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Lauras erste Übernachtung

Rezension von Christine Schlicht

 

Das Spiel begleitet ein gleichnamiges Buch aus der Serie „Lauras Stern“, in dem sich mit dem Problem der Angst von Kindern in der Dunkelheit auseinandergesetzt wird. Mit diesem Spiel soll Eltern eine spielerische Hilfe geboten werden, mit ihren Kindern das Thema durchzugehen und eventuelle Probleme zu überwinden.

 

Laura ist bei der Tante ihrer Freundin Sophie zu Besuch und in der Nacht gibt es einen Stromausfall. Doch zum Glück hat Laura ja ihren Stern, der sie durch die Dunkelheit begleitet, und dem sie nun das Haus und die Gegenstände darin zeigt.

 

 

Aufmachung

Man bekommt eine Menge geboten für sein Geld. Die einzelnen Bestandteile des Spiels sind sehr liebevoll und stabil gemacht und natürlich dürfen Laura und ihr Stern nicht fehlen. Sie sind nun mal die Stars.

 

Angeboten werden drei verschiedene Grundrisse von den drei Etagen des Hauses. Diese Grundrisse werden von stabilem Karton eingefasst, schließlich soll Laura ja nicht durch die Wände gehen können. Darunter liegt eine dunkle Folie, auf der noch einmal der Grundriss mit den ganzen Möbeln und den Gegenständen eingezeichnet ist. Darunter wiederum befindet sich ein schwarzer Karton. Unter der Folie wird ein Stab mit einem weißen Punkt, in dessen Mitte Laura steht, hin und her geschoben. Anfangs skeptisch, was es mit dem so genannten „Leuchtstab“ auf sich hat und ob das ohne Lichtquelle funktioniert, erwies sich als einziges Manko des Stabes, das er aus der gleichen Pappe besteht wie die Gegenstände. Der wird bei intensiver Nutzung durch mehr oder minder geschickte Kinderhände früher oder später brechen.

 

Alle Gegenstände und auch die Grundrisse sind sehr detailliert und liebevoll gezeichnet. Dazu kommt, um dem Ganzen noch einen Zeitfaktor zu geben, noch eine Sanduhr, um die einzelnen Runden zu begrenzen. Der Deckel der Schachtel kann bei zu intensivem Lichteinfall als Schutz verwendet werden. Dazu wurde auch der Deckel innen drin mit einem Bild versehen.

 

 

Spielregeln

Natürlich ist es Pflicht der Erwachsenen, die Spielregeln zu lesen, schließlich ist das Spiel ja für Kindergartenkinder gedacht. Aber das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, denn es gibt nur wenige Regeln und die sind leicht verständlich beschrieben. Die Anleitung besteht aus einem großen Faltblatt, die einzelnen Spielstände sind mit Bildern genau dargestellt, die auch den Kindern einen Überblick geben, um was es bei dem Spiel geht.

 

 

Spielverlauf

Eine Spielrunde wird in nur einem Geschoss gespielt, das auf den Zapfen in der Schachtel aufgebaut wird. Die Gegenstände, die in diesem Geschoss gesucht werden sollen, werden mit der Rückseite nach oben auf den Tisch gelegt, drei Gegenstände etwas abseits, diese sollen zuerst gesucht werden. Dabei wird das (Wieder-)Erkennen von Formen geschult. Der Leuchtstab wird unter die Folie auf eine Startposition geschoben.

 

Der Spieler muss nun versuchen, in der dunklen Wohnung die Gegenstände suchen, die er unter den ersten drei Gegenständen vermutet. Dazu schiebt er den Leuchtstab unter der Folie entlang, während die Sanduhr läuft. Dabei darf sich Laura aber auch nicht anstoßen, Wände und Hindernisse müssen umgangen werden, ansonsten dürfen die Mitspieler laut protestieren, weil Laura sich weh tut.

 

Wenn innerhalb der Zeit einer der Gegenstände gefunden wird, darf der Spieler den Gegenstand behalten. Dabei gibt es kleine Fallen. Die groben Umrisse sind einander sehr ähnlich, es kann also zu Irrtümern kommen. Auch sind manche Gegenstände doppelt vorhanden, nur in anderen Farben.

 

Im Uhrzeigersinn geht es weiter. Ein neues Plättchen wird zu den beiden Verbliebenen gelegt, dann geht der nächste Spieler mit Laura los. Dabei wird mit dem Leuchtstab an der Stelle weiter gespielt, an welcher der vorhergehende Spieler geendet hat. Der Spielzug endet auch, wenn die Sanduhr abgelaufen ist, ohne das ein Gegenstand gefunden wird.

 

Sind alle Spielplättchen eines Stockwerkes gefunden, ist das Spiel zuende. Das Kind, das die meisten Gegenstände gefunden hat, ist der Sieger.

 

Spielspaß

In den Spielregeln werden ein paar Variationen benannt, die in erster Linie pädagogisch geprägt sind. Zum Beispiel die Benennung der Gegenstände nach den Spielplättchen und das Zeigen selbiger Gegenstände im eigenen Haushalt. Es gibt auch eine Variante zum Alleine spielen und eine zum Gedächtnistraining.

 

Als Altersgruppe sind Kinder ab 5 Jahren benannt. Das kann man als Schnittmenge betrachten, denn jüngere Kinder werden nur unter Anleitung der Eltern / von Erwachsenen das Spiel bewältigen und für ältere Kinder verliert es schnell an Reiz, ist keine echte Herausforderung mehr. Sie werden innerhalb kürzester Zeit genau wissen, wo welcher Gegenstand zu finden ist. Eine Art Memory-Effekt.

 

Kinder im Kindergartenalter werden aber sicher immer wieder gern das Haus erkunden und mit den genannten Varianten sicher auch über einen längeren Zeitraum zu beschäftigen sein.

 

 

Fazit

Lauras erste Übernachtung ist als pädagogisches Lernspiel gedacht und als solches sollte man es auch verwenden. Für die momentan klassische 1,5-Kinder-Familie ist es nur bedingt geeignet. Dafür aber ganz sicher für Kindergärten, um zum Beispiel Kindern mit Angst vor der Dunkelheit selbige zu nehmen. Vor allem, weil die angepeilte Altersgruppe so eng gestrickt ist, kann man dieses Spiel am Besten an Orten mit vielen, betreuten Kindern verwenden.

 

Sicher gut geeignet ist das Spiel auch für besonders ängstliche Kinder, bevor man sie an einem fremden Ort übernachten lässt. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

 

(anklicken zum vergrößern)

Eure Meinung:


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Lauras erste Übernachtung

von Amigo Spiel + Freizeit (mit dem Baumhaus Verlag)

Empfohlenes Mindestalter laut Hersteller: 5 Jahre

2 - 4 Spieler

Spieldauer: ca. 30 Minuten

ASIN: B000N3TXLG

Autor: Kai Haferkamp

Erhältlich bei: Amazon

 

 


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Erstellt: 25.11.2007, zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:36