Mit Hilfe seines Butlers kann Lewis van Allington mittlerweile auf Alkohol verzichten. Mittlerweile bezweifelt er sogar, ob er die übernatürlichen Begebenheiten im Rahmen seines letzten Falls überhaupt wirklich erlebt hat. Er begleitet einen sehr wohlhabenden Freund nach Berlin, wo sich dieser in die Luftschiff-Entwicklung einkaufen will.
Nach dem verwirrenden Fall um den Ruf der Rusalka in Band 1 lässt Stephan R. Bellem seinen Protagonisten Lewis van Allington sein vom übermäßigen Alkoholkonsum aus dem Lauf geratenes Leben wieder in geordnetere (und etwas ruhigere) Bahnen lenken.
Dafür gerät dessen Hausmädchen, eine Freundin der in Band 1 im Fokus stehenden jungen Reporterin Kate, in den Fokus der Ereignisse. In Abwesenheit ihres Herren und des Butlers muss sie sich um das Anwesen kümmern und macht dabei verdächtige Beobachtungen. Zusammen mit dem jungen Polizisten Inspector Powler geht sie ihnen nach und kommt einem neuen Fall auf die Spur.
In dieser Hinsicht scheint sich für die kommenden Bände auch ein Romantasy-Plot aufzubauen. Nachdem es zunächst so wirkt, als würde der Autor in diesem Band auf Fantasy-Elemente verzichten, kommen sie in unerwarteter Form doch wieder zurück. Auch Zusammenhänge zu den Ereignissen in Band 1 ergeben sich später. Im Gegensatz zum Vorgänger, der die Kriminal-Handlung mit Mystery-Elementen verknüpfte, ergänzen diesmal Fantasy-Aspekte die Ermittlungen im viktorianischen London. Auf die weiteren Entwicklungen im Umfeld des Protagonisten darf man definitiv gespannt sein.
Der Autor folgt wechselweise seinem Protagonisten und der Co-Protagonistin Kate. Auch die Hörbuch-Umsetzung kann überzeugen.