Livaks letzte Schlacht (Autorin: Juliet E. McKenna; Die Welt von Einarinn, Bd. 6)
 
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Livaks letzte Schlacht von Juliet E. McKenna

Reihe: Die Welt von Einarinn, Bd. 6

Rezension von Christel Scheja

 

„Livaks letzte Schlacht“ schließt lückenlos an "Das Schwert des Assassinen" an, da die beiden Romane im Original ein Buch bilden. Erstmals hat es sich Bastei-Lübbe erlaubt, einen Band des Einarinn-Zyklus’ zu teilen, obgleich das von der reinen Seitenzahl her nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

 

Inzwischen leben Livak, die Diebin und Spielerin, und ihr Freund Ryshad mit den ersten Kolonisten Tormalins zusammen, die sie einst schlafend in einer Höhle fanden. Sie haben ihnen geholfen, ihre Heimat neu aufzubauen und gegen Übergriffe aus der alten Heimat zu verteidigen, indem Ryshad mit seinem einstigen Oberherrn dafür sorgte, dass sie das Wohlwollen des jungen Kaisers erlangten.

Zusammen mit den Magiern, die bisher in den Trümmern des alten Imperiums nach Spuren magischer Vermächtnisse suchten, beschützen sie die Menschen aus der Vergangenheit, weil sie sich immer noch Erkenntnisse über die Magie und anderen Vermächtnisse der untergegangenen Zivilisation erhoffen.

Noch ist die junge Kolonie nicht autark und benötigt Unterstützung aus der alten Heimat. So wird ihr Bestehen gefährdet, als ein Versorgungsschiff ausbleibt.

Die Gefährten finden schnell heraus, dass es von Piraten abgefangen wurde, Räubern, die im Bunde mit den Elietimm und ihrem alten Erzfeind Ilkehan stehen und brechen auf, um dem Magier, der sich finsterer Magie bedient, endlich das Handwerk zu legen. Dafür müssen sie sich aber aufteilen, denn der genaue Aufenthaltsort des Feindes ist nicht bekannt. Und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf zwei Fronten zu kämpfen und zu hoffen, dass sie immer noch stark genug sind...

 

Da „Livaks letzte Schlacht“ nur den zweiten Teil des Originalromans darstellt, wird man unvermittelt in die Handlich geworfen und merkt sehr deutlich, wie rasant der Zyklus nun auf den letzten Höhepunkt zusteuert. Der verläuft dann fast schon wieder unspektakulär und ein wenig enttäuschend. Aber vielleicht ist das nur ein vorläufiges Ende des Zyklus, denn Juliet E. McKenna lässt sich genügend Handlungsfäden offen, um daran wieder anzuknüpfen.

Wie auch die anderen Bände aus der Welt von Einarinn ist der Roman Fantasy, die ohne exotische Wesen auskommt, aber trotzdem durch ungewöhnliche Kulturen, eine geheimnisvolle Vergangenheit und die in verschiedenen Ausprägungen der Magie einen farbenprächtigen Hintergrund bietet. Und vor allem die Figuren liegen der Autorin am Herzen. Es gelingt ihr selbst den Nebencharakteren durch Schwächen und eigensinnige Marotten Leben einzuhauchen. Gleichberechtigung ist ebenfalls kein Problem und wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Frauen und Männer gehen ihren Fähigkeiten und ihrem gesellschaftlichen Rang gemäß miteinander um, und werden nicht aufgrund ihres Geschlechtes benachteiligt oder begünstigt.

 

Zu all dem kommt letztendlich noch ein gesundes Maß an Action, Abenteuer und Intrigen, so dass Leser, die spannende Fantasy ohne viel Brimborium lieben, von Anfang bis Ende gut unterhalten werden – sofern sie den Zyklus ganz kennen.

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202406151936389f133d37
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Livaks letzte Schlacht

Reihe: Die Welt von Einarinn, Bd. 6

Autorin: Juliet E. McKenna

broschiert, 320 Seiten

Bastei-Lübbe, erschienen Januar 2006

ISBN 978-3-404-20557-8

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Irmhild Seeland

Titelbild von Geoff Taylor

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 21.01.2007, zuletzt aktualisiert: 21.05.2024 18:41, 3383