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Mondgeister von Rob Thurman

Reihe: Cal und Niko, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Erinnerte „Nachtgeister“, der erste Band der Serie um „Cal und Niko“ durch den Umstand, dass die beiden Helden mehr oder weniger ziellos durch die USA streiften und sich dabei immer wieder gegen übersinnliche Wesen durchsetzen mussten, noch sehr an „Supernatural“ ist das in zweiten Band „Mondgeister“ etwas anders.

 

Den Brüdern ist es gelungen, Cals dämonische Verwandte in ihre Schranken zu verweisen, damit der junge Mann endlich ein normales Leben führen kann. Allerdings hat sich der Halbdämon trotzdem verändert, ihm fehlen weiterhin Gefühle und Skrupel der Menschen – das Treiben um sich herum betrachtet er aus einer sehr distanzierten Warte und hat so manches mal noch mit seinem dunklen Erbe zu kämpfen.

Immerhin hat die Flucht ein Ende, denn sie werden jetzt erst einmal in Ruhe gelassen. So gründen Cal und Niko in New York und zusammen mit der Vampirin Promise und Robin Goodfellow eine Detektei, da sie denken, dass sie genügend Kenntnisse im Kampf gegen gewisse Mächte gewonnen haben.

Und die ersten Kunden lassen auch nicht lange auf sich warten. Der Boss der ansässigen Werwolf-Mafia wendet sich an sie, weil bereits mehrere Anschläge auf ihn verübt wurden, er aber bisher nicht heraus finden konnte, wer eigentlich dahinter steckt. Die Brüder nehmen an, denn sie wollen sich die ordentliche Belohnung nicht entgehen lassen. Allerdings stellt sich heraus, dass sie ihre Gegner gehörig unterschätzt haben und auch Cal mit seiner großen Klappe immer wieder mehr Schaden anrichtet als nötig ist. Schon bald sind sie wieder die Gejagten...

 

Indem die beiden jungen Männern sesshaft werden und auch Cal sich seiner Natur deutlich bewusst ist, scheinen die Parallelen zu „Supernatural“ etwas geringer zu werden. Auch der Kunstgriff, die Geschichte aus der Sicht des Halbdämonen zu erzählen, verstärkt diesen Eindruck – aber letztendlich gibt es doch immer noch genug Ähnlichkeiten zur Fernsehserie, die Rob Thurman nicht leugnen kann.

Immerhin hat die Spannung etwas zugenommen, denn die Brüder trudeln nicht mehr ganz so ziellos durch die Gegend wie im ersten Band. Denn nun wissen sie genauer, mit was sie es zu tun haben und meistens auch, wie sie ihre Gegner einschätzen sollten. Wendungen, mit denen sie nicht gerechnet haben, gibt es natürlich auch, aber diese schaffen wenigstens einige Überraschungen, die dem Buch den entsprechenden Pep geben.

Leider bleiben auch diesmal die Figuren blass. Als Leser bleibt man auf Distanz und fühlt nicht sonderlich mit den Helden mit, so dass die Gefahren eher harmlos erscheinen und auch die Action nicht viel retten kann. Ähnlich wie im ersten Band gibt es wieder eine Sammlung von klassischen Situationen, die zwar solide erzählt werden, aber nicht wirklich Atmosphäre besitzen.

 

So ist auch „Mondgeister“ nur ein durchschnittlicher Mystery-Roman, der ein wenig auf der „Supernatural“-Welle mitzuschwimmen versucht und nicht wirklich lange fesseln kann, da es der Autor einfach nicht schafft, dem Leser Figuren und Handlung wirklich so nahe zu bringen, dass beide in Erinnerung bleiben.

 

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Mondgeister

Autor: Rob Thurman

Reihe: Cal und Niko, Bd. 2

Piper Verlag, erschienen Januar 2010

Broschiert, 411 Seiten

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Barbara Röhl

Titelbild von Chris McGrath

ISBN-10: 3492267351

ISBN-13: 978-3492267359

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.02.2011, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18