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Lost Empire - Immortals (PC)

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Im Jahre 1996 erschien ein Spiel auf dem Markt, welches das Genre „Weltraumstrategie“ prägen sollte. Sein Name, „Master of Orion 2“. Es setzte Maßstäbe die bis Dato noch nie erreicht wurden und noch bis heute müssen sich neue Spiele für diese Sparte an ihm messen lassen. Das neuste Werk im Bereich rundenbasierte-Weltraumstrategie heißt „Lost Empire – Immortals“ und ist aus dem Hause Koch Media. Die ersten Eindrücke sahen bereits sehr vielversprechend aus und ich freue mich schon darauf es genauer „unter die Lupe“ nehmen zu können.

 

Handlung

 

Imperien sind untergegangen und nur noch eine Erinnerung. Die Unsterblichen sind alle in großen Kriegen gestorben. Alle? Nein, es gibt noch zwei, die nach der Gier nach Macht doch noch vorhandenen und expandierenden sechs Rassen auf ihre Seite ziehen wollen, um ihren Gegner zu vernichten. Aber nicht nur fünf andere Konkurrenten lauern im All, auch andere kleine Splittervölker können dem Spieler das Leben schwer machen.

 

Während man als Spieler nun seinen Herrschaftsbereich ausdehnt, muss man viele Aspekte im Auge behalten. Das Volk will ernährt werden, Rohstoffe für den Ausbau der Kolonien und den Schiffbau müssen beschafft werden, mit Kolonieschiffen muss das Sternenreich erweiter werden und mit einer großen Flotte muss man sein Reich verteidigen. Auch die Forschung sollte man im Auge behalten, denn nur so verbessert man seine Waffen oder Planetenausbauten.

 

Früher oder später trifft man auf seine Konkurrenten und es liegt am Spieler, ob er Allianzen schmieden will, oder auf Konfrontationskurs mit seinen Nachbarn gehen wird. Und da sind immer noch die beiden Unsterblichen, die Ihr ganz eigenes Spiel spielen….

 

Technik

 

Die Grafik ist gerade bei Weltraumspielen immer ein besonderer Punkt und als Spieler von „Lost Empire“ werden in diesem Punkt auf keinen Fall enttäuscht werden. Jedes Sonnensystem verfügt über eine Sonne und mehrere Planten, welche sich um diese drehen. Auch die Darstellung eines Planten des jeweiligen wirkt mehr als realistisch. Es könnte sich wirklich um echte Planten handeln. Die Zoomfunktion erlaubt es dem Spieler zusätzlich sehr dicht an einzelne Flotten oder Sonnensysteme heranzuzoomen, um sich alles ganz genau anzusehen.

 

Der Sound untermalt das Spiel ebenfalls sehr schön, zumindest für eine gewisse Zeit. Dann wird er eher nervig, so dass man ihn am besten abstellt und auf die eigene Musik zurück greift. Gerade der Sound von Weltraumspielen ist zumeist ein Schwachpunkt. Allerdings fällt es auch sehr schwer gerade in diesem Genre die Musik einzubinden, welche auf Dauer abwechslungsreich und nicht zu aufdringlich ist. Daher liegt „Lost Empire“ voll im Trend, denn so schlecht ist die Musik nun nicht, das sie unerträglich wäre, lediglich auf Dauer verlangt es dem Spieler nach etwas mehr Abwechslung.

 

Spielspaß

 

Wie bereits oben erwähnt, kommt kein Spiel aus dem Genre „rundenbasierte Weltraum-Strategie“ darum herum, mit „Master of Orion 2“ verglichen zu werden. Was ist besser, was ist schlechter?

Geht es um Grafik und Sound, so gebe ich ganz klar „Lost Empire“ den Vortritt. Das System mit den Anführern ist gut durchdacht, ebenso Diplomatie und Forschung. Hier ist man auf jeden Fall auf Augenhöhe, wenn nicht sogar besser als der legendäre Konkurrent.

 

Der größte Schwachpunkt liegt darin, dass man die Schlachten nicht selber steuern kann. Zwar kann man für jedes Schiff einer Flotte einen Verhaltensbefehl einstellen, doch ist mir das einfach zu wenig. Wenn ich mir schon die Mühe mache, Schiffskonzepte zu entwickeln, dann will ich sie auch, am besten ebenfalls rundenbasiert, in Schlachten steuern. Hier haben „Master of Orion“ und andere Konkurrenten leider deutlich die Nase vorn und ich möchte sagen, dass mit dem Fehlen dieses Features eine riesige Chance vergeben worden ist „Lost Empire“ zu einer „Weltraumstrategie- Legende“ zu machen.

 

Auch das Ausbausystem, wie man seine Planeten ausbaut, da hätte ich mir etwas anders gewünscht. Jedes Sternensystem kann man nur einmal kolonisieren, dann stellt man lediglich die Art der Kolonie, z.B. Mine, Landwirtschaft, Handel, Raumwerft, Megapolis, Festung oder Außenposten ein, dann wird alles weitere nach und nach ausgebaut. Das Schlagwort heißt Makromanagement, an das man sich erst einmal gewöhnen muss. Allerdings bietet sich die Möglichkeit mit bis zu 5000 Sonnensystemen zu spielen. Stelle ich mir da vor, in jedem System mindestens drei Planeten kolonisiert zu haben, eine Runde würde wohl ab einem gewissen Zeitpunkt Stunden dauern. Da ist es mir doch viel lieber so viele Sternensysteme mit nicht zu großem Aufwand im Management zu erstellen.

 

Spaß macht „Lost Empire“ allemal. Vor allem die Langzeitmotivation hält einen lange am Spielen. Auch der Multiplayermodus gefällt mir sehr gut, denn gerade im Spiel mit menschlichen Gegnern stört es auch nicht, dass man seine Kämpfe nicht selber steuert.

 

Fazit

 

Trotz des einen oder anderen Schwachpunktes schafft es „Lost Empire“ unter meine persönlichen Top 3 in diesem Genre. Ich weiß nicht, ob man mit einem Patch das Kampfsystem überarbeiten könnte, ich denke aber auch nicht, dass dieses gewünscht ist. „Master of Orion 2“ wird auch weiterhin an der Spitze der Weltraum-Strategie stehen, aber „Lost Empire“ ist ihm schon dicht auf den Fersen.

 

 

 

Eure Meinung:


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Lost Empire - Immortals (PC)

von Koch Media GmbH

USK-Einstufung: Freigegeben ab 6 Jahren gem. 14 JuSchG

Spiel und Handbuch auf Deutsch

ASIN: B0010SC6PI

Erhältlich bei: Amazon

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

Betriebssystem: Windows XP / Vista

Prozessor: 1,2 GHz CPU

Speicher: 512 MB RAM

benötigter Platz auf der Festplatte: 1 GB

Grafikkarte: GeForce 4 oder besser

DirectX9.0c kompatible Soundkarte

Eingabegeräte: Tastatur, Maus

Laufwerk: DVD-ROM

 


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Erstellt: 27.03.2008, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50