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Maliande - Das Geheimnis der Elben von Thea Lichtenstein

Rezension von Christel Scheja

 

Thea Lichtenstein ist keine reale Person, sondern das Pseudonym einer Autorin, die mit ihrer Familie in Norddeutschland lebt für ihre Fantasy-Romane. Bei Goldmann erscheint ihre „Maliande“-Trilogie, die nun mit dem zweiten Band „Das Geheimnis der Elben“ fortgesetzt wird.

Sie schildert eine Welt im Umbruch. Nicht nur, dass sie Orks ihre Stammlande verlassen haben und nun marodierend durch die Gegend streifen, auch der Verband von Olomin ist zusammen gebrochen, weil sein letztes Mitglied verschwunden ist. Er allein kannte den richtigen Umgang mit dem „Maliande“ einer Flüssigkeit, die die Magie in sich trägt und im Zusammenspiel mit anderen Substanzen überhaupt das Zaubern erst möglich macht.

 

In dieser unruhigen Zeit streift der junge Nahim. Mitglied eines geheimnisvollen Ordens durch die Welt und versucht eine Lösung zu finden. In einem abgeschiedenen Tal, in dem die Menschen noch gar nichts von den Veränderungen wissen, lernt er die junge Lehen und ihren Bruder Tevis kennen. Auch wenn sich die Menschen erst sehr schwer tun, so verstehen sie doch schließlich den Ernst der Lage. Denn sie können ihre Augen nicht vor den Gefahren verschließen, die sich ihnen unaufhaltsam nähern, weil auch die Orks auf sie zumarschieren? Und wer wagt es mit dem Maliande zu experimentieren und macht dadurch das Chaos noch größer?

Nach Monaten, in denen er den Menschen beisteht und eine besondere Freundschaft mit Lehen und ihrem Bruder Tevis plegt, entschließt sich Nahim dazu mit der Drachenreiterin Laheris das Tal zu verlassen, um mehr über die Entwicklungen hinter den Kulissen heraus zu finden, auch wenn er sich längst in das Mädchen verliebt hat. Doch sind die beiden jungen Leute wirklich dazu bereit, ihn einfach so gehen zu lassen? Oder folgen sie ihm kurzentschlossen?

Schließlich stehen sich sogar Menschen und Elben in einer großen Schlacht gegenüber, ohne zu ahnen, dass sie längst manipuliert werden. Das ist etwas, was erst viel später Wirkung zeigt. Vor allem der Späher und Krieger Aelaris bekommt die Veränderungen am eigenen Leib zu spüren.

Nach einer Schlacht wird er gefangen genommen und in den Kerker der Festung Achaten gesperrt. Zwar gelingt es der Drachenreiterin Laheris ihn mit einer List zu befreien, aber der junge Elb spürt, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Die Zeichen und Male, die auf seiner Haut auftauchen sind anders als die, mit denen er früher seine Gefühle gegenüber den anderen Mitgliedern seines Volkes ausdrückte.

Es gelingt ihm zwar, einige Zeit zu verbergen, dass er verändert ist, aber schließlich kommen Gefährten doch darauf, was mit ihm nicht stimmt. Weil er spürt, dass seine Umgebung sich von nun an in seiner Umgebung unwohl fühlt, beschließt er schweren Herzens die Konsequenzen zu ziehen. Er verlässt sein Volk und macht sich auf die Suche nach den Auslösern und Gründen für seine Veränderung.

 

Auch wenn sich Thea Lichtenstein wiederum sehr viel Zeit nimmt, um die Geschichte mit Nahim und Lehen weiter zu spinnen, bindet sie einen weiteren Handlungsstrang in die Geschichte ein. Der Elb Aelaris muss seine eigenen Erfahrungen mit der veränderten Magie machen – und das ist im Gegensatz zum anderen Handlungsstrang recht anschaulich und lebendig geschildert. Man fühlt regelrecht die Verwirrung des jungen Elben, der zuerst nicht begreift was mit ihm geschieht und später zwischen Wut, Verzweiflung und Nüchternheit schwankt.

Wie auch schon der erste Band ist auch „Das Geheimnis der Elben“ sehr figurenzentriert, epische Kämpfe und Action eher Mangelware, denn die Schlachten werden eher am Rande erwähnt oder aus der Sich von Einzelschicksalen betrachtet. Verhandlungen und Dialoge stehen im Vordergrund. Spannung bezieht das Buch eher aus der Interaktion und Entwicklung der Charaktere – auch miteinander.

Wie immer ist der Gewaltpegel sehr gering, Grausamkeiten wirken sich eher auf die Seele der Betreffenden aus. Die fantastischen Elemente bleiben gering da die Autorin zwar magische Wesen und vertraute Völker benutzt, aber nicht ihr Hauptaugenmerk auf exotische Beschreibungen legt. Alles in allem erweist sich der Roman als sehr behäbig und eher ruhig.

 

„Maliande – Das Geheimnis der Elben“ wendet sich daher vor allem an die Fans von ruhiger und nachdenklicher Fantasy, in der die Figuren im Vordergrund stehen und die Action eher verhalten ist, da Kampf und Gewalt nur dann eingesetzt werden, wenn es notwendig wird.

 

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Maliande - Das Geheimnis der Elben

Reihe: Maliande, Bd. 2

Autorin: Thea Lichtenstein

broschiert, 507 Seiten

Goldmann, erschienen im August 2009

Titelbildcollage von Anne Stokes

ISBN-10: 3442467322

ISBN-13: 978-3442467327

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.10.2009, zuletzt aktualisiert: 09.09.2019 19:03