Kampf um Thardos von Martin Kay

Rezension von Christel Scheja

 

Martin Kay ist einer der fleißigsten deutschen Autoren, auch wenn er sich meist im Bereich der Spezialverlage bewegt. Er hat bereits über vierzig Romane veröffentlicht und arbeitet an der Heftserie „Professor Zamorra“ mit. Von allen Genres liegt ihm offensichtlich die abenteuerliche Science Fiction am meisten am Herzen, wie er auch in „Kamof um Thardos“ wieder beweist.

 

Thardos wird von Fremden angegriffen, die Bevölkerung, der es selbst noch nicht gelungen ist, ins All vorzustoßen, wird immer mehr in die Ecke gedrängt. In einem letzten Aufbäumen senden sie eine Hilfebotschaft ins All.

Diese erreicht jedoch erst fünfhundert Jahre später den Teil des Weltraums, den die menschliche Rasse für sich erobert hat. Dennoch schickt man Schlachtkreuzer und Erkunder aus, um nach dem Rechten zu sehen, unter anderem auch den jungen und noch unerfahrenen Lieutenant Lance Calhern.

Was sie finden ist ein Hexenkessel – drei außerirdische Völker haben die Welt besetzt und suchen verzweifelt nach dem kostbaren und seltenen Element, das dort zu finden sein soll – das legendäre Reamandin.

Calhern wird ausgesandt, genaueres herauszufinden und steht schon bald zwischen den Fronten, weil er in Gefechte und Gefangenschaft gerät. Das ist jedoch ein Moment der Wahrheit, der überraschende Dinge ans Licht der Welt bringt und auch seine Situation nachhaltig verändern könnte.

 

Martin Kay versteht sein Handwerk, wenn es darum geht, actionreiche Geschichten zu erzählen, die auch gut die Grundlage für einen Film bieten könnten. Ein umkämpfter Planet mit Bodenschätzen, die die Begehrlichkeiten gleich mehrerer Rassen wecken, Geheimnisse, die sich nicht gleich offenbaren, sorgen für einen spannenden Auftakt und eine bis zum Ende an Wendungen reicher Geschichte.

Der Leser teilt die Erlebnisse mehrerer Personen und bekommt so viel schneller ein Bild von der Situation, aber er ist den Helden auch nicht so weit voraus, dass es langweilig wird. Vieles mag bekannt vorkommen und Klischees bedienen, aber der Autor weiß die Handlungsmuster geschickt zu kombinieren und variieren.

Auch die Figuren erhalten ein wenig Profil und wachsen so weit ans Herz, dass man an ihrem Schicksal und ihren Erlebnissen Anteil nimmt.

Zwar kommt letztendlich kein tiefschürfendes und schon gar kein philosphisch-utopisches Werk dabei heraus, wohl aber ein kurzweiliger Roman, der alle Fans moderner Space Operas ansprechen dürfte, die zum Teil in die Military SF hineinragen.

 

Alles in allem ist „Kampf um Thardos“ ein unterhaltsames Abenteuer, das das Kopfkino ankurbelt und zu ein paar entspannenden und unterhaltsamen Stunden in fremden Welten einlädt.

 

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Buch:

Kampf um Thardos

Autor: Martin Kay

Atlantis Verlag, erschienen Oktober 2014

A5 Paperback, ca. 190 Seiten

Titelbild: Mark Freier

ISBN-10: 3864022002

ISBN-13: 978-3864022005

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-Edition

ASIN: B00P4AMZ8G

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zuletzt aktualisiert: 06.09.2019 08:02 | Users Online
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