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Meteor von Dan Brown

Rezension von Pascal Kamp

 

Bei dem Roman „Meteor“ vom Bestseller-Autor Dan Brown handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um einen „eiskalten Thriller“.

Denn es ist in der Arktis, wo Männer der NASA einen Meteoriten finden, der wohl der bedeutendste Fund der Menschheit werden könnte.

Der Meteorit, der von einem Satelliten entdeckt wurde, beinhaltet Fossilien von ungewöhnlich großen Käfern, was die NASA darauf schließen lässt, dass wir tatsächlich nicht alleine im Universum sind! Der Beweis für außerirdisches Leben könnte der in die Kritik geratenen Weltraumbehörde und dem angeschlagenen Präsidenten kurz vor den Präsidentschaftswahlen deutlichen Aufwind verleihen, da Senator Sexton, der Gegner des Präsidenten, ein erklärter NASA Gegner ist.

Im Handumdrehen hat der Präsident ein unabhängiges Expertenteam zur Fundstelle geschickt, das der Öffentlichkeit die Echtheit des Fundes bezeugen soll. Zu diesem Team gehören unter anderem Michael Tolland, ein Fernsehozeanologe, Corky Marlinson, ein brillanter Astrophysiker und Rachel Sexton, die Tochter des Anwärters auf das Amt des Präsidenten.

Diese drei Protagonisten entdecken jedoch schnell, dass irgendetwas Merkwürdiges in der Arktis vorgeht und bringen sich so in tödliche Gefahr.

 

„Meteor“ erschien bereits 2001, somit direkt nach „Illuminati“ und hat dadurch einen grandiosen Vorgänger, an dem es sich messen lassen muss.

Auch in „Meteor“ versteht Dan Brown es wieder, den Leser durch seinen Schreibstil förmlich an das Buch zu ketten. Dan Brown schreibt dabei sehr einfach und fließend und es gelingt ihm immer wieder, dem Leser Rätsel aufzugeben und deren Lösung gekonnt zu verzögern.

Dabei weiht Dan Brown uns in die Wissenschaft der Meteoritenforschung ein und klärt uns über Begriffe wie „Schmelzrinde“ und „Chondren“ auf. Der wissenschaftliche Aspekt des Romans ist wirklich hervorragend recherchiert und vermittelt dem Leser interessante Kenntnisse über die Gesteinsbrocken aus dem All.

 

Auch in „Meteor“ geht es wieder um Geheimnisse und brisante Verschwörungen, die teilweise leider sehr konstruiert wirken. Vieles in diesem Buch wirkt sehr konstruiert: Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass ein Einsatzteam der Delta Force wieder und wieder an der Liquidierung von drei Zivilisten scheitert und sich von diesen unbewaffneten Leuten kräftig aufmischen lässt. Des Weiteren ist es verwunderlich, dass der geniale Astrophysiker Corky Marlinson sich immer wieder physikalische Sachverhalte von der Geheimdienstlerin Rachel Sexton aufzeigen lassen muss. Auch etwas aufgesetzt wirkt die Beziehung von Rachel Sexton und Michael Tolland, die auf den ersten Blick voneinander fasziniert zu sein scheinen. Die Entwicklung von Gabrielle Ashe, der Wahlkampfhelferin von Senator Sexton wird hingegen sehr interessant und glaubhaft dargestellt und macht sie so meiner Meinung nach zur interessantesten Figur des Buches.

Auch Browns Vorliebe, für überraschende, aber ebenfalls konstruiert wirkende Enden wird hier wieder deutlich. Zwar werden nur wenige Leser eine solche Auflösung erwarten, aber auch nur wenige wird diese Auflösung befriedigen.

 

Fazit:

So wie der Meteor in die Arktis, so ist auch der Roman in die Bestsellerlisten eingeschlagen. Sicherlich nicht ohne Grund. Der Roman baut unglaubliche Spannung auf und hält diese bis zum überraschenden Ende an. Wer also bereit ist, über die Ungereimtheiten des Romans hinwegzusehen, wird sicherlich an diesem Buch Gefallen finden und so manche gespannte Stunde im heimischen Sessel verbringen. Zwar reicht dieser Roman keinesfalls an seinen Vorgänger „Illuminati“ heran, kann aber trotzdem zu einem empfehlenswerten Lesevergnügen werden.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Meteor

Original: Deception Point, 2001

Autor: Dan Brown

Übersetzer: Peter A. Schmidt

Taschenbuch, 635 Seiten

Lübbe, Dezember 2003

 

ISBN-10: 3404150554

ISBN-13: 978-3404150557

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B004ROTJSE

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 24.05.2006, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18