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Kosmolino: Wasser, Auftrieb, Archimedes - Warum schwimmt mein Boot?

Rezension von Christine Schlicht

 

Wie erklärt man Kindern, warum ein Boot schwimmt? Schließlich besteht es aus Stahl und ein Nagel geht doch bekanntlich unter? Bei Holz oder Plastik können Kinder es vielleicht noch begreifen, denn – Versuch macht klug – das selbstgebaute Rindenboot oder der Joghurtbecher gehen ja auch nicht unter.

 

Selbst wenn man als Erwachsener die Antworten wirklich kennt, so ist man doch oft nicht in der Lage, das Phänomen des Auftriebs und was sonst noch damit hinein wirkt, auch kindgerecht zu erklären. Am Besten geht es immer, wenn man den Kinder etwas zeigen kann. Was man sieht, begreifen – anfassen kann, das geht auch besser in den Kopf.

 

Das soll der Inhalt dieses handlichen Experimentierkastens ermöglichen. Mit ihm soll es möglich werden, das Verhalten von Wasser und das Phänomen Auftrieb sicht- und begreifbar zu machen.

 

Der Inhalt besteht aus:

 

  • einem Plastikboot, das man auf verschiedene Art antreiben kann, zum Beispiel mit dem ebenfalls beigefügten Gummimotor, einem (aus Papier selbst gebastelten) Segel oder dem beigefügten Luftballon
  • Einer Pipette
  • Zwei Büroklammern
  • Einem Riegel Knetmasse
  • Vier Glasmurmeln
  • Einem Eiswürfelkasten für vier unterschiedlich geformte „Eisberge“
  • Einer dreiteiligen Wissensscheibe
  • Einem Begleitheft mit vielen Illustrationen

 

 

Die Pipette soll das Verhältnis zwischen Luft und Wasser demonstrieren. Weiter geht es mit der Feststellung, was alles schwimmen kann und was nicht – und unter welchen Umständen etwas, das eigentlich nicht schwimmen können sollte, es doch kann. Das wird anhand der Knete demonstiert: Die Rolle Knete geht unter, doch wenn man aus ihr eine Art Boot formt, mit möglichst großer Fläche, dann schwimmt sie – Das Verhältnis von Gewicht und Verdrängung wird demonstriert. Dann können auch die Glasmurmeln schwimmen – in dem Knetboot.

 

Die Büroklammern können auch schwimmen – wenn die Oberflächenspannung des Wassers nicht von ihr unterbrochen wird. Das gelingt mit einem Trick. Man legt die Büroklammer einfach auf einem Stück Küchenpapier ins Wasser. Wenn sich das Papier voll saugt und versinkt, bleibt die Klammer an der Oberfläche.

 

Diese und viele andere Experimente werden anschaulich mit Bildern und wenig Text zur Nachahmung vorgestellt. Dabei muss das Kind nicht einmal lesen können, die Bilder zeigen genau, wie es gemacht wird. Allerdings sollte man dann schon als Erwachsener erklären, worum es überhaupt geht und im Falle eines Misserfolges zum Weitermachen animieren. Ohnehin sollten die Kleineren die Experimente nicht ohne Aufsicht und einem Wischlappen in ihrer Nähe machen. Darauf wird ausdrücklich hingewiesen.

 

Die Altersangabe ist mit 5+ recht sinnvoll gewählt. Kleinere Kinder dürften trotz der einfachen Experimente Verständnisprobleme haben. Noch besser wäre es daher, wenn die Kinder schon lesen können. Denn mit einem Experimentierkasten ist es doch am lustigsten, wenn man auch ohne Eltern hinter die Geheimnisse kommt und es den „dummen Alten“ dann auch noch erklären kann. Oder den Kameraden in der Schule. Ganz großes Kino wird es dann für die Kleinen, wenn sie es in der Schule auch mit den einfachen Experimenten vorführen können.

 

Die Experimentierkästen von Kosmolino sind eine feine, lehrreiche Sache für wenig Geld. Unbedingt empfehlenswert und auch ein schönes Geschenk.

 

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Kosmolino: Wasser, Auftrieb, Archimedes - Warum schwimmt mein Boot?

von Kosmos

Altersempfehlung des Herstellers: ab 5 Jahre

Modellnummer: 606619

ASIN: B000VD5JI4

Konzept: Beatrix Kächele

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 10.12.2007, zuletzt aktualisiert: 21.01.2015 08:29