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Lese-Piraten

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Auf der Schatzkiste des Piraten Lautikus sind geheimnisvolle Bilder zu sehen. Können die Piraten das Rätsel lösen? L wie Löwe, Au wie Auto, T wie Tafel ... Ah, das Wort heißt L-au-t-i-k-u-s! Die Spielesammlung macht Kinder mit Lauten, Buchstaben und ersten Wörtern vertraut. Zwei zusätzliche Spielideen sind für Piraten geeignet, die bereits gut lesen und schreiben können. Mit Anlauttabelle und Begleitheft zur spielerischen Lese-, Schreib- und Sprachförderung. Für 1 - 4 Spieler.

 

 

Spielziel:

Bei den Lese-Piraten handelt es sich um eine Schatzkiste angefüllt mit sieben Spielen, die das Lesen- und Schreibenlernen unterstützen sollen. Zwei der Spiele sind dabei für Kinder gedacht, die bereits erste Erfahrungen mit dem Lesen und Schreiben sammeln konnten, also im Regelfall bereits zur Schule gehen. Sie können hier ihre Fähigkeiten spielerisch üben und vertiefen.

 

 

Ausstattung:

Die Form der Schatzkiste ist ein optischer Geniestreich, alle Probanden wollten sofort losspielen. Auch die anderen Teile sprachen die Kinder an. Die Bilderkarten zeigen deutlich erkennbare Tiere oder Gegenstände, die zur Anlauttabelle passen.

Diese Anlauttabelle und damit alle darauf aufbauenden Spiele ist leider nicht Standard. Damit hatten besonders die Leseanfänger zu kämpfen, da hier nicht die Symbole ihrer Anlauttabelle aus der Fibel zu finden waren. Somit mussten sie zunächst erraten, worum es sich bei den abgebildeten Dingen handelt. Hier hätte der Verlag vielleicht noch eine zweite Tabelle beilegen sollen, oder eine bessere Lösung für das Problem finden sollen.

Sobald die Laute aber erst einmal zugeordnet und im Gedächtnis der Kinder verankert waren, konnten sie damit problemlos umgehen.

Mit dem schön bunten Stift kann man auf der Deckelinnenseite schreiben, dazu gibt es ein Tuch zum wegwischen - das gestaltete sich völlig problemlos und kam bei den Kindern sehr gut an.

Die Sanduhr ist eine Standardversion und funktionierte ebenfalls klaglos.

Besonders gelungen ist die Anlautdrehscheibe, mit der man sich sehr schön über die Symbole und Zuordnungen informieren kann. Zusätzlich sind alle Laute nach vier Schwierigkeitsstufen farblich gekennzeichnet, was das Finden und Sucher erleichterte.

Ein kleines Begleitheftchen erlaubt es den Eltern etwas tiefer in die Lernspiele einzusteigen, den pädagogischen Hintergrund zu verstehen und auch zusätzliche Ideen zu finden, etwa weitere Wörter für bestimmte Spiele.

Das Schöne an der Ausstattung ist, dass sie durch die vielen Kombinationen eine bunte Vielfalt an Spielen ermöglicht und dennoch vom Umfang her übersichtlich bleibt.

Ein sehr gelungenes Konzept.


 


Spielregeln:

Sieben Spiele, sieben Spielregeln. Insgesamt aber sind alle Spiele einfach zu begreifen und schnell zu erlernen. Zum Teil beruhen sie sowieso auf meist bekannten Regeln, etwa Memory oder Bingo. Mit kleinen Varianten lassen sich die Spiele auch an Jüngere oder Erfahrenere anpassen.

Die Spielregeln kommen mit wenigen Grafiken aus, sind dafür aber lustig illustriert.




 

Spielverlauf:

Die Spiele im Einzelnen:

 

Flinke Lese-Piraten

In die zehn Fächer der Schatzkiste werden Bildkarten gelegt, die aus dem Säckchen nachgezogen werden. Der Spieler wirft nun die Kanonenkugel in die Kiste und alle Spieler bemühen sich nun ihre Piratenfigur auf das dazugehörige Lautkärtchen, die auf die Tisch ausgebreitet wurden, zu legen. Wer das schafft, ruft Stopp und sollte er Recht haben, was die Kontrolle mit der Rückseite schnell offenbart, darf sich das Kartenpaar nehmen. Liegt er falsch, muss er ein bereits erworbenes zurückgeben. Wer zuerst 5 Pärchen erobert hat, gewinnt.



 

Flinke Lese-Piraten in Aktion
Gegen die Uhr...

Lese-Piraten ahoi!

Diesmal werden die Bildkarten auf dem Tisch verteilt und die Lautkärtchen gelangen ins Säckchen. Nach einem „Piraten ahoi!“ wird die Sanduhr umgedreht und der Spieler, der nun als Piratenkapitän fungiert, beginnt nun so schnell wie möglich ein Kärtchen nach dem anderen aus dem Sack zu ziehen und seinem Partner zuzuordnen, bis der Sand durchgelaufen ist. Für jedes richtige Pärchen darf er sich einen Strich unter seinem Namen eintragen, die zuvor auf den Deckel geschrieben wurden.

Die Striche werden gezählt und der Sieger gekürt, sobald jeder Spieler dreimal Kapitän war.

 

Etwas Glück hilft beim Bingo

Lese.Piraten-Bingo

Jeder Spieler bildet aus neun Bildkarten ein Quadrat vor sich auf dem Tisch. Nacheinander ziehen sie Spieler nun Lautkärtchen aus dem Sack und nennen ihn laut. Sollte ein Laut zu einem Bild passen, darf das entsprechende Kärtchen umgedreht werden. Wer zu erst eine Reihe, egal ob quer, waagerecht oder diagonal umgedreht hat, gewinnt dieses Spiel

 

Lese-Piraten-Memo

Vier Lautkarten werden vor den Spielern hingelegt. Jeder soll sie sich gut einprägen. Dann werden die Buchstaben mit die Piratenfiguren bedeckt. Aus dem Säckchen zieht der Spieler nun ein neues Kärtchen. Anhand der Farbe muss er sich jetzt an den farblich passenden verdeckten Laut erinnern und ein Wort benennen, das damit beginnt. Gelingt es ihm, kann er das verdeckte Kärtchen durch das neue ersetzen und es behalten. Gewonnen hat der Pirat, der zuerst fünf Kärtchen zusammen hat.

 

Piratenkapitän gesucht!

Zehn Bildkarten werden vor den Spielern ausgebreitet. Aus dem Säckchen wird eine Lautkarte gezogen. Nun versuchen alle Spieler gleichzeitig, ihren Piraten auf eine der Bildkarten zu legen, die den Laut enthält, ob als An-, In- oder Auslaut.

Hat jeder gelegt oder ist keine passende Bildkarte zu sehen, wird kontrolliert. Wer korrekt gelegt hat erhält die Bildkarte und es wird aufgefüllt. Piratenkapitän wird derjenige, der als Erster fünf Bildkarten erworben hat.

 

und auch noch sauber schreiben...

Wort-Piraten

Dieses Spiel erfordert, dass die Spieler schreiben können. Zehn Lautkärtchen werden aus dem Säckchen gezogen und in die Fächer der Schatzkiste verteilt. Der Spieler wirft die Kanonenkugel in die Kiste und ein anderer dreht de Sanduhr um, sobald die Kugel bei einem Lautkärtchen liegen bleibt. Nun versuchen alle Spieler so schnell wie möglich, Wörter aufzuschreiben, deren Anlaut mit dem des Kärtchens übereinstimmt. Ist die Zeit verronnen, wird kontrolliert und die Anzahl der richtigen Wörter als Punkte auf dem Deckel der Schatzkiste notiert.

Die Lautkarte wird ausgetauscht und weiter gespielt. Nach sechs Runden ermittelt man den Sieger anhand der Gesamtpunktzahl.

 

Stadt-Land-Piraten

Das bekannte Stadt-Land-Fluss. Zur Auswahl des Buchstabens dienen die zehn Lautkärtchen in den Schatzkästchenfächern. Mit der Kanonenkugel wird der Anlaut wie bereits gewohnt ermittelt und sofort schreiben die Spieler entsprechende Begriffe in ihre Liste, wobei die Kategorien von der in den Regeln vorgeschlagenen abweichen können.

Dasselbe gilt für die Punktverteilung.

Wer zuerst in alle Spalten etwas eingetragen hat, ruft „Stopp!“ und es wird kontrolliert. Die addierten Punkte werden in die letzte Spalte der liste eingeschrieben. Nach sechs Runden wird der Gesamtsieger ermittelt.

 

Spielspaß:

Durch die große Vielfalt der Spiele kann der Spielspaß über eine lange Zeit aufrechterhalten werden. Wenn man auf ein Spiel keine Lust mehr hat, spielt man eben ein anderes. Keines der Spiele dauert zu lange und es ist auch für jeden Spieler gleich schwer, außer beim Bingo spielt Glück keine Rolle, viel mehr kommt es auf persönliche Fähigkeiten an, die aber mit den Spielen trainiert werden.

Zwar kann man die Spiele auch allein spielen, durch Konkurrenz und dem dadurch provozierten Ehrgeiz lassen sich aber nicht nur bessere Ergebnisse erzielen, es macht auch wesentlich mehr Spaß. Eltern sollten auf jeden Fall das Spiel begleiten, um Streitereien über Wörter schlichten zu können, Es hilft auch, das Wörterbuch der Schulkinder oder den Duden parat zu haben.

Für Kinder mit einer unterschiedlichen Anlauttabelle sollte zudem vor dem ersten Spiel einige Zeit darauf verwendet werden, sich die Bildkarten genau anzuschauen und die entsprechenden Laute abzuklären.

 

Fazit:

Die Lese-Piraten sind eine sehr schöne Spielesammlung für Lernanfänger und Grundschulkinder. Der große Abwechslungsreichtum und die einfachen Regeln machen das Lernen zum Vergnügen. Aufmachung und Gestaltung sprechen Kinder problemlos an und helfen ihnen zusätzlich schnell Erfolge zu erzielen. Rundum empfehlenswert.

 

 

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

spder 1
Sonntag, 04. November 2007 20:26 Uhr
der mensch

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Lernspiel:

Lese-Piraten

Spielidee: Wolfgang Dirscherl

Illustration: Guido Hoffmann

Haba, 2007

Alter: ab 5

Spieler: 1-4

Spieldauer: je Spiel ca. 10-15 Minuten

ASIN: B000NDGBV6

Erhältlich bei: Amazon

 

Dieses Spiel fördert:

 

  • Lesen
  • Schreiben
  • Merkfähigkeit

 

 

Inhalt:

 

  • 1 Schatzkiste (mit Schreibfläche im Deckel und 10 Fächern im Unterteil)
  • Anlaut-Scheibe
  • 4 Piraten aus Holz
  • 51 quadratische Bildkarten
  • 51 runde Lautkarten
  • 3 Kanonenkugeln
  • 1 Säckchen
  • 1 Sanduhr
  • 1 Stift
  • 1 Tuch
  • 1 Anlauttabelle (DIN A4-Poster)
  • 1 Begleitheft Lese-Piraten
  • 1 Spielanleitung

 

 

Die Spielanleitung kann man sich auch bei HABA herunterladen.

 


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Erstellt: 10.10.2007, zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:36