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Korg DS-10 Synthesizer (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Jeder Musiker, der selbst Musik komponieren möchte und dabei auf mehr zurückgreifen will, als ein oder zwei Instrumente, die er spielen kann, benötigt einen Synthesizer. Diese sind jedoch sehr teuer und damit nicht für jeden erschwinglich, auch ein Tonstudio gibt es nicht um jede Ecke. Nintendo hatte nun die geniale Idee solch einen Synthesizer auf ein handliches Format zu schrumpfen und ihn so zu konzipieren, dass er auf dem Nintendo DS zum Laufen kommt. So kann man immer, jederzeit und überall seine eigenen Songs produzieren und kontrollieren.

 

Handlung

Es lässt sich hier keine genaue Handlung beschreiben, da kein Spiel vorliegt, sondern im Grunde ein Synthesizer im Taschenformat. Der Handhaber kann über verschiedene Funktionen verfügen. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Modi, einmal kann man ein Solospiel einstellen, hier ist es möglich zu komponieren, die Melodien zu verändern oder anzupassen. Als zweites gibt es die Jamsession, hier kann man sich mit weiteren Nintendo DS kurzschließen und miteinander synchronisieren. Ebenso kann ein einfacher Datenaustausch vor sich gehen. Gleich zu Beginn, wenn man nicht die Demo-Version einstellt, steht eine Klaviatur zur Verfügung, hiermit verwendet man den Synthesizer 1, allerdings lassen sich die Klangfarben jederzeit ändern. Man kann auch jederzeit diverse Bildschirme aufrufen, anhand derer man verschiedene Einstellungen vornehmen kann. So lässt sich eine Sequenz ausarbeiten und durch viele Möglichkeiten variieren. Auch die Tonfolge kann natürlich jederzeit verändert werden. Wenn die Klangfarbe nun feststeht, muss man sie anpassen. Dafür ruft man den Synthesizer auf. Hier findet man diverse Regler wie LEVEL, CUTOFF oder DECAY. Auf dem Sequenzer kann nun die Tonfolge erstellt werden. Durch die dargestellten Raster kann man einen Ton ohne Schwierigkeiten entfernen oder verschieben. Entweder lässt man den Sequenzer (6-track/16-step XOX Sequenzer) nebenbei laufen, dann hört man direkt, was man hier tut, oder man schaltet ihn aus, dann gibt es keine weiteren Töne. Mit dem (4-)Drum-Sequenzer lassen sich Drum-Patterns erstellen. Auch der Mixer (Mute, Solo, Panning) fehlt nicht, hier lassen sich die Lautstärke und die Balance für jede einzelne Spur ausrichten. Insgesamt lassen sich fünf Oktaven spielen und als Effekte lassen sich Delay, Flanger und Chorus einstellen.

 

Technik

Man muss den Umgang mit dem DS-Synthesizer lernen. Dafür gibt es einerseits die Praxis, die man sich aneignet oder die Erfahrung, die man selbst mitbringt, wie auch das Begleitheft mit der entsprechenden Anleitung. Diese gibt es einmal in einer verkürzten Version und einmal in einer längeren und ausführlicheren. Beide sind dennoch kompliziert und für Nicht-Musiker sehr schwer zu verstehen.

Insgesamt lassen sich 18 Sessions speichern und für jede Session stehen 16 Patterns mit ebensovielen Steps zur Verfügung. Für die einen mag das viel sein, für die anderen nicht. Man verändert die Tonfolgen und Farben ebenso wie im Studio, indem man Kabel und Räder bedient, verschiebt, umsteckt und damit eine ganz eigene Melodie entwirft.

Die Steuerung ist im Grunde recht einfach, man benötigt einfach nur den Touchpen, mit dem man die entsprechenden Bildschirme und zahlreichen Menüs aufruft, die einem hier zur Verfügung stehen. Auch lässt sich das „Kunstwerk“ jederzeit abspeichern.

Was hier voll und ganz überzeugt ist der Sound. Da haben sich die Hersteller sehr große Mühe gegeben und es ist direkt erstaunlich, was das kleine Gerät so alles hergeben kann. So etwas hat man in keinem Spiel vorher erlebt, hier kann man nur ein großes Kompliment aussprechen.

Optisch, von der Benutzeroberfläche aus betrachtet, sieht der Synthesizer wie der Korg MS-10 Synthesizer aus.

 

Spielspaß

Es geht hier nicht darum, Spaß zu haben, indem man Missionen erfüllt oder ein bestimmtes Level zu erreichen, sondern das vorliegende „Spiel“ ist vielmehr ein Arbeitsinstrument. Wenn man sich damit auskennt und es handhaben kann, bekommt man damit eine einzigartige, günstige Möglichkeit, seine eigenen Melodien zu komponieren und zu verändern, wie es normalerweise nur in einem Tonstudio möglich ist. Allerdings stehen einem nur 16 Pattern zur Verfügung, was keine komplexen Melodien erlaubt, das müssen sich auch Musiker vor Augen halten. Die gebotenen Möglichkeiten, auch im Zusammenspiel mit anderen sind dabei jedoch groß und nutzbar, sodass am Ende wirklich gute Stücke entstehen können.

 

Alles in allem liegt hier also ein sehr gut programmiertes Werkzeug vor, das allen Musikern zu empfehlen ist. Nichtmusiker werden es vielmehr als Spielzeug verwenden und ein wenig herumspielen, die gebotenen Möglichkeiten aus Unwissenheit jedoch nicht vollständig ausschöpfen können. Somit ist es für alle Sachverständigen zu empfehlen.

 

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Eure Meinung:


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Korg DS-10 Synthesizer

von Nintendo

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2008

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 03.12.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47