Lizzy studiert Jura. Ein Praktikum in einer angesehenen Kanzlei in London könnt ihre große Chance sein. Dabei erfährt sie allerdings, dass sie eine Magierin ist, was ihre Mutter immer vor ihr verborgen hat. Eine helle Magierin, um exakt zu sein, denn der Chef der Kanzlei ist ebenfalls ein Magier, allerdings ein dunkler. Also eigentlich ein Erzfeind. Wieso erscheint er ihr dann aber immer wieder als Retter in ihren Träumen?
Anna Heart stellt ihre Urban-Fantasy-Reihe eindeutig in Richtung Romantasy auf. Daran lässt schon der Klappentext keinen Zweifel. Dass ein in diesem Fall nicht ganz so junger Mensch unerwartet von seinem magischen Hintergrund erfährt, ist in diesem Genre natürlich nichts Neues, die Zusammenhänge sind es dagegen schon.
Gegnerische Magier-Gruppen, die sich vor Jahrzehnten in einem Krieg gegenseitig erheblich dezimierten, machen das Ambiente aus. Die innere Aufstellung der Gruppierungen und die Wahl ihrer Anführer stellen ein wichtiges Detail der Story dar, bilden ein Alleinstellungsmerkmal dieser Geschichte. Worin sich die Anschauungen der beiden Gruppen konkret unterscheiden, wird in diesem Band allerdings nicht wirklich klar. Die Protagonistin Lizzy bekommt von anderen hellen Magiern zwar erklärt, dass die dunkeln Magier ihre Feinde sind, einen nachvollziehbaren Grund erfährt sie allerdings nicht. Genau hier dürfte wohl auch ein Punkt liegen, der in den späteren Bänden thematisiert wird. Lesern, die sich nicht von der starken Romantasy-Komponente abschrecken lassen, könnte dieser Ansatz gefallen.
Die Autorin überlässt es Genre-typisch ihrer Protagonistin, ihre Erlebnisse selbst zu berichten.