Kiiri (Bd. 1)

Rezension von Christel Scheja

 

Das drohende Versiegen von Bodenschätzen verleitet die menschlichen Bewohner ihrer Welt dazu, einen bitteren Krieg um die letzten Ressourcen zu führen. Zum Ende hin erschaffen sie aus den Leichen gefallener Kämpfer sogar Supersoldaten, die nicht mehr so leicht zu vernichten sind. Die werden allerdings am Ende der Auseinandersetzungen unnötig – und weil man sie aufgrund ihrer Unsterblichkeit und macht fürchtet – ausgestoßen und gejagt. Die Kirche verlangt ihre absolute Auslöschung und setzt diese fast um.

Achtzig Jahre später scheint das Ziel erreicht worden zu sein. Die Oberen der Kirche kontrollieren die Länder, die nun nicht mehr auf Bodenschätze zurückgreifen können, und erziehen schon die Kinder zu gehorsamen Dienern ihrer Ideale.

Doch Kiiri ist anders. Nicht nur, dass das Mädchen als Siebenjährige die Hinrichtung einen Unsterblichen gesehen hat, sie kann seither auch Geister sehen und glaubt daher nicht mehr so richtig, was die Kirche erzählt, auch wenn es sie nervt, dadurch ein Außenseiter zu sein, weil sie sich nicht anpassen kann.

Und dann lernt sie eines in den Winterferien ausgerechnet Harvey kennen, der nicht nur ein Unsterblicher zu sein scheint, sondern auch einen Geist mit sich herumschleppt, der in einem tragbaren Radio lebt. Damit beginnt für sie ein größeres Abenteuer als sie sich jemals vorgestellt hat.

 

„Kiiri“ ist kein Manga, der sich dem Leser leicht erschließt, da der erste Band des Zweiteilers nur sehr langsam in Gang kommt und sich mehrfach in der Beschreibung der Vergangenheit wiederholt, erst einmal in einer Anführer, dann in den Gesprächen und Mutmaßungen der Schüler rund um Kiiri.

Erst nach den ersten beiden Kapiteln – wenn Harvey ins Spiel kommt – wird es interessanter, da sich die Handlung dann ganz auf die Helden und ihre Verfolger konzentriert und schneller voranschreitet.

Während man aus der Sicht des jungen Mannes mehr über die Vergangenheit erfährt und Bestätigung erhält, dass die „Unsterblichen“ nicht unbedingt die Monster sind, für die man sie darstellt, sondern auch nur Opfer, kommt durch die Verfolger auch Spannung auf, wie es einer Mystery-Serie zukommt. Kiiri muss sich dabei auch für eine Seite entscheiden und merkt, dass ihre Gaben nun um so praktischer werden und man gespannt ist, wie die drei Verschwörer den zweiten Band überleben und eine Lösung für sich finden werden.

 

Alles in allem hat „Kiiri“ nette Ansätze und Ideen, die Ausführung selbst ist aber nicht ganz so gelungen, da die Geschichte gerade zu Anfang zu große Längen hat und man nur schwer einen Zugang zu den Figuren und der Handlung bekommt.

 

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Buch:

Kiiri (Bd. 1)

Autor: Yukako Kabei

Künstler: Shiori Teshirogi

Kiiri, Vol. 1, Japan 2006

Ema, erschienen Juni 2011

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Übersetzung aus dem Japanischen von Costa Caspary

ISBN-10: 3770474961

ISBN-13: 978-3770474967

Erhältlich bei Amazon


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zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39 | Users Online
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