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Legacy 1: Skywalkers Erbe

Reihe: Star Wars Sonderband 36

Rezension von Christel Scheja

 

Während die Vorgeschichte der Star Wars-Saga noch in den drei Filmen der Prequel-Trilogie erzählt wurde, hat man sich bei der Erzählung der Ereignisse nach dem Sturz des Imperators ganz auf eine Fortführung der Chronik in Rollenspiel, Computergame, Roman- und Comic-Form konzentriert.

Alle Abenteuer, die bei Verlagen von Random House und Dark Horse erscheinen sind offizieller Kanon und beleuchten das weitere Schicksal der Skywalker-Familie, die auch nach dem Sieg über das Imperium keinen Frieden finden konnten, denn die Galaxis wurde erneut bedroht.

 

Nachdem die Yuuzhan Yong das Antlitz der bekannten Welten grundlegend veränderten, sind die Welten in Chaos gestürzt, und neue Machtblöcke und Gefahren konnten heranreifen. So sind auch die Sith noch nicht Geschichte, sondern statt dessen zu neuer Macht herangereift, denn der neue Herr der Dunklen Seite der Macht hat die Lehrer-Schüler-Regel aufgehoben und sich einen Orden ähnlich der Jedi heran gezüchtet.

Die tapferen Ritter des Guten haben gut 120 - 140 Jahre nach dem Untergang des alten Imperiums auch nicht mehr die Achtung und die Bedeutung wie in früheren Zeiten. Das zeigt sich, als Imperator Roan Fel die Zerstörung der Jedi-Akademie auf Ossus zerstören lässt, da er sie als störend erachtet.

Doch er selber muss auch fliehen, als seine heimlichen Verbündeten, die Sith ihn verraten und sich Darth Krayt selber auf den Herrscherthron erhebt und die Galaxis mit Terror überzieht. Während sich dem Sith einige der machtgierigen Militärgouverneure und Flottenkommandanten anschließen, sammelt Fel im Exil seine Getreuen um sich, um nicht alle Welten in die Hand der Dunkelheit fallen zu lassen. Die größte Stütze sind seine imperialen Ritter, die in Jedi-Techniken ausgebildet wurden.

Die Jedi-Ritter selbst haben nichts zu lachen.

Diejenigen, die das Massaker auf Ossus überlebt haben, versuchen weiter durchzuhalten, und das schwache Licht der Hoffnung aufrecht zu erhalten, auch wenn es nicht immer einfach ist, da sie von Kopfgeldjägern und Sith verfolgt werden. Einige von ihnen klammern sich an die Hoffnung, dass es noch jemanden aus der Linie der Skywalker gibt, der die Galaxis wieder ins Licht zurück führen kann.

Doch Cade Skywalker ist weit davon entfernt, sein Schicksal annehmen zu können und zu wollen. Traumatisiert durch den Tod seines Vaters Kol auf Ossus und die Heilung seines eigenen Meisters, die ihn an den Rand der Dunkelheit führten, hat er sich Kopfgeldjägern und Schmugglern angeschlossen.

Zusammen mit seinen Partnern Delilah Blue und Jaryan Syn macht er auf der Suche nach Profit auf seinem Raumschiff „Mynock“ die Galaxis unsicher, bis ihn durch die Begegnung mit der Prinzessin Marasiah Fel die Vergangenheit wieder einholt und vor eine schwere Wahl stellt...

 

Es mag sein, dass die Geschichte in ihren Grundzügen nicht gerade innovativ klingt, aber sie wird interessant, spannend und auf einem hohen Niveau präsentiert.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Star Wars Reihen von Dark Horse qualitativ weit über dem Durchschnitt der üblichen Comicserien liegen, aber mit Geschichte wie „Legacy“ zeigen sie was das Medium wirklich kann. Nicht nur die Zeichnungen sind herausragend, auch der Inhalt überzeugt durch eine interessante und ausgefeilte Handlung, hintergründige Figuren und eine gute Mischung aus Charaktermomenten und Action.

Cade Skywalker ist ein moderner Held, seelisch gebrochen und durchaus bereit, sich der Dunkelheit zu in die Arme zu werfen, ist er das genaue Gegenteil seines Urgroßvaters Luke Skywalker, der mit Naivität und Idealismus sein Schicksal annahm.

Aber vielleicht ist es gerade diese Ambivalenz, die dem heutigen Skywalker hilft, mit den veränderten Gegebenheiten zurecht zu kommen. Denn anders als zu Lukes Zeiten herrscht kein tyrannisches Imperium mit strenger Ordnung über die Galaxis, sondern es regiert das heillose Chaos, in dem gar nichts anderes übrig bleibt, als den Weg des Glücksritters einzuschlagen, um sich überall durchzuwinden.

Bereits in den ersten Heften werden interessante Andeutungen gemacht, welche Auseinandersetzungen noch zu erwarten sind, und die Helden beuteln werden, so dass man am Ende der Graphic Novel wirklich neugierig auf die Fortsetzung ist.

 

„Legacy“ ist für Fans der Star Saga ein unbedingtes Muss, aber auch wer spannendes und modernes Science Fiction-Abenteuer mag, wird seinen Spaß an der Graphic Novel haben, die Action auf hohem künstlerischem und inhaltlichem Niveau bietet.

Eure Meinung:


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Comic:

Legacy 1: Skywalkers Erbe

Reihe:Star Wars Sonderband 36

Autor: Jan Duursema, John Ostrander

Zeichner: Jan Duursema, Dan Parsons

Farbe: Brad Anderson

Originalhefte: Star Wars-Legacy # 0,1-3,5-7, Dark Horse 2006

Aus dem Englischen von Michael Nagula

Panini Comics, Februar 2007

Graphic Novel im Comicformat, ca. 156 Seiten, 14,95 EUR

ISBN 978-3-86607-338-8

Erhältlich bei Amazon

Zur Serie:

STAR WARS


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Erstellt: 22.03.2007, zuletzt aktualisiert: 14.07.2019 13:58