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Mira Magica – Böse und Gut von Jannes C. Cramer

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo::

Mira ist ein ganz normaler Teenager mit ganz normalen Problemen. Zumindest bis sie auf ein Wesen von seltsamer Gestalt trifft. Vigil, der schon viele Jahre nach ihr sucht, zeigt Mira eine magische Welt, die ohne ihr Wissen bereits Teil ihres Lebens ist.

Doch Vigil ist nicht der Einzige, der auf das Mädchen aufmerksam geworden ist. So werden die Sorgen und Pflichten ihres Teenagerdaseins bald zu Miras geringstem Problem und sie erlebt Dinge, die sich oft nur schwer mit ihrem bisherigen Alltag vereinbaren lassen.

Schon bald lernt Mira die junge Magierin Luisa kennen und glaubt, in ihr eine Freundin und Weggefährtin gefunden zu haben …

 

Rezension:

Mira ist eine 16-jährige Schülerin, die ihre Freizeit meist mit ihren beiden Freundinnen verbringt. Zumindest bis sie ›zufällig‹ ein kleines Kätzchen findet. Sobald die beiden alleine sind, beginnt das Kätzchen plötzlich mit menschlicher Stimme zu sprechen, nur um sich kurz darauf in ein eigenartiges Wesen mit 3 Augen zu verwandeln, welches sich Mira als ihr Wächter Vigil vorstellt. Er eröffnet ihr, dass sie eine Magierin ist und er sie ausbilden wird. Ähnlich erging es vor wenigen Jahren Luisa, nur dass ihr Wächter ein alter Mann war. Natürlich treffen die beiden jungen Magierinnen bald aufeinander – und wecken das Interesse zweier magischer Gemeinschaften, des Weißen Zirkels und der Bruderschaft. Schnell weiß Mira nicht mehr, wer es gut und wer es böse mit ihr meint.

 

Wie viele Urban-Fantasy-Werke es gibt, an deren Anfang Mädchen oder Jungen in jugendlichem Alter überraschend erfahren, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügen, kann wohl niemand zählen. Und trotzdem funktioniert dieses Schema immer wieder, wie auch Mira Magica – Böse und Gut von Jannes C. Cramer erneut beweist.

 

Nachdem die Handlung zu Beginn etwas steif und fast schon steril wirkt, kommt spätestens mit Luisas Geschichte Spannung auf, welche sich im weiteren Verlauf des Buches immer weiter steigert. Miras Schwierigkeiten, ihren Freundinnen und Eltern gegenüber möglichst unverändert zu erscheinen, werden dabei vom Autor immer wieder in den Mittelpunkt der Handlung gerückt. Ihr Erfolg, Familie und Freundeskreis vorzuspielen, mit ihr hätte sich nicht wirklich etwas verändert, wirken allerdings teilweise nicht sehr glaubhaft. Auch die dazu im Rahmen der Handlung gegebene Begründung erscheint wenig überzeugend. Überhaupt werden die Menschen aus Miras bisherigem Umfeld recht oberflächlich dargestellt.

 

Im Gegensatz dazu werden die Zerwürfnisse in der Mira zunächst noch fremden magischen Welt intensiver beleuchtet. Hier gibt es, wie die junge Magierin schnell feststellen muss, nicht nur Schwarz und Weiß. Auch alle möglichen dazwischen liegenden Grautöne sind vertreten. Und genau hier erreicht die Handlung ihren spannenden Höhepunkt. Lange ist weder der Heldin noch dem Leser klar, welche Kräfte welche Ziele verfolgen, wer Mira helfen oder wer ihre Fähigkeiten nur ausnutzen will.

Auch wenn am Schluss des Buches – was wohl niemanden wirklich überraschen wird – zumindest die unmittelbaren Gefahren vorläufig neutralisiert sind, erscheint das Ende irgendwie offen. Der Leser hat den Eindruck, dass Miras Geschichte hier noch nicht zu ende sein kann. Allerdings findet sich weder im Buch selbst noch in der Webpräsenz des Autors irgendeinen Hinweis auf eine geplante Fortsetzung.

 

Fazit:

»Mira Magica – Böse und Gut« von Jannes C. Cramer ist eine Urban Fantasy, deren magischer Anteil (im Gegensatz zum real-menschlichen Umfeld) durchaus überzeugen kann.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Mira Magica – Böse und Gut

Autor: Jannes C. Cramer

Taschenbuch, 344 Seiten

Books on Demand, 19. November 2014

Cover: Kerstin Burkard

 

ISBN-10: 3738609091

ISBN-13: 978-3738609097

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B019NCN7ZA

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.08.2016, zuletzt aktualisiert: 09.09.2019 19:03