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Knecht von Robert Corvus

Reihe: Die Schattenherren, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Nach seinen Romanen für die „Das Schwarze Auge“ und „Battletech“-Reihen, präsentiert Bernd Robker nun unter dem Pseudonym Robert Corvus eine erste eigene Fantasy-Trilogie um „Die Schattenherren“. „Knecht“ ist der zweite Band der Saga und schlägt inhaltlich ein ganz neues Kapitel auf.

 

Lange Zeit ist seit der Schlacht um die Mondsilberminen vergangen. Noch immer halten die Schattenherren ihre Machtbereiche und wehren sich erfolgreich gegen ihre Feinde. Brent Stonner ist einer der Generäle, die ihnen treu und erfolgreich zur Seite stehen. Er hat sich dem König Elien Vitans verschworen.

Der Schattenkönig hat nach 197 Jahren auf dem Schädelthron allerdings genug von der Macht und wünscht sich nur noch, erst einmal auszuruhen. Um einen Nachfolger zu bestimmen, müssen allerdings alle Schattenfürsten anwesend sein. Dazu gehört auch die seit langem verbannte Schattenherzogin Lisanne, die niemand mehr nach ihrem Verschwinden gesehen hat.

Brent wird dazu ausersehen, sie zusammen mit dem Schattengrafen Velon zu finden. Doch wie soll das gelingen, wenn es keinen einzigen Anhaltspunkt darüber gibt, wo sie sich aufhalten könnte?

Doch nach und nach lüften sich die Schleier und geben erste Hinweise preis. Das macht die Reise um so gefahrvoller, denn nun zeigt sich, dass nicht alle Schattenfürsten Interesse daran haben, Lisanne wiederzusehen. Brent Stonner kann nichts und niemandem trauen, am wenigsten den Personen in seinem Umfeld. Und dazu kommen die natürlichen Feinde.

 

Diente der erste Band nur dazu, in das düstere Setting dieser Welt einzuführen und die wichtigsten Völker der scheinbar lichten Seite vorzustellen, wendet sich Corvus nun den Schattenherren selbst zu und zeigt, dass es auch unter ihnen viele Individuen gibt, die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die alle ihre eigenen Ränke schmieden oder gar versuchen sich an ihre Menschlichkeit zu erinnern. Bei den Gefolgsleuten sieht es nicht viel anders aus.

Die Suche nach der Schattenherzogin dient leider nur als Aufhänger. Zwar gibt es durch sie Action und den ein oder anderen Kampf, das Hauptaugenmerk des Autors liegt aber mehr auf den Figuren und ihren unterschiedlichen Facetten. Die meisten von ihnen werden sehr schön ausgearbeitet und wirken so lebendig.

Was der Autor darüber vergisst, ist leider die Handlung. Als Leser muss man sich erneut fragen, auf was die Geschichte eigentlich hinaus will, ob der rote Faden aus mehr besteht als der Schattenherrin Lisanne, denn noch immer ist nicht zu erkennen, auf welches Ziel die Saga hinsteuert. Erst zum Ende hin kann man sich zwar denken, wie die Ereignisse des ersten Bandes in das Schema passen, aber diese Hinweise können auch sehr leicht überlesen werden. Diese Entwicklungen mag man positiv sehen können, weil der Autor damit nicht dem gängigen Klischee folgt, sie nehmen dem Buch allerdings auch einiges an Spannung und lässt den Mittelband der Trilogie unausgegoren wirken.

 

Genauso wie „Feind“ hinterlässt auch „Knecht“ einen zwiespältigen Eindruck. Der Roman kann zwar in der Figurenzeichnung mehr überzeugen, lässt aber dennoch weiterhin ein richtiges Ziel vermissen. Die Umsetzung bleibt oberflächlich, auch wenn Action zumindest für einen Hauch von Spannung sorgt.

 

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Buch:

Knecht

Reihe: Die Schattenherren Band 2

Autor: Robert Corvus (Bernd Robker)

Taschenbuch, 382 Seiten

Karte: Daniel Ernle

Piper, August 2013

 

ISBN-10: 3492269265

ISBN-13: 978-3492269261

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00ADL5OU2

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 25.08.2013, zuletzt aktualisiert: 23.11.2018 10:42