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Mein Dunkler Prinz von Christine Feehan

Rezension von Julia

 

Christine Feehan hat sich mit diversen Vampir-Liebesromanen einen Namen gemacht und nun werden diese in einem ansprechenden, aber durchaus einheitlichen Format erneut vom Bastei Lübbe Verlag herausgegeben.

 

Es gibt ein besonderes Volk von menschenähnlichen Wesen. Diese „Menschen“ können viele Jahrhunderte lang überleben und verfügen um übermenschliche Fähigkeiten, sodass sie sich beispielsweise in Tiere verwandeln oder auch mit diesen kommunizieren können. Es ist ihnen möglich, schwächere Wesen zu beeinflussen und Wunden sehr schnell zu regenerieren. Für all diese Dinge und für ihr Übererleben benötigen sie jedoch Blut und das von einfachen Menschen ist am nahrhaftesten, deren Erinnerung sie nach dem Trinken löschen oder verändern können. Diese Rasse wurde einst entdeckt und nahezu ausgelöscht, sodass nur noch wenige von ihnen im Verborgenen leben. Zudem rafft eine Art Seuche die männlichen Mitglieder der kleinen Gemeinschaft hinweg. Sie werden zu Vampiren, sind von Blutdurst und Zerstörungswut getrieben, verletzen, töten und quälen, bis man ihnen Einhalt gebietet und sie ebenfalls tötet. Jeder Mann dieses Volkes, das sich Karpatianer nennt, fällt diesem Fluch irgendwann anheim, wenn sich keine Gefährtin an seine Seite stellt. Diese macht es diesem Mann möglich, Gerüche und Farben wahrzunehmen und rettet seine Seele vor dem Wahnsinn. Durch das Massaker an dem Volk der Karpatianer gibt es jedoch kaum noch Karpatianerinnen und da sowieso kaum Kinder dieses Volkes das zweite Lebensjahr erreichen, scheinen sie alle dem Untergang geweiht. Auch ihr Prinz, Mikhail Dubrinsky, der sich schon bald aufgeben muss, glaubt nicht mehr an Hoffnung, als er eines Abends die Gedanken einer jungen Frau wahrnimmt. Sie ist ebenso wie er in der Lage sich mittels Telepathie zu unterhalten und sie spürt seine Wut und seine Hoffnungslosigkeit. Sofort fühlt sich Mikhail von Raven angezogen und das, obwohl diese ein Mensch ist und versucht ihr näher zu kommen. Die junge Frau jedoch hat erst ein traumatisches Erlebnis hinter sich und sie kann nicht so einfach vertrauen. Zudem fürchtet sie sich vor dem großen dunklen Mann, der sie ganz für sich zu beanspruchen beginnt.

 

Die Autorin verfügt über einen sehr einfachen, etwas vorhersehbaren, aber leicht zu lesenden Stil, der einem gefällt und dem man gerne bis zum Ende des Buches folgt. Allerdings wiederholt sie sich immer wieder und irgendwann kann man die Liebesschwüre oder die Erklärungen, dass karpatianische Männer nun einmal so sind wie sie sind nicht mehr hören und überspringt diese Szenen einfach, bis es wieder interessant wird.

Es gibt einige ausschweifende Liebesszenen in diesem Buch, die sehr erotisch sind und dennoch wenig Abwechslung versprechen. Liebe geht in diesem Fall immer mit körperlichem Verlangen einher und das wird ausschweifend ausgelebt. Die Geschichte der Gefährten und auch der Weg, den die Karpitianer gehen mussten, werden ebenfalls eindrucksvoll geschildert, sodass man in ihr Leben eintauchen und ihr Handeln besser verstehen kann. Auch gibt es immer wieder kleine Geschichten und Legenden von anderen Karpatianern zu lesen, die es noch geben soll und von denen die anderen Romane der Autorin handeln. Diese Geschichte ist recht einfach, manchmal etwas langatmig, aber wohl der erste Band der Reihe, auch wenn man das am Buch selbst nicht direkt festmachen kann.

 

Alles in allem liegt hier ein durchschnittlicher Vampir-Liebesroman der Autorin vor, der sich gut lesen lässt, etwas für dunkle oder einsame Stunden ist, aber dennoch kein Meisterwerk der Sorte „man muss es unbedingt lesen“ darstellt. Für den bezahlbaren Preis erhält man hier jedoch einige anregende Lesemomente und den Auftakt zu einer Reihe, die einige Perlen zu bieten hat. Damit ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

 

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Mein Dunkler Prinz

Autor: Christine Feehan

Broschiert: 448 Seiten

Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (10. Februar 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3404773101

ISBN-13: 978-3404773107

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.03.2009, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18