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Mob City

Rezension von Christel Scheja

 

Bei „Mob City“ handelt es sich um die Verfilmung eines auf wahren Konflikten basierenden Romans. „L.A. Noir: The Struggle for the Soul of America's Most Seductive City“ beschreibt die Jahrzehnte dauernden Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und dem organisierten Verbrechen, dass die Stadt nicht aus ihren Klauen lassen will. TNT setzte die selbst produzierte Serie allerdings nach den ersten sechs Folgen aufgrund schlechter Einschaltquoten nicht mehr fort, so dass nur ein Teil des Buches verfilmt werden konnte.

 

Die Geschichte beginnt im Jahr 1947. Das organisierte Verbrechen hat die „Stadt der Engel“ offensichtlich fest im Griff. Gangsterbosse wie Mickey Cohen scheffeln Geld wo sie nur können und wissen genau, wen sie aus der Regierung und bei den Polizisten schmieren müssen, um weiter schalten und walten zu können, wie sie wollen.

Untereinander schenken sich die Banden allerdings auch nichts, so das Schießereien in den dunklen Ecken der Stadt an der Tagesordnung sind und allerorten mit harten Bandagen gekämpft wird. Glücksspiel und Unterhaltungsindustrie sind jedenfalls fest in ihren Händen und hart umkämpft.

Doch es gibt auch Männer, die das nicht mehr länger mit ansehen wollen. Dazu gehört unter anderem Bürgermeister Fletcher Bowron, der die Korruption in der Stadtverwaltung ausrotten möchte. Er unterstützt deshalb auch LAPD Polizeichef William Parker, der nicht umsonst als „Pfadfinder“ bezeichnet wird. Er gilt als absolut unbestechlich und moralisch integer.

Mit ihm kämpft seine Spezialeinheit an vorderster Front. Dazu gehört auch Joe Teague, ein Ex-Soldat Detective, der mehr als einmal zu spüren bekommt, wie hinterhältig die Gegner sind … egal ob sie Teil der Unterwelt sind oder sich von den Gangsterbossen schmieren lassen … Und manch eine schöne Frau mag zwar hilfsbereit wirken, kann aber auch leicht zu einer Honigfalle werden.

 

Mob City stellt sich der Aufgabe, wahre Ereignisse in eine spannende Form zu pressen, aber dabei auch nicht all zu unglaubwürdig zu wirken. Deshalb entspinnen sich auch persönliche Geschichten und Verbindungen zwischen den Helden, die den Ereignissen ein wenig mehr Biss geben sollen. Dazu kommen immer wieder geschickt eingestreute Rückblicke, die ein wenig über die Vergangenheit der Hauptfiguren erzählen. Und dabei knüpfen die Macher manche erstaunliche Verbindung, die später auch entsprechende Auswirkungen hat.

Bis auf wenige Ausnahmen ist keine Figur absolut gut oder böse, jede hat ihre guten und schlechten Seiten, Stärken und Schwächen. Allerdings verliert man bei der Vielzahl der Personen auf beiden Seiten auch schon einmal den Überblick und muss genau überlegen, welche Rolle diese eigentlich spielten.

Gewalt gehört dazu, deshalb ist die Serie auch nicht ohne Grund erst ab achtzehn Jahren freigegeben. Selbst die Polizei arbeitet mit harten Bandagen, die Beamten schlagen oft lieber erst einmal zu oder schießen, ehe sie mit den Leuten reden, Kollateralschäden werden auch einkalkuliert, wenn unschuldige Geiseln mit im Spiel sind.

Alles in allem erweist sich die Serie als sehr komplex – man muss sich schon die Zeit nehmen, die Handlung genau zu verfolgen, um Details mitzubekommen, damit auch das Gesamtbild klar wird.

Das Ambiente ist einwandfrei, Kulissen und Kleidung, selbst das Verhalten der Charaktere ist so, wie man es aus dieser Zeit erwartet.

Bild und Ton sind ausgezeichnet, im Bonusmaterial erfährt man ein wenig mehr über die Intention der Macher, so dass weitere Hintergründe klar werden. Zudem erzählen die Designer, woran sie sich orientiert haben, um den richtigen „Noir“-Look zu kreieren und welche noch heute erhaltenen Locations sie dafür genutzt haben.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem erweist sich „Mob City“ als spannende Krimi-Serie für alle die Geschichten aus den späten 1940er Jahren schätzen, in denen das organisierte Verbrechen ein ganz anderes Gesicht zeigt als während der Prohibition. Unterhaltsam, wenn auch sehr komplex erzählen die Macher von den damaligen Ereignissen, die nicht nur auf wahren Begebenheiten beruhen, sondern auch möglichst nah an der Wahrheit bleiben.

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Eure Meinung:

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DVD:

Mob City

Regisseur(e): Guy Ferland

Format: Dolby, PAL, Widescreen, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1

Anzahl Disks: 2

FSK: Freigegeben ab 18 Jahren

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 2. Juli 2015

Produktionsjahr: 2013

Spieldauer: 240 Minuten

ASIN: B00VH3PB3U

 

Erhältlich bei: Amazon

 

 

Darsteller:

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Jon Bernthal

Jeffrey DeMunn

Edward Burns

Jeremy Luke

Neal McDonough

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Erstellt: 17.07.2015, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 10:23