Seit ihre Eltern tot sind, lebt die mittlerweile 14-jährige Mona bei ihrer Tante und arbeitet in deren Bäckerei mit. Sie ist eine Magierin, doch wirkt ihre Magie leider nur bei Teigen und Teigprodukten. Das hilft ihr zwar bei der Arbeit, doch zur magischen Elite wird sie damit wohl nie gehören. Doch eines Morgens findet sie in der Backstube eine Leiche – und plötzlich steckt sie mitten in einer Intrige, die die ganze Stadt erschüttert.
T. Kingfisher stellt eine junge Protagonistin in den Fokus ihrer Fantasy-Story, die Genre-typisch eine Waise ist. Anders als oft in solchen Fällen gönnt sie ihrer Heldin jedoch ein geregeltes und recht angenehmes Leben. Magie ist in dieser Welt nichts Ungewöhnliches, auch wenn manche Mitmenschen gegenüber Magiern etwas misstrauisch sind. So weit wäre die Geschichte natürlich nicht besonders spannend, was sich allerdings schnell ändert, als die Protagonistin über eine Leiche stolpert und in eine Intrige gerät, in der Magie eine wichtige Rolle spielt.
Auch wenn die Geschichte primär auf Spannung setzt, gibt es durchaus auch humorvolle Momente. Die Art Humor, an den vom deutschen Titel her gedacht werden könnte, ist allerdings nicht enthalten. Hier wollte sich der deutsche Verlag (Second Chances Verlag) vom Aufbau des Titels her wohl an andere Fantasy-Bücher seines Programms anlehnen. Eine Übersetzung des Original-Titels (A Wizard’s Guide to Defensive Baking) wäre da in meinen Augen sinnvoller gewesen.
Diese Kritik gilt aber keinesfalls der Story an sich! Die ist vollkommen gelungen und kann Genre-Fans überzeugen, zumal die Autorin sogar auf den ansonsten bei Protagonisten dieses Alters fast obligatorischen Love Interest verzichtet.
Die Autorin überlässt es ihrer Protagonistin Mona, ihre Erlebnisse selbst zu erzählen.