König der Kobolde (Autor: Karl-Heinz Witzko)
 
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König der Kobolde von Karl-Heinz Witzko

Rezension von Katrin Kress

 

Klappentext:

Neue Mission, neues Glück. Der Kobold Brams, mit leicht verändertem Gefolge, ist wieder in wechselbalghafter Mission unterwegs. Nachdem die letzte Mission derart atemberaubend war, ist diese damit verglichen ein Spaziergang. Eine Kuh abholen und mit einem bösartigen Wechselbalg vertauschen, alles wie gehabt. Doch wie sollte es anders sein, kommt alles anders als man denkt. Statt einfach mit der Kuh verschwinden zu können, müssen sie mehr oder weniger freiwillig, auch noch ein Bauernmädchen retten und entdecken dabei eine alte Tür hinter der sie ein Kästchen finden. Neugierig wie Brams ist öffnet er das Kästchen und lässt dabei unwissentlich einen Rachegeist frei, der die Gedanken der Anwesenden ausspioniert, nach deren schlimmsten Ängsten Ausschau hält und *poof* verschwindet. Doch leider nicht ohne, wie es dem Gemüt eines Rachegeistes entspricht, für Unheil zu sorgen. Worin dieses besteht wird Brams nur allzu schnell klar nachdem er zurück im Koboldland-zu-Luft-und-Wasser ist: Der lang verschollene König der Kobolde Raffnibaff ist zurückgekehrt und er ist noch immer wütend auf Brams und seine Gefährten…

 

Rezension:

Der König der Kobolde kommt zurück und erweist sich nicht als der verehrte Gute König Raffnibaff. Wie schon in "Westwärts, Geschuppte" nimmt Witzko auch hier das übliche Heldenpathos in der Fantasy-Literatur gewaltig aufs Korn. Es ist interessant, einem unorganisierten Volk von Anarchisten, dem Heldentode und das Opfern eigener Artgenossen für eine höhere Sache vollkommen fremd sind, beim Kampf gegen einen übermächtigen Gegner zuzusehen. Nachdem der erste Plan zur Beseitigung des Tyrannen spektakulär in die Hose geht, nimmt der Roman auch im letzten Drittel noch mehrere überraschende Wendungen und wird zunehmend phantastischer, ohne dass dem Autor die Geschichte aus dem Ruder läuft. Das Finale wirkt wie ein wundersamer, psychedelischer Traum. Die Lüftung des Geheimnisses um den Guten König Raffnibaff ist eine wirklich gelungene Pointe. Zum Schluss gibt es übrigens doch noch ein Opfer (zumindest scheint es erstmal so), Kobold Brams verliert seine kindliche Unbekümmertheit und der Roman endet eher melancholisch.

 

 

Nach dem 1. Sehr amüsanten Band habe ich mich schon sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Und wurde nicht enttäuscht.

Die Truppe um den Kobold Brams ist anfangs zwar noch in geänderter Besetzung vorhanden, findet sich jedoch im Laufe des Buches wieder in der vertrauten Zusammensetzung wieder zusammen. Dies hat mich sehr gefreut weil es dem Leser am meisten Spaß macht ihnen als Gruppe bei ihren Aktivitäten beizuwohnen. Besonderst die kleinen und großen Kabbeleien und Streitereien machen dieses Buch und die Geschichten über dieses Volk erst zu dem was sie sind.

Doch nicht nur bei der Besetzung setzt Witzko auf althergebrachtes, auch bei vielen „running gags“ welche man noch aus dem ersten Band kennt, kommen heimelige Gefühle auf. Man kann dieses buch zwar auch einzeln lesen aber mit der Kenntnis des Vorgängers macht es um einiges mehr Freude. Im anderen Fall verpasst man sehr viele lustige Momente. Auch die Geschichte baut im Grunde auf die Geschehnisse des ersten Band auf, die Beziehung zwischen den Kobolden sind stark von Konflikten oder dem Zusammenhalt aus jenem Band geprägt, kurzum: man würde vieles einfach nicht wahrnehmen was im Grunde essentiell für das Buch ist.

Karl-Heinz Witzko weis mit Humor hervorragen umzugehen und lässt den Leser auch diesmal daran teilhaben und ihn an einigen Stellen laut auflachen.

Dieser Band ist etwas düsterer und unheimlicher als sein Vorgänger.

Auch allen, die vom ersten Band noch nicht 100% überzeugt waren, sei "König der Kobolde" trotzdem absolut ans Herz gelegt: In diesem Roman stecken noch viel, viel mehr Ideen und manches märchenhafte Element wendet sich hier ins Bösartige.

 

Fazit:

Wer den 1. Teil mochte wird auch um dieses großartiges Band nicht herum kommen. Und den Humor und die Eigenarten der einzelnen Kobolde wieder zu schätzen wissen und lieben.

Hurra die Kobolde sind zurück!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202407130130311efb1128
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König der Kobolde

Autor: Karl-Heinz Witzko

Broschiert: 480 Seiten

Verlag: Piper Verlag GmbH (24. September 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3492701582

ISBN-13: 978-3492701587

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.11.2008, zuletzt aktualisiert: 08.06.2024 14:45, 7767