mal kannte, und muss feststellen, dass der Opa tiefe Kontakte zu einer magischen Welt hatte.
Mit seiner Legende der Schattenwächter schickt Lars Meyer seine Leser genau wie seinen Protagonisten Armin in ein historisches Urban-Fantasy-Abenteuer voller Geheimnisse.
Wie so oft in diesem Genre ahnt der Jugendliche nichts vom speziellen Erbe seiner Mutter und deren Vorfahren. Kaum hat er sein Erbe angetreten, gilt es auch schon, die Welt vor einer Bedrohung durch böswillige magische Wesen zu schützen. Dazu bekommt er die beiden etwa gleichaltrigen Mädchen Nari und Viktoria als Co-Protagonistinnen zur Seite gestellt.
Die abenteuerliche Reise, die diese Gruppe anzutreten hat, erinnert schon an eine klassischen Quest. Dabei spielen nicht nur Armins Familiengeheimnisse eine Rolle, auch Viktorias Geschichte birgt Überraschungen, die sich als bedeutungsvoll erweisen. Beim 1. Band eines Mehrteilers verwundert es natürlich nicht, dass eine ganze Reihe an Fragen am Ende offen bleibt. Schon der letzte Satz des Epilogs offenbart eine Überraschung, die für Band 2 eine große Rolle spielen dürfte.
Der Autor erzählt aus Erzählersicht, wechselt dabei jedoch zwischen den Perspektiven (nicht nur) des Protagonisten-Trios hin und her. Durch diesen Perspektivenwechsel werden auch Antipathien innerhalb der Gruppe deutlich erkennbar.