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Micky Maus

Reihe: Klassiker der Comicliteratur Bd. 16

Rezension von Christian Endres

 

Danger Mouse, Feivel der Mauswanderer, Pinky und Brain ... letztlich kann es, wie wir spätestens seit Highlander wissen, nur eine(n) geben – in im Falle der mehr oder weniger berühmten Nager, genauer gesagt Mäuse der Comicliteratur kann das natürlich nur Micky Maus sein, welcher der sechzehnte Band der Klassiker der Comicliteratur der FAZ gewidmet ist, nachdem in Band fünf der Reihe schon Donald Duck, die berühmteste Ente der Welt, als erster Disney-Vertreter seinen Auftritt hatte.

 

Vier lange Abenteuer, von denen keines jüngeren Datum als 1960 ist, von echten Altmeistern der Micky-Maus-Comics (Gottfredson, Scarpa, Carpi) in Szene gesetzt, bilden den Inhalt dieses Bandes, dessen Geschichten im Einzelnen folgendermaßen heißen:

 

Micky Maus in Gespensterhaus

Micky Maus und das doppelte Geheimnis des Phantoms

Ein entfernter Verwandter

Micky und die Rebellion der Schatten

 

In der ersten Geschichte gehen Micky, Donald und Goofy auf Gespensterjagd, während in der zweiten das Phantom aus dem Gefängnis ausbricht, um sich an Micky und dem Kommissar zu rächen. Schließlich reisen Micky und Goofy in der dritten Episode nach Afrika, um einen von Goofys »entfernten Verwandten« aufzuspüren, wobei sie sich mitunter mit Kater Carlo anlegen, und in der letzten Geschichte wird´s dann wie zu Beginn des Bandes noch einmal etwas unheimlicher, als die Schatten aufbegehren ...

 

Hervorzuheben ist einmal mehr das Vorwort von Andreas Platthaus, das Walt Disney und die Erfolgsstory hinter dem gleichnamigen Konzern dann doch in einem etwas anderen Licht erscheinen lässt und nebenbei auch wieder viel Hintergrundwissen zur Entstehung und dem Werdegang von Micky absetzt. Bei der Aufmachung enttäuscht auch kurz vor dem Abschluss der Reihe nach wie vor die mäßige Papierqualität, wird aber wie immer durch die gelungene Gestaltung und das schöne Covermotiv kompensiert. Disneys berühmte Maus kommt im kleinen Taschenbuch-Format äußerst gut des Weges daher, wenngleich die letzte Story auch ein unerfreulich unscharfes Druckbild hat, das wohl auf schlechte Vorlagen zurückzuführen ist, was mich natürlich fragen lässt, ob man denn unbedingt diese Geschichte hat nehmen müssen, wenn es Alternativen mit bessern Vorlagen gegeben hätte. Es gibt ja noch ein paar Micky-Maus-Geschichten mehr als diese vier ...

 

Fazit: Geschichte mit Micky Maus, die muss man mögen, und zweifellos muss man auch für den arg naiven und konstruierten Aufbau der Stories empfänglich sein und seinen Spaß an den somit entstehenden Abenteuern und Rätseln rund um die berühmteste Maus der Welt haben. Wenn nicht, findet man nur schwer Zugang zu ihnen und ihrer Hauptfigur mit den großen Ohren und nicht weniger großen Schuhen, weshalb es mir in diesem Band streckenweise recht schwer gefallen ist, die Begeisterung für Micky in dieser Form zu teilen. Ich hab´s am Ende dann doch eher mit Micky in Trickfilm-Form oder mit Barks’ Donald im Comic, und würde als Disney-Alternative daher den fünften Band dieser Klassiker-Bibliothek empfehlen.

 

Mickys Anspruch auf einen Auftritt in dieser Reihe ist aber trotzdem gerechtfertigt und über jeden Zweifel erhaben, aber ich bleibe dann doch lieber bei Donald, Corto und Will Eisner und lasse die Maus Maus sein und gönne sie denen, die ihre Abenteuer auch zu schätzen wissen.

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Comic:

Micky Maus

Reihe: Klassiker der Comicliteratur Bd. 16

Verlag: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Format: Softcover

Sprache: Deutsch

ISBN-Code: 389981097X

Anzahl Seiten: 256

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 18.12.2005, zuletzt aktualisiert: 12.12.2015 08:20