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Kings of Hollywood

Filmkritik von Cronn

Mit Komödien ist es so eine Sache, das wusste schon Groucho Marx von den Marx-Brothers. Nicht jeder versteht jeden Gag auf dieselbe weiße und auch nicht jeder Gag zündet, weil das Timing oder schlicht der Witz dahinter ziemlich seicht ist.
Im Jahr 1982 erschien der Film The Comeback Trail, der mit seiner Grundprämisse als Komödie funktionierte. Es war der letzte Film von Buster Crabbe, bekannt als Flash Gordon aus der gleichnamigen Serie. Auch weitere Namen auf der Besetzungsliste waren Stars.
Nun hat sich der Regisseur George Gallo des Stoffes angenommen und drehte im Jahr 2019 ein Remake, das ebenfalls mit namhaften Schauspieler aufwartet.
Doch ist es ein gelungener Streifen geworden?

Verlagsinfo:
Los Angeles, 1974: Max Barber (Robert DeNiro) ist Hollywood-Produzent mit Leib und Seele. Für seine geliebten Low-Budget-Filme würde der gewiefte Geschäftsführer der Miracle Motion Pictures alles tun. Doch leider lässt der große Erfolg auf sich warten. Als sein letzter Film, den er gemeinsam mit seinem Neffen Walter (Zach Braff) produziert hat, von Fundamentalisten boykottiert wird, hat er ein Problem: Sein Mafia-Finanzier Reggie Fontaine (Morgan Freeman) will das geliehene Geld zurück und stellt Max ein Ultimatum. Durch einen irrwitzigen Zufall kommt Max die zündende Idee: Beim Dreh seines nächsten Filmes will er den Hauptdarsteller um die Ecke bringen und mit der ausbezahlten Versicherungssumme seine Schulden begleichen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sein Star, der abgehalfterte ehemalige Western-Darsteller Duke Montana (Tommy Lee Jones), einfach nicht totzukriegen ist. Max bringt Duke in immer gewagtere Situationen, doch dieser überlebt einen Stunt nach dem anderen. Und dabei nehmen die Dreharbeiten plötzlich eine Wendung, mit der keiner gerechnet hat …

Kritik:
Um es vorweg zu nehmen: Nein, Kings of Hollywood ist keine besonders gelungene Komödie geworden. Zwar bemühen sich die Stars in ihrer Screentime um möglichst intensives Schauspiel, aber die Montage und die überzogenen Gags demontieren vieles davon. Es fehlt schlicht die Tiefe der Story und das Timing, dass die Witze zünden. Andere sind so flach und überdreht, dass schlichtweg das Lachen wegbleibt, wenn beispielsweise ein Charakter aufgrund einer Explosion wie eine Gliederpuppe kopfüber wegfliegt.
Es ist schon aussagekräftig, wenn mit die besten Szenen des Films in der Sektion »Entfallene Szenen« zu finden sind. Schade um das Staraufgebot, das sich merklich Mühe gibt.

Fazit:
»The Kings of Hollywood« ist eine Komödie, die alles zum Erfolg hat – Stars, eine lustige Grundidee und Produktionsaufwand. Leider misslingt aufgrund des zumeist schlechten Timings das Gag-Feuerwerk und es bleibt ein mittelmäßiger Streifen übrig, der so viel mehr hätte sein können.

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Eure Meinung:

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DVD:

Kings of Hollywood
Regisseur: George Gallo
EuroVideo Medien, 11. November 2021
Laufzeit: 1 Stunde und 41 Minuten
Umfang: 1 DVD
FSK: 12
Medienformat: Dolby, PAL, Breitbild 
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) 

ASIN: B0974HX2TN

Erhältlich bei: Amazon

Darsteller·innen:

  • Robert De Niro
  • Morgan Freeman
  • Tommy Lee Jones
  • Zach Braff

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Erstellt: 03.11.2021, zuletzt aktualisiert: 03.11.2021 17:26