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Monopoly Deutschland

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Monopoly geht in eine weitere Runde. Dieses Mal geht es nicht um Schlossallee und Co. Sondern um Sehenswürdigkeiten deutscher Städte. Eigens dazu gab es vor einiger Zeit eine Abstimmung im Internet und die Gewinnerstädte präsentieren sich nun hier mit einem Feld und einem Bauwerk.

 

Spielziel

Wie in allen vorangegangenen Versionen geht es auch hier darum, möglichst viel Geld anzuhäufen, Bauwerke zu kaufen und auf diesen Feldern Häuser und Hotels zu bauen. Je mehr Häuser auf einem Feld stehen, umso teurer wird die Miete für die Gegenspieler, sollten sie auf einem solchen Feld landen. Das Hotel ist auch hier die höchste Kategorie und man muss schon tief in die Tasche greifen, wenn man das Pech hat, dort einen „Zwischenstopp“ einzulegen. Eine Runde gewinnt derjenige Spieler, der als letztes übrig bleibt.

 

Ausstattung

Der Karton von „Monopoly Deutschland“ ist im quadratischen Format gehalten und lässt sich wunderbar in jedes Regal einlagern. Die Komponenten im Einzelnen sind:

 

 

  • 1 Spielanleitung
  • 1 Spielbrett
  • 6 Spielfiguren
  • 28 Besitzrechtkarten
  • 16 Gemeinschaftskarten
  • 16 Ereigniskarten
  • 1 Satz Spielgeld
  • 32 grüne Apartments
  • 12 rote Hotels
  • 2 Würfel

 

 

Die Innenaufteilung des Kartons finde ich besonders gelungen. Hier hat alles seinen Platz, außerdem kann man die Besitzrechtkarten und das Geld für das Spiel passend sortieren. Hat man früher mit Holzfiguren gespielt, sind es nun Figuren aus Metall, die unter anderem ein Handy, einen Burger oder ein Flugzeug darstellen. Die Illustrationen der Sehenswürdigkeiten auf dem Spielbrett sind auch gut gelungen und runden das ganze Spiel auf eine optisch ansprechende Weise gut ab.

 

Spielregeln

Das Regelwerk von „Monopoly Deutschland“ ist 12 Seiten stark und optisch ebenfalls sehr ansprechend. Viele Bilder erleichtern das Lesen und damit den Einstieg. Auf der letzten Seite sind noch einmal die Kurzregeln abgedruckt, falls es vorkommen sollte, dass etwas schnell nachgeschlagen werden muss. Auch genaueres Nachlesen und Nachschlagen ist kein Problem, das Regelwerk ist sehr schön gegliedert und mit deutlichen Überschriften versehen.

 

Spielverlauf

Die Vorbereitungen für eine Partie Monopoly sind schnell getroffen. Das Spielbrett wird ausgelegt und jeder Spieler wählt eine Spielfigur, die er auf das „LOS“-Feld stellt. Dann bekommt jeder noch Geldscheine im Wert von 15 Mio. € und das restliche Geld wird wie auch die Besitzrechtkarten in den Karton einsortiert. Ein Spieler übernimmt die Bank, kann natürlich auch als Spieler mitspielen und dann wirft jeder einmal einen Würfel. Der jenige, der die höchste Zahl geworfen hat, ist Startspieler und das Spiel kann beginnen.

Der Startspieler würfelt nun mit zwei Würfeln und zieht die angegebene Augenzahl vor. Kommt er auf ein Besitzfeld, das niemandem gehört, kann er es kaufen. Gehört dieses Feld bereits einem Spieler, so muss er Miete zahlen. Bei einem Pasch darf er noch einmal würfeln, aber Vorsicht, beim dritten Pasch muss er ins Gefängnis. Hat er seinen Zug abgeschlossen, so ist sein linker Nebenmann an der Reihe.

Schafft es ein Spieler, im Laufe einer Partie alle Besitzrechtkarten einer Farbe zu erstehen, darf er diese Felder mit Apartments ausbauen. Diese Investition lohnt sich, müssen von nun an Gegenspieler auf diesen Feldern doch noch mehr Miete zahlen.

Ich glaube, ich muss niemanden mehr wirklich genau erklären, wie Monopoly gespielt wird, es handelt sich schließlich um ein altes, aber sehr erfolgreiches Konzept.

 

Spielspaß

Machen wir uns nichts vor, Monopoly ist nichts für Leute, die unter permanentem Würfelpech leiden. Fallen die richtigen Zahlen nicht, kann man sich noch so abstrampeln, man wird dieses Spiel nie gewinnen. Aber das ist ein Punkt, auf den man sich einlassen muss, wenn man Monopoly spielt. Auch kann eine Partie schon mal sehr lange dauern, man sollte also ruhig einige Stunden Zeit einplanen. Außerdem sollte man für früh ausgeschiedene Spieler ein „Ersatzprogramm“ zur Verfügung halten, es kann schon recht frustrierend sein, wenn nur noch drei Spieler um den Sieg kämpfen und der Rest zugucken muss.

 

Fazit

Wer Besitzer eines alten Monopolys ist (so wie ich), dessen Spielfeld schon mehrfach geklebt worden ist (so wie bei mir), kann mit ruhigem Gewissen zu „Monopoly Deutschland“ greifen. In den letzten Jahren sind ja nun eine Menge Themen für Monopoly auf dem Markt erschienen. Sei es „Star Wars“, „Disney“ oder einzelne Städte wie „Köln“ oder „Nürnberg“. „Monopoly Deutschland“ rundet das Sortiment sehr schön ab, ohne zu spezifisch auf ein Thema einzugehen. Einzige Kritikpunkt hier sind die Währungseinheiten. Ich kann verstehen, dass man das Brandenburger Tor nicht für 5000 € erstehen sollen könnte, doch finde ich die Millionenbeträge, in denen hier gerechnet wird, reichlich übertrieben. Zwar leben wir in einer Welt der Superlativen, welche auch vor Brettspielen keinen Halt machen, aber etwas kleinere Summen hätte ich als benutzerfrendlicher empfunden. Aber dies ist ja nur ein rein subjektiver Eindruck. Zum Schluss möchte ich aber noch einmal anmerken, dass man mit Monopoly ein sehr zuverlässiges Spiel kauft. Jeder kennt es, jeder weiß, wie es funktioniert und jeder weiß, was ihn erwartet und es ist ein Spiel, dass eigentlich in keiner Sammlung fehlen darf.

 

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Eure Meinung:

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Brettspiel:

Monopoly Deutschland

Parker/Hasbro, 2007

Spieldauer: lang über 60 Minuten

Spielerzahl: 2 bis 6

Altersempfehlung des Herstellers: 8+

 

ASIN: B000NO37IK

 

Erhältlich bei: Amazon

Inhalt:

 

  • 1 Spielanleitung
  • 1 Spielbrett
  • 6 Spielfiguren
  • 28 Besitzrechtkarten
  • 16 Gemeinschaftskarten
  • 16 Ereigniskarten
  • 1 Satz Spielgeld
  • 32 grüne Apartments
  • 12 rote Hotels
  • 2 Würfel

 

 


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Erstellt: 03.11.2007, zuletzt aktualisiert: 01.06.2018 10:58