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KaShinFu

Rezension von Christel Scheja

 

Wenn es an aktuellen Titeln mangelt graben deutsche Verlage auch schon einmal ältere Einzeltitel und Miniserien ihrer Lieblingsmangaka aus. So ist auch „KaShinFu“ von Makoto Tateno sicherlich nicht die erste Wahl aber eine gute Möglichkeit an die hauseigene Lieblings-Boys-Love-Mangaka zu erinnern.

 

In mehreren Episoden erzählt sie von dem verzweifelten Bemühen der alten Herrin des Hauses Korenji nach einem geeigneten Nachfolger für den Titel und die Leitung der weit gefächerten Familie.

Ihre eigenen Kinder sind längst tot oder schon länger verschwunden, so muss sie in der Generation darunter nach einem geeigneten Kandidaten suchen, am besten auch noch einen, der ihre Lieblingsenkelin heiratet.

Ihre beiden ersten Kandidaten Shu und Yuichi scheiden leider aus, da sich die beiden selbst genug sind und gar kein wirkliches Interesse an der schweren Aufgabe haben. Da sie ihre Großmutter aber nicht im Stich lassen wollen, sehen sie sich kurzerhand um, ob nicht doch irgendwo andere Erben da sind und werden unabhängig voneinander fündig.

Ausgerechnet die beiden Kinder der alten Frau, die sich vor langem davon gemacht haben, haben zwei stattliche Söhne hinterlassen, mit denen alles in Ordnung zu sein scheint und die für die Aufgabe perfekt zu sein scheinen.

Ryugo ist sehr selbstbewusst und direkt, Kaoru etwas feinfühliger. Beide stellen sich dem Kampf um die Macht, als die alte Frau zusammenbricht und ins Krankenhaus muss, denn es besteht nur noch wenig Hoffnung für ihr Überleben.

Allerdings haben auch die beiden Geheimnisse, die die Nachfolge im Haus Korenji erneut gefährden könnten.

 

Eigentlich geht es wieder nur um das Eine – die Liebe zwischen den jungen Männern, die eigentlich nicht erlaubt und gerne gesehen ist, aber doch entsteht und zu Problemen für alle führt. Während es bei Shu und Yuichi sehr gut aussieht und die beiden sich eigentlich von Anfang an verstehen, umkreisen sich Ryugo und Kaoru eher misstrauisch und brauchen eine Weile um zusammenzufinden.

Eine besonders große Barriere stellt das Geheimnis dar, das der zartere Kaoru mit sich herum schleppt und irgendwann von Ryugo entdeckt wird. Aber auch er weiß Dinge, mit den er den anderen ködern kann.

Die Hintergrundgeschichte verläuft durch diese Gewichtung eher im Sande und ist mehr schmückendes Beiwerk als wirklich der Spannung zuträgliche Handlung. Das führt dazu, dass dieser Teil des Mangas eher wirr und unverständlich bleibt, die Liebesgeschichte zu viel Raum einnimmt, den sie aber nicht wirklich ausnutzt. Auch diese bleibt in eher konventionellen Bahnen und zeichnet sich durch gepflegte Langeweile aus.

 

„KaShinFu“ bietet zwar die gewohnt hübschen Zeichnungen von Makoto Tateno, aber keine interessante Geschichte, die einen wirklich in den Bann schlagen kann, da sie nicht wirklich zusammenpassen will. Deshalb ist das ein Einzelband aus ihrer Feder, den man zwar lesen kann, aber nicht unbedingt kennen muss.

 

Eure Meinung:


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Comic:

KaShinFu (Oneshot)

Autorin & Künstlerin: Makoto Tateno

Aus dem Japanischen von Costa Caspary

Kashinfu, Japan 2006

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 07/2010

ISBN-10: 3770472012

ISBN-13: 978-3770472017

 

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 23.08.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40