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Kreuzzug der Verdammten von Dan Abnett, Ian Edginton

Reihe: Warhammer 40 000 Bd 1

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

20 Jahre ist es her, dass die erste Auflage des Science-Ficition-Strategiespiels "Warhammer 40.000" bei Games Workshop erschien. Die gewaltigen Schlachten zwischen Space Marines, Orks und anderen Kreaturen einer dystopischen Zukunft des 41. Jahrhunderts eroberten binnen kurzer Zeit eine treue Fangemeinde. Nach diversen erfolgreichen Romanserien wird das Warhammer 40.000-Universum nun mit "Warhammer 40.000 - Kreuzzug der Verdammten" endlich um eine Graphic Novel erweitert. Dan Abnett, der auch schon für einen Teil der Romane verantwortlich zeichnet, konnte als Autor gewonnen werden und steht als Garant für eine packende Geschichte.

 

Kritik

Was erwartet man von einem W40K-Comic?

Blutige Schlachten? Ja, mit Sicherheit. Desweiteren eine Anzahl von vielen faszinierenden Völkern und - nicht zuletzt durch Dan Abnett bedingt, der sich hier ja bestens auskennt - gute Stories, die auch schöne Charakterszenen aufweisen.

 

Nun gut, hochwertige anspruchsvolle Unterhaltung kann man Warhammer nicht unterstellen, und so trifft dies auch auf diesen Band zu, aber der Reihe nach.

Die Zeichnungen selbst sind eher Mittelmaß und wirken zumeist etwas grobschlächtig. Keine schönen Details wie man es aus Superheldencomics gewohnt ist zieren die Gesichter der Männer. Sicher, in den Schlachtszenen wirkt dies sogar recht gut - vor allem bei den vielen fremden Völkern, in den Szenen 'dazwischen' wirkt dieser Zeichenstil aber eher etwas abstrakt.

W40K-typisch werden natürlich auch blutigste Szenen dargestellt, die teilweise ebenso etwas unter diesem Zeichenstil leiden.

 

Die Story an sich ist nicht schlecht durchdacht: man verfolgt die Karriere von Raclaw (Später Gerhart gennant), der, nachdem er auf einem Planeten in die Reihen der Space Marines aufgenommen wurde, sich hocharbeitet über die Jahrzehnte und schließlich als ein Stück Fleisch im Techkörper eines Dreadnoughts endet.

Die Umsetzung der Story hapert allerdings an vielen Ecken und Enden. So wird andauernd zwischen einzelnen Schlachtfeldern hin und her gesprungen, und dabei nicht nur von Planet zu Planet in der Begleitung von Raclaw sondern auch in die Vergangenheit oder die Zukunft. Dies ist besonders verwirrend, weiss man doch kurz vor Ende des Bandes nicht mehr so recht, wo man sich eigentlich zeitlich befindet (zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht enthüllt worden, das der Dreadnought, den man in einigen Szenen bereits hat kämpfen sehen, Raclaw ist, nachdem er schwer verletzt und transformiert wurde).

Was aber auch egal ist, denn eine Kampfszene mit einem anderen Volk (Eldar, Tau, Necrons, Orcs und natürlich dem Chaos) jagt die nächste (wobei man sich bei den Necrons fragt... Trümmer bleiben auf dem Kampffeld zurück? Weiss doch ein jeder das es bislang nicht gelang, etwas von den Necrons zu untersuchen, da diese selbst die Toten wegteleportieren...).

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das dieser Band eher dazu dient, möglichst viele Völker in möglichst vielen Schlachtszenen darzustellen und zu präsentieren, als das man sich auf den wichtigen Storyaspekt konzentriert. Klar kann man visuell, in einem Comic, viel mehr zeigen und umsetzen als in einem Buch, dennoch kann auch ein Comic von der bloßen Aneinanderreihung von Schlachten nicht leben.

 

Und so wie das Comic begonnen hat, so endet es dann auch: etwas unbefriedigend. So schön das Auftauchen vieler Völker ist, so schade ist das Fehlen einer wirklich mitreißenden Story. Vor allem die vielen zeitlichen Sprünge in der Story verwirren nur unnötig zusätzlich.

 

Fazit:

Ein Comic aus dem man viel viel mehr hätte machen können, so das nicht viel mehr als ein mittelmäßiger Band fürs Auge zurückbleibt.

 

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Kreuzzug der Verdammten

Reihe: Warhammer 40 000 Bd. 1

Autor: Dan Abnett, Ian Egdinton

Panini, 2007

Broschiert, 144 Seiten

ISBN-10: 3866074786

ISBN-13: 978-3866074781

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 27.10.2007, zuletzt aktualisiert: 07.05.2019 18:16