Als Nathalie zu einem Kurzurlaub ›entführt‹ wird, beobachtete sie prompt einen Mord. Dass sie hier nicht bei der Aufklärung helfen kann, gefällt ihr nicht. Als sie Wochen später der Probe einer Theatertruppe beiwohnen kann und es dabei zu einem ungewöhnlichen Todesfall des Regisseurs kommt, kann sie ihre Fähigkeiten jedoch wieder unter Beweis stellen.
Im 22. Band ihrer Cosy-Crime-Reihe Tee? Kaffee? Mord! lässt Ellen Barksdale ihre Protagonistin gleich mehrfach Augenzeugin eines Mordes werden. Dass sich beide Morde zufällig als in einem Zusammenhang stehend erweisen, ist zwar nicht unbedingt besonders realistisch, im Genre aber auch nicht wirklich ungewöhnlich. Viel wichtiger ist allerdings, dass es den Fans der Reihe wieder gefallen dürfte.
Beim ›Hauptmord‹ am Regisseur einer Theatergruppe, die das abgelegene Earlsraven als Probe-Lokation für eine geplante große Produktion nutzt, treffen wieder alle fürs Genre und speziell diese Reihe typischen Elemente zusammen: Eine offensichtlich nicht von allen Beteiligten geliebte Person kommt unter verdächtigen und eigentlich fast unmöglichen Umständen ums Leben, doch keiner der zahlreichen Verdächtigten scheint eine Möglichkeit gehabt zu haben, den ›Unfall‹ geplant herbeizuführen. Umstände also, die perfekt zur Protagonistin und ihrem Freundeskreis passen. Dass der Fall am Ende trotzdem gelöst wird, versteht sich von selbst. In bester Cosy-Crime-Tradition fallen schlussendlich alle Puzzlestein in ihre Position. Also alles, wie es Cosy-Crime-Fans gewohnt sind und erwarten.
Stilistisch gibt es (natürlich) keine Überraschungen.