Bereits mit ihren ersten Loving Reaper-Geschichten wurde Jenny Hefczyk unter ihrem Pseudonym Jenny Jinya nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland bekannt. Sie erreicht auch heute noch mit ihren berührenden Geschichten so manche Lesende. Deshalb erscheint nun nach einigen Jahren auch ein zweiter Band mit Erzählungen: - Hiraeth - Und wir blieben zurück.
Nicht nur die Menschen, manchmal zieht es auch die Haustiere selbst zu den Menschen zurück, mit denen sie eine innige Liebe verbindet. Doch wie so oft gibt es auch jene, die grausam und brutal handeln und durch die der Tod vielleicht zu einer Erlösung wird.
Der Tod ist immer dann zur Stelle, wenn das Ende gekommen ist. Er begleitet die verletzten, geschundenen und manchmal auch verwirrten Seelen beim Übergang und hilft ihnen loszulassen – dabei erlaubt er ihnen jedoch, sich so viel Zeit dafür zu nehmen, wie sie brauchen.
Und während die Künstlerin dem Tod den Schrecken nimmt und diesen sogar zu einem freundlichen und liebenswerten Helfer in diesen schweren Stunden werden lässt, spart die Künstlerin doch nicht an Kritik. Denn sie zeigt auch, wie grausam Menschen sein können – sei es nun, weil sie einen Hund nicht im Haus haben wollen oder eben auch mit einer fingierten Tierrettung Views schinden.
Unaufdringlich aber dennoch deutlich macht sie auf die Grausamkeiten aufmerksam, die manche Menschen wissentlich, viele aber auch unwissentlich begehen. Angefangen mit denen, die Haien die Flossen abschneiden und die noch lebenden Tiere zurück ins Meer werfen. Oder einfach nur wenn sie Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen, die in der Nahrungskette großen Schaden anrichten. Haus und Wildtiere kommen dabei zu Wort – die kleinen Geschichten mahnen und trösten zugleich.
Das trifft auch bei denen zu, in denen Haustiere eine wichtige Rolle spielen. Hier darf auch Trauer einen größeren Raum einnehmen. Alles in allem führt das zu einer ebenso abwechslungsreichen wie stimmungsvollen Sammlung die von Anfang bis Ende einfach nur berührt.