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Lust im Reich der Schatten von Doris E. M. Bulenda

Reihe: Dämonenlady, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Die in München geborene Doris Eva Maria Bulenda hat lange Zeit als Werbegraphikerin und -texterin gearbeitet, lebt aber inzwischen in einem osteuropäischen Land und nutzt die Zeit dazu, Geschichten zu schreiben, wenn sie nicht gerade mit ihrem Pferd ausreitet. Sie ist bekennender Single und Fantasy-Fan. „Lust im Reich der Schatten“ ist ihr erster Roman und der Auftakt der Geschichten um die „Dämonen-Lady“.

 

„Nur so aus Spaß“ führt eine junge und frustrierte Büroangestellte ein schwarzmagisches Ritual zur Beschwörung von Dämonen aus und wundert sich nicht schlecht, als sie plötzlich Kontakt mit jemandem hat, der sich Aziz nennt. Zwar erscheint der erst einmal nicht so ganz körperlich, er nistet sich aber in ihrem Kopf ein, und wirklich los werden kann sie ihn nicht mehr.

In den nächsten Wochen stellt er ihr Leben auf den Kopf. Denn zuvor war sie eher eine graue und unscheinbare Büromaus. Nun fängt sie an, sich Reizwäsche zu kaufen und an den Abenden Männer aufzureißen und abschleppen zu lassen und mit denen zu gehen.

Auch wenn sie das zunächst anwidert, mit der Zeit findet sie doch viel Spaß an den erotischen Spielchen mit den unterschiedlichsten Sex-Partnern und geht immer mehr auf ihre Vorschläge ein. Durch das Kampftraining entwickelt sie sie mit der Zeit auch ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie handeln lässt, aus ihr normales Leben langsam den Bach runter geht. Aber ihre wachsende Beziehung zu Aziz lässt sie nun auch die Grenzen zwischen den Welten überwinden, in denen sie viele so dramatische wie erotische Abenteuer erwarten.

 

„Lust im Reich der Schatten ist eigentlich weniger ein Fantasy-Roman als eine überaus erotische Geschichte. Denn der Hintergrund ist hier eher Mittel zum Zweck, phantastisches Werkzeug, um die Heldin nach und nach in eine erotische Kampfmaschine zu verwandeln, die im Bett mehr Power zeigt als an anderer Stelle. Die Handlung dient dazu, um eine Sex-Szene an die andere zu reihen. Romantisches Geflüster und zärtliche Allüren sollte man allerdings nicht erwarten, es geht immer gleich deftig zur Sache.

Immerhin nimmt sich die Autorin Zeit, die Figuren aufzubauen und einzuführen. Die namenlose Heldin ist mehr oder weniger eine Jedermann, eine ganz normale Single-Frau, die von ihrem bisherigen Leben frustriert ist und in Sex-Dingen eher bieder wirkt. Aziz scheint in dieser Beziehung eher das Gegenteil zu sein, ist besessen von der körperlichen Liebe und auch noch ziemlich versoffen – eben so wie man sich einen typischen Dämonen vorstellt. Dass er auch noch grün hinter den Ohren ist merkt man in dem Moment, in dem auch noch Beelzebub mit ins Spiel kommt. Die Charaktere erhalten ein gewisses Profil, aber nur so weit, um Sympathien oder Antipathien zu schaffen.

Ein wenig Drama und Abenteuer gibt es als Zugabe, um das Geschehen nicht ganz im Raum hängen zu lassen, muss die Dämonen-Lady bei ihren Ausflügen in andere Welten feststellen, dass ihr Lover sich nicht nur Freunde gemacht hat.

Alles in allem ist das Buch solide geschrieben, flott zu lesen und zeigt durch leisen, unterschwelligen Humor, dass es sich nicht ganz so ernst nimmt. Fantasy-Fans sollten sich allerdings klar darüber sein,dass die Geschichte in erster Linie erotische Interessen bedient und daher die Handlung wie auch das exotische Setting etwas zurück stellt.

 

Daher sollte man nach „Lust im Reich der Schatten“ nur greifen, wenn man Geschmack an expliziten Sex-Szenen findet und dafür schon einmal auf eine ausgefeilte Handlung und ein interessantes Setting verzichten kann.

 

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Buch:

Lust im Reich der Schatten

Autorin: Doris E. M. Bulenda

Reihe: Dämonenlady Band 1

Verlag DeBehr, Juni 2016

Taschenbuch, 423 Seiten

 

ISBN-10: 3957532884

ISBN-13: 978-3957532886

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01G4A8NU8

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 27.03.2017, zuletzt aktualisiert: 11.08.2017 15:53