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Magie des Verlangens von Christine Feehan

Rezension von Julia

 

In einer Zeit, in der Liebesromane, die von unsterblichen oder mythischen Gestalten handeln, überhand nehmen, besinnt man sich oftmals auf jene, die es schon lange gibt und um die sich eine große Fan-Gemeine gebildet hat. Die Vampir-Romane der Autorin Christine Feehan gehören dazu und mit „Magie des Verlangens“ wird die Geschichte des ersten Bandes fortgeführt.

 

Gregory ist ein Karpatianer und aus diesem Grund gewissen Umständen unterworfen. Karpatianer sind menschenähnliche Wesen mit mächtigen Fähigkeiten. So können sie mental kommunizieren, sich in Nebel oder Tiere verwandeln, das Gedächtnis der Menschen, von denen sie trinken, manipulieren, damit diese sich nicht an das Ereignis erinnern und heilen sehr schnell. Diese Fähigkeiten nutzt das Volk, um die Menschen vor großem Unheil zu bewahren oder auch um ihre Familien zu schützen. Es gibt für jeden karpatianischen Mann eine Gefährtin, die in der Lage ist, ihn Farben sehen und Gefühle empfinden zu lassen, wenn er diese Gefährtin nicht findet, verliert er seine Seele und seinen Verstand und mutiert zu einem Vampir, der gnadenlos unter Menschen und Karpatianern gleichermaßen wütet und getötet werden muss. Gregory, der schon viele Jahrhunderte lebt, fühlt seine Seele ebenfalls schwinden und so ist es für ihn wie eine Verheißung, als die Tochter des Prinzen seine Gefährtin ist. Diese wurde jedoch von einer menschlichen Mutter erzogen und ist dementsprechend freiheitsliebend und emanzipiert. Sie ist nicht bereit ihr Leben zu opfern und sich den Regeln ihres Volkes und damit einem Mann zu unterwerfen und sein Eigentum zu werden. Aus diesem Grund gibt ihr Gregory weitere Jahre Zeit, in denen sie als Magierin der Illusionen durch das Land streifen darf, um sich auszutoben, während er mit sich ringt. Da er der mächtigste Mann seines Volkes ist, fürchtet er sich davor, seine Seele zu verlieren, da zahlreiche weitere Menschen und Krieger sterben würden, bei dem Versuch ihn zu töten. Vielmehr leidet er und ringt jede Nacht mit sich, um er selbst zu bleiben. Als er es nicht länger aushält, sucht er Savanna auf, um sie an sich zu binden, doch noch immer wehrt sie sich. Zudem muss er feststellen, dass Vampire in der Nähe sind, die sich Savanna als nächstes Ziel auserkoren haben und auf der Jagd nach ihr sind. Als eines Nachts das Monster in ihm überhand nimmt, vergewaltigt und verletzt er seine Gefährtin und nur ihre Güte und ihr Mitleid bringt ihn wieder zu Verstand. Das Unheil ist jedoch angerichtet, die junge Frau fürchtet ihn und seine Berührungen, möchte sich nicht mit ihm vereinigen und empfindet dennoch Schuld, da sie seine Qualen durch ihre selbstsüchtigen Wünsche nur vergrößert hat. Sie müssen sich aneinander gewöhnen, gemeinsam leben und versuchen eine Basis zu finden, die eine Zukunft ermöglicht, doch mit jedem Tag der verstreicht, scheint das unmöglicher zu werden.

 

Die Entwicklung der Geschichte ist sehr ansprechend und hält einige Überraschungen parat, da die beiden Hauptfiguren große Emotionen durchleben, bis sie sich endlich zutrauten zusammen zu bleiben und sich den Gefahren die drohen gemeinsam zu stellen. Zudem sind sie vollkommen unterschiedlich. Gregory ist es gewöhnt zu beherrschen und seine Macht auszuleben, Savanna dagegen ist freiheitsliebend und voller Träume und Hoffnungen für die Zukunft. Es gibt einige ausschweifende Liebesszenen in diesem Buch, die sehr erotisch sind und dennoch wenig Abwechslung versprechen, da sich mit der Zeit einfach alles wiederholt.

Die Autorin verfügt über einen sehr einfachen, aber leicht zu lesenden Stil. Es gelingt ihr einen gewissen Zauber aufzubauen, der jedoch nicht alle Fehler verbergen kann. So wiederholt sie sich beständig und irgendwann kann man die Liebesschwüre oder die Erklärungen, warum karpatianische Männer so handeln müssen, wie sie es tun nicht mehr hören. Sehr schön ist es dagegen zu entdecken, dass die Vampir-Liebesromane alle irgendwie zusammenhängen. So wird in diesem Band nicht nur die Legende von Gabriel und Lucian erzählt, die in einem späteren Band auftauchen sondern auch auf Mikhail und einige andere wird Bezug genommen, die man nach und nach alle tatsächlich kennen lernt.

 

Alles in allem liegt hier ein weiterer Liebesroman der Autorin vor, der sich gut lesen lässt und etwas für dunkle oder einsame Stunden ist. Damit ist das Buch im Grunde zu empfehlen, etwas Großartiges sollte man bei dieser Art der Unterhaltungsliteratur jedoch nicht erwarten.

 

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Magie des Verlangens

Autor: Christine Feehan

Broschiert: 384 Seiten

Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (10. Februar 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 340477308X

ISBN-13: 978-3404773084

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 24.03.2009, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18