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Kasernenwelt von Dirk van den Boom

Rettungskreuzer Ikarus Band Bd. 43

Rezension von Christel Scheja

 

Roderick Sentenza und Sonja DiMersi sind endlich von dem „Wanderlust“-Virus geheilt, der sie mit dem Drang erfüllte, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Allerdings verweigert der Angehörige des „Ordens der schwarzen Flamme“ die Herausgabe der Formel um eine Massenproduktion zu ermöglichen. Zumindest wissen Sally McLennane und die anderen nun warum und wie viel die Söldner eigentlich wissen.

 

Aus diesem Grund ist die „Ikarus“ nun in anderer Mission unterwegs. Man verfolgt eines der Transportschiffe, auf denen die Infizierten einquartiert sind, um heraus zu finden, wohin diese eigentlich gebracht werden. Dabei ist es Besatzungsmitgliedern gelungen, unbemerkt an Bord des Schiffes zu kommen und wichtige Informationen weiter zu geben, auch wenn sie sehr vorsichtig agieren müssen.

Schließlich erreichen sie einen abgelegenen Planeten, der als Sammelstelle zu dienen scheint, da alles nur auf die Ankunft und Verteilung der neuen Rekruten ausgerichtet zu sein scheint – das Leben der Einheimischen genau so wie die Verwaltung.

Was sie nicht ahnen ist, dass sich im Untergrund der scheinbar perfekt funktionierenden Gesellschaft eine Gruppe von „Schlechtgelaunten“ gefunden hat, Dissidenten, die nun endlich einmal mit einem verzweifelten Schlag gegen das System aufbegehren und ausbrechen wollen.

Und auch der wahnsinnige Wissenschaftler Botero ist zu Stelle, um eigenen Nutzen aus dem ganzen Dilemma zu ziehen.

 

Gegenüber dem Vorgängerband geht es „Kasernenwelt“ ein wenig gemächlicher zu, denn Dirk van den Boom nimmt sich ein wenig Zeit, die reale Situation dort genauer zu schildern und so die Grundlagen dessen zu schaffen, mit dem es die „Ikarus“ letztendlich zu tun bekommt. Aus diesem Grund arbeitet er einige Figuren unter den „Schlechtgelauten“ etwas genauer aus, um die Geschehnisse zusätzlich und glaubwürdig aus deren Sicht zu beschreiben.

Zwar werden einige bereits bekannte Informationen ergänzt, aber man erfährt nicht wirklich viel Neues über die Unbekannten, die den „Wanderlust“-Virus in die Welt gesetzt haben. Und auch bei der Lösung des Problems treten Sentenza und Co. erst einmal wieder auf der Stelle und kommen nicht weiter.

Dafür werden die Karten durch Botero neu gemischt, erweist er sich doch als unerwarteter und leider auch ziemlich unberechenbarer neuer Mitspieler.

Wie immer erzählt Dirk van den Boom die Geschichte mit dem ihm eigenen Augenzwinkern, auch wenn der hin und wieder durchschimmernde Humor eher sarkastisch und zynisch ist. Aber das lockert die gemächliche Abenteuerhandlung doch ein wenig auf.

 

Alles in allem ist „Kasernenwelt“ ein unterhaltsamer Roman, der zwar kein Schlüsselroman zu sein scheint, aber doch einige Informationen ergänzt und weitere Weichen für die Zukunft stellt, so dass man gespannt sein darf, wie es weiter gehen wird.

 

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Kasernenwelt

Serie: Rettungskreuzer Ikarus Bd. 43

Autor: Dirk van den Boom

Atlantis Verlag, erschienen Ende 2010

A5 Paperback, 100 Seiten

Titelbild: Thomas Knip

ISBN-10: 3941258613

ISBN-13: 978-3941258617

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B0053R34FS

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.08.2011, zuletzt aktualisiert: 06.09.2019 08:02