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Lego Indiana Jones - Die legendären Abenteuer (PC)

Rezension von Thomas Götz

 

Rezension:

Endlich wieder ein Indiana Jones-Spiel! Werden manche ausrufen, nachdem sie diesen Titel in den Händen halten. Zurecht, denn unser lieber Indy wurde ja seit der etwas... nun ja, mäßigen Tomb Raider-Like-Umsetzungen der Jahrtausend-Wende etwas vernachlässigt.

Gut, der vorliegende Titel ist "Lego" Indy, kein Adventure wie zu den glorreichen alten Zeiten, aber auch keine Tomb Raider-Verballhornung mit missglückter Steuerung.

 

Grafik

Die Grafik ist sehr liebevoll gestaltet und durchaus ansehnlich, will heissen: man sollte keine High-End-Grafik wie im neuen Batman-Spiel erwarten, aber man kann durchaus zufrieden sein. Natürlich ist die Umgebung und das ganze drum und dran alles in Lego gehalten: Pflanzen etwa sind grüne Legopflanzen (bis auf die im Hintergrund) und sehen auch so aus, Brücken sind ebenso Lego-Bausteine, auch Leitern usw.. Das Ganze wirkt in sich stimmig und man merkt die etwas bessere Grafik im Vergleich zu Lego Star Wars. Dennoch wird kein Shader 3 benötigt, wodurch das Spiel auch auf etwas älteren Kisten flüssig laufen dürfte. Wie alle Spiele der neueren Generation trägt auch dieses das Games for Windows Logo und ist unter Vista und Win7 spielbar.

 

Die Story & die Atmosphäre

Tja, was soll man zur Story sagen, die ist ja altbekannt. In Lego-Manier spielt man die Ereignisse der ersten drei Filme nach (für den vierten gibt es ein Extra Spiel). Natürlich ist das Ganze in Lego-Manier aufbereitet und wie schon in Lego Star Wars mit Comedy-Einlagen versetzt. So klaut Indy z.B. nicht nur das Idol aus dem ersten Teil sondern leert erstmal auf witzige Weise seine Taschen. Solcherlei Slapstickeinlagen gibt es natürlich durch alle drei Filmteile und sind recht lustig anzusehen.

 

Gut ist natürlich auch, das man selber aussuchen kann, mit welchem der Filme man beginnt. Zwischen den einzelnen Filmen kann man ins Barnett College gehen und sich dort etwas umsehen (bzw. auch Cheats freischalten oder für Lego-Punkte einkaufen gehen usw.).

 

Wie in einem Lego-Spiel auch üblich wird im ganzen Spiel kein einziges Wort gesprochen. Dies tut der Atmosphäre aber keinen Abbruch, denn eigentlich braucht man auch keine Sprache und die witzigen Slapstickeinlagen tun sowieso ein Übriges.

Unterstützend gibt es natürlich auch die Original Indy-Musik zu hören, was noch einmal zusätzlich zur Atmosphäre beiträgt.

 

Selbstverständlich werden in einem Lego-Spiel auch die Charaktere nicht 'zerfetzt', sprich: der aus den ersten Indy-Filmen bekannte "Gore"-Faktor fällt raus (und nein, es gibt auch keine NS-Symbole). Figuren, die sterben, fallen z. B. nur auseinander oder in sonstiger witziger Art aus dem Bild (natürlich kann man sie später, entsprechende Punkte vorausgesetzt, freischalten bzw. -kaufen und dann mit ihnen spielen). Sterben kann man selber natürlich auch nicht, man verliert höchstens ein paar Punkte, steigt dann aber sofort wieder an derselben Stelle ein.

Sicher kann man jetzt argumentieren, das dies in einem "kindgerechten" Spiel so üblich ist, dennoch sollte man nicht unbedingt von einem reinen Kinderspiel sprechen, denn vor allem durch die Rätsel braucht man doch etwas an logischem Denkvermögen (außerdem sind die Filme auch ab 16, so das etwaige Kinder die Szenen des Spiels gar nicht zu würdigen wissen).

 

Gameplay

Dies führt uns sogleich zum nächsten Punkt, dem Gameplay. Die Steuerung fällt, zumindest mit dem Gamepad, intuitiv leicht und geht ohne große Probleme von der Hand. Man bewegt sich, klettert, haut, und springt (oder setzt die Peitsche ein).

 

Wie bereits erwähnt gibt es auf dem Weg durch die einzelnen Level immer mal wieder teils knackige Rätsel zu lösen, für die man z. B. gleichzeitig mit dem 2. Spieler auf einem Schalter stehen muss oder in dem man die Peitsche einsetzen muss, um an Gegenstände etc. zu gelangen. Diese sind aber auch immer fair und mit etwas Ausprobieren oder Nachdenken leicht zu lösen. Hilfestellung geben natürlich die Objekte selber, die leuchtend dargestellt werden - und ggf. der KI Kollege, denn wenn der zweite Spieler nicht von einem Menschen gesteuert wird, übernimmt dies der Computer, der sich dann schon mal an eine hilfreiche Stelle begibt (Die KI Kollegen sind überdies ganz in Ordnung, jedoch zu 80% auf pures Hinterherlaufen "Spezialisiert").

 

Natürlich gilt es, wie in Lego-Spielen üblich, auch wieder Lego-Steine zu sammeln, die entsprechend Punkte geben (und in unterschiedlichen Farben vorhanden sind). Die Blauen und Goldenen etwa bringen am meisten Punkte, sind aber mitunter auch versteckt oder schwerer zu erreichen. Von diesen Punkten kann man dann im bereits erwähnten Shop Extras kaufen gehen. Noch mal ein zusätzlicher Motivationsschub für alle, die unbedingt "alles" erreichen bzw. freischalten wollen. Auch das ein oder andere Gimmick lässt sich freilich bereits versteckt in den Leveln finden.

 

Spielspaß

Wie bereits erwähnt kann man mit Lego-Indy viel Spaß haben, wenn man die Story der drei Filme noch mal auf humorige Art nachspielt. Richtig viel "Fun" macht Lego Indy aber mit zwei Spielern (nur an einem PC möglich), denn es geht einfach nichts über den Spaß, den man hat, wenn man mit einem Freund zusammen durch die Level jagt - immer auf der Suche nach dem nächsten Legostein (und mit - hoffentlich - kombinierter Rätselpower).

Sicher, wer richtig Gas gibt, ist an einem Nachmittag mit dem Spiel durch, aber dann gibt es ja immer noch die vielen Extras zum freischalten....

 

Fazit:

Ein durchaus als sehr gelungen zu bezeichnendes Spiel, mit dem man viel Spaß haben kann. Auch wenn man vielleicht schnell durch ist, da das Spiel mittlerweile zum Budgetpreis von 10 Euro erhältlich ist, kann man ruhigen Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen.

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Eure Meinung:


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PC-Spiel:

Lego Indiana Jones - Die legendären Abenteuer

von LucasArts

Plattform: Windows Vista / XP

USK-Einstufung: USK ab 6 freigegeben

Medium: Computerspiel

Sprache: Deutsch, Englisch

ASIN: B0014BDQLY

Erhältlich bei: Amazon

 

Systemanforderungen

Prozessor: P3 1.0 GHz, AMD kompatibel

Grafikkarte: DirectX kompatibel, 128MB, mit Pixel-Shader Support 2.0

Arbeitsspeicher: 256 MB

Festplattenspeicher: 4.0 GB


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Erstellt: 03.12.2009, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50