Mimi Rutherford und die Fälle Box 5
 
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Mimi Rutherford und die Fälle Box 5

Mimi Rutherfurt und die Fälle Tödliches Rot, Sein oder Nichtsein, Flammentod

Hörspiele

 

Rezension von Christel Scheja

 

Rezension:

Wer die britischen „Miss Marple“ Filme mit Margaret Rutherford kennt, wird wissen, wer und was für die Krimireihe um die pfiffige und resolute alte Dame Pate gestanden hat, denn neben den eindeutigen Inhalten ist auch die untermalende Musik genau von diesen Filmen ausgeliehen und erweckt nostalgische Erinnerungen an die Abenteuer dieser ganz besonderen Heldin. Interessanterweise ist auch das Setting der Hörspiele so gehalten, dass sie problemlos in den 1950gern, aber auch in der heutigen Zeit spielen können, da alle Elemente ausgeblendet werden, die das Zeitkolorit bestimmen könnten wie etwa Mobiltelefone.

 

Wieder gibt es drei neue Abenteuer mit der eigenwilligen Mimi Rutherfurt, die es in sich haben.

 

„Tödliches Rot“ ist die Farbe des Weines, die der Museumsdirektor Charles Meredith in der trauten Runde alter Bekannter reichen will, die sich lange nicht mehr wieder gesehen haben, auch wenn das nicht das erste Treffen dieser Art ist. Neben dem Finanzexperten Ronald Tomkins und dem notorischen schlecht gelaunten Dr. Mervyn Ellis ist natürlich auch Miss Marple anwesend.

Allerdings endet der Abend in einem Fiasko, denn einen der Anwesenden streckt der Tod nieder. Schon bald wird klar, dass Gift dahinter steckt. Doch wer kann den Mord begangen haben? Mutig macht sich Mimi daran, genau das heraus zu finden und bringt sich damit in tödliche Gefahr, denn derjenige, der die Tat begangen hat, hatte gute Gründe dazu

 

„Sein oder Nichtsein“ ist zwar nicht der Titel eines des Theaterstücks, das Mimi zusammen mit Freunden am Tag nach der Premiere besucht, aber „Mit blanker Klinge“ kann man bald schon wörtlich nehmen, denn einer der Schauspieler wird mitten im Stück kurzerhand erdolcht, da die Waffe kein Theaterdegen war.

Und das ist nur der Anfang, einer Mordserie, die schon bald die Theatergruppen von Southhampton zu erschüttern beginnt. Mimi aber erkennt andere Zusammenhänge als die offensichtlichen, da sie ja selbst die Laienschauspieler von Salisbury leistet. Doch schon bald merkt sie wie ernst der Ausspruch aus Hamlet ist, denn nun muss sie ihr Leben einsetzen um heil aus der Sache zu kommen.

 

Der „Flammentod“ scheint Bauarbeiter zu ereilen, die eine alte Internatsschule abreißen sollen – oder will jemand nur ihre Leichen vernichten, da sie verräterische Spuren zeigen? Die Tat wird leider viel zu früh entdeckt, so dass die Toten noch geborgen und richtig untersucht werden können.

Die Spuren führen Inspektor Brewster und seine Leute direkt zu einer Gruppe von Aktivisten, die das Gemäuer erhalten wollen. Unter ihnen ist auch Miss Marple, die selbst einige Jahre auf der Schule verbracht hat.

Auch wenn er ihr zunächst skeptisch gegenüber steht, so wird ihr Wissen um das Haus und seine Stockwerke doch schon bald zum Schlüssel für die Lösung des Falls, die viel komplexer ist als man denkt.

 

Der typische Kolorit des englischen Landlebens mit all seinen Traditionen, Klischees und kauzigen Typen geben der Mimi Rutherfurt-Reihe die richtige Atmosphäre, auch wenn man diesmal in den beiden ersten Fällen die Handschrift eines anderen Autors merkt. Bernd Sachtleben inszeniert die Geschehnisse ein wenig härter und brutaler als man es von Maureen Butcher gewohnt ist, bleibt aber noch in dem Rahmen, der zu der Ermittlungsarbeit der alten Dame passt.

Wie immer steht sie im Mittelpunkt des Geschehens. Gisela Fritsch spielt sie mittlerweile so gekonnt, dass man durchaus die passenden Bilder im Kopf hat und sich die pfiffige Greisin noch besser vorstellen kann als sonst. Besonders gezielt wird diesmal auch die Prise Humor, eingesetzt, denn die Hobbydetektivin liefert sich wie immer freche Wortwechsel mit dem gestandenen Inspektoren Brewster. Aber auch hier ist das Verhältnis freundschaftlicher geworden, akzeptiert er doch mittlerweile, was er an Mimi hat.

Dazu kommen gerade im ersten Teil zwei geniale Mitspieler, die kauzig und bissig agieren, so wie man es von Herren im fortgeschrittenen Alter erwartet.

Natürlich bedienen sich die Hörspiele auch diesmal wieder mancher abgestandener Klischees und Archetypen, aber das stört nicht, weil die Hörspiele gerade deswegen kurzweilig und unterhaltsam bleiben und sich gut zum Entspannen eignen. Da die Geschichten einfacher gestrickt sind, muss man sich auch nicht ganz so intensiv auf die Detail konzentrieren.

Alles in allem kommt den Geschichten zu Gute, dass sie nicht in die Länge gezogen wurden und mit einer Spielzeit von knapp einer Stunde straff genug sind, um die kleinen Längen zu überspielen, die es durch die beschauliche Erzählweise manchmal gibt.

 

 

Fazit:

Alles in allem bietet auch die fünfte Box von „Mimi Rutherfurt und die Fälle ...“ so amüsanten wie unkomplizierten Hörgenuss, bei dem es für den Fan der englischen Krimiklassiker wieder eine ganze Menge an frechen Anspielungen zu entdecken gibt, vor allem wenn man die alten „Miss Marple“-Filme halbwegs auswendig kennt – was diesmal besonders in „Sein oder Nichtsein“ zu erkennen ist.

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2024030316410449107c29
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Hörspiel:

Mimi Rutherford und die Fälle Box 5

Autoren: Ben Sachtleben und Maureen Butcher

Umfang: 3 CDs

Laufzeit: ca. 179 Minuten

Maritim, Juli 2010

 

Inhalt:

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Tödliches Rot

Sein oder Nichtsein

Flammentod

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ISBN-10: 3867142750

ISBN-13: 978-3867142755

 

Erhältlich bei Amazon

 

Sprecher:

Gisela Fritsch

Bernd Vollbrecht

Karen Schulz-Vobach

Erich Räuker

Ingeborg Christiansen

Christine Pappert

Manfred Erdmann

und viele andere mehr

weitere Infos:


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Erstellt: 13.11.2010, zuletzt aktualisiert: 14.02.2024 18:17, 11252